Hey! Wo steckt ihr denn alle?! Untreue Tomaten!
~~
[...]
Draußen hatte sich die Sonne wieder gegen die Wolken durchgesetzt und es war trotz der frühen Morgenstunde schon schwül vom verdampfenden Regen. Tuomas klopfte seine Hosentasche nach seiner Zigarettenpackung ab, zündete sich eine seiner Kippen mit einem kleinen Flämmchen, das seinen Zeigefinger umspielte, an und schlenderte dann die Straße entlang. Er wartete an der Straßenecke eine Weile auf die Straßenbahn, die um diese Uhrzeit brechend voll war, dennoch setzte sich niemand neben Tuomas, als er am Fenster saß, die Schläfe ein wenig an die Scheibe neben ihm gelehnt, und zusah, wie die Stadt an ihm vorbeirauschte.
In der Stadt war es für einen Werktag sehr voll, was wahrscheinlich daran lag, dass sich die einkaufswütige Gesellschaft erhoffte, dass es heute sonnig bleiben würde und man nicht irgendwann mit allen Einkäufen bepackt im Regen stünde.
Ein bitteres Grinsen verzog für einen Moment Tuomas’ Lippen, als er daran dachte, dass er das wahrscheinlich einrichten konnte, wenn Sirius mit all dem, was er erzählt hatte, recht hatte.
Er schlenderte weiter, unbemerkt von all den Passanten. Irgendwann jedoch merkte er auf. Hier war niemand mehr. Er schien der einzige zu sein, der noch auf den Straßen war. Er blickte sich verwirrt um. Weit und breit war kein Mensch zu sehen. Es war, als hätte jemand die Zeit angehalten und...
„Hallo, Sol.“
Tuomas fuhr herum und stolperte gleichzeitig rückwärts. Lucifer stand vor ihm und lächelte ihn aus ihrem wunderschönen, engelsgleichen Gesicht an. Ihr Blick und Lächeln waren arrogant und hassverzerrt.
„Du bist Lucifer“, sagte Tuomas und machte vorsichtshalber noch einen Schritt rückwärts. „Sirius hat mir von dir erzählt.“
„Oh, hat er endlich eingesehen, dass ich doch recht hatte?“ Lucifer ließ ein glockenhelles Lachen hören. „Der Dummkopf meinte doch wirklich, ich habe mich in dir geirrt. War es ihm wenigstens zum Sterben peinlich, sich noch in seinem besten Freund geirrt zu haben? Unnutzer Vollidiot!“ Tuomas sagte nichts. Lucifer lächelte und blieb stehen, wo sie war. „Übrigens bevorzuge ich, solange ich diese Gestalt trage, den Namen Lucretia. Menschen sind etwas verwirrt, eine Schönheit wie mich mit einem Männernamen anzureden. Und Lucifer ist auch so schrecklich veraltet. Macht es dir etwas aus, mich nicht so zu nennen?“
Tuomas starrte die junge Frau etwas irritiert an, fragte aber nicht nach. „Dafür, dass du meinen Tod willst, versuchst du erstaunlich wenig, mich umzubringen“, sagte er schließlich.
Lucretia lachte wieder. „Du willst also kämpfen? Gern!“
Tuomas hatte keine Chance, auf den Angriff zu reagieren. Ein peitschender Blitz zuckte und Tuomas wurde von einer Druckwelle erfasst und durch die Luft geschleudert. Er prallte mit voller Wucht durch die Fensterscheibe eines Blumenladens. Er konnte nichts mehr tun, außer schützend die Arme um den Kopf zu schlingen.
Er landete zwischen den Stiefmütterchen und Narzissen und ein Schauer von Glassplittern und Blütenblättern ging auf ihn nieder. Tuomas stöhnte und überprüfte schnell alle Extremitäten und Organe auf Verletzungen. Noch schien alles in Ordnung, ein paar Schnittwunden hatte er von der Glasscheibe davongetragen, nichts Ernstes, aber da stand Lucretia schon wieder neben ihm.
„Du bist ein Störfaktor, Sol“, sagte sie kalt. Ihre Augen stachen wie Eis. „Wehr dich nicht, das macht es uns beiden einfacher.“
„Ich denk nicht dran!“ Tuomas rollte sich zur Seite, breitete gleichzeitig einen Luftschild um sich aus, um etwaige Angriffe vorzubeugen und kam mit einigem Sicherheitsabstand zu Lucifer wieder auf die Beine.
„Hätte mich auch gewundert. Wie du wünschst. Dann mache ich der Sache eben auf die harte Tour ein Ende.“ Eine Veränderung ging in Lucretia vor und Tuomas konnte nur fassungslos mitansehen, wie ihr zierlicher, adretter Körper wuchs, ihre Schultern breiter wurden, die Hüfte schmaler, die Haare kürzer. Ihr Körper gleißte in weißem Licht. Tuomas musste die Augen abwenden.
„Was... zum...“ Tuomas wich zurück, als auf einmal ein hochgewachsener, junger Mann vor ihm stand, im weißen Anzug und schulterlangen, goldblonden Haaren. Sein Gesicht war so überirdisch schön, dass Tuomas am liebsten seine Faust darin versenkt hätte, um ihn ein wenig normaler aussehen zu lassen. „Wie hast du das gemacht?!“
„Eine ganz einfache Sache für einen Metamorph wie mich. Dies ist meine wahre Gestalt“, sagte Lucifer und fuhr sich mit einer Hand durch die langen Haare. „Verzeih, es dauert immer etwas, bis ich die Verwandlung ganz vollzogen habe. Die Kleidung ist das Problem. Um etwaige Verwirrung vorzubeugen, nenn mich Lucien.“
Tuomas traute seinen Ohren nicht. „Du willst mich umbringen und nimmst dir die Zeit, dich vorzustellen?“
„Es ist eine Frage des Stils. Etwas, was du nicht besitzt und dieser Amateur Sirius verzweifelt nachzuahmen versucht“, sagte Lucien amüsiert. „Also, können wir weitermachen?“
Tuomas fletschte die Zähne, als seine Hände Feuer fingen. Es knisterte bedrohlich in seinen Haaren. Aber ehe einer von ihnen angreifen konnte, begann Lucifers Erscheinung schon wieder zu flackern, wie schon bei ihrer ersten Begegnung.
Lucifer verdrehte genervt die Augen. „Sirius, du hast keine Chance gegen mich, und deine dummen kleinen Hinterhalte bringen dir gar nichts.“
„Solange sie dich davon abhalten, auf Sol loszugehen...“, sagte Sirius kühl und trat aus einer Gasse hervor. Er sah angespannt aus, die Hände waren zu Fäusten geballt, sein Gang war steif. Der Blick aus seinen farblosen Augen ruhte fest auf Lucifer. „Du scheinst es wirklich ernst zu meinen, wenn du dich hier in deiner normalen Gestalt zeigst, Lucifer.“
„Normal?“ Lucifer fegte mit seinen sauber manikürten Fingern ein paar Blütenblättern von seinem weißen, maßgeschneidertem Anzug. „Das hier ist nicht meine normale Gestalt, Sirius, das weißt du sehr gut.“ Er musterte Sirius mit einem amüsierten Lächeln, das keinen Zweifel daran ließ, wie überlegen er sich ihm fühlte. „Genauso wie bei dir. Die Bannsperre, die dich von normalem Gesocks abblockt, ist außergewöhnlich schlecht. Da macht selbst unsere unerwachte Hoheit Sol es besser.“ Er warf Tuomas, der noch immer in kampfbereiter Pose ihm gegenüber stand, einen kurzen Seitenblick zu. „Und ich werde mir den Spaß erlauben, und dich ein bisschen ärgern.“ Er breitete die Arme aus.
„Runter!“, schrie Sirius, und Tuomas warf sich instinktiv zu Boden und vergrub das Gesicht zwischen den Armen. Eine Explosion aus weißem Licht jagte über ihm hinweg, riss den ganzen Inhalt des Blumenladens, die Stühle und Tische der Cafés der näheren Umgebung und alle Fensterscheiben mit sich. Eine Bombge, die direkt neben einem explodierte, konnte kaum schlimmeren Schaden anrichten.
„Das war nur ein kleiner Vorgeschmack, Sirius!“, rief Lucifer, der inmitten des ganzen Durcheinanders stand und sich umsah. Tuomas lag noch immer auf dem Boden, halb verborgen hinter der losgerissenen Ladentheke. Sirius war verschwunden. Lucifer ging ein paar Schritte vor. Sol interessierte ihn nicht – ohne Sirius’ Hilfe war er eh nutzlos, denn ohne ihn hätte er keinen Führer mehr. Und ohne den blieb Sol trotz seiner Kräfte nahezu machtlos. Also galt es, Sirius auszuschalten; ein für alle Mal.
„Du bist nicht der hellste Stern am Himmel, Sirius. Ich bin noch immer der Morgenstern!“, rief Lucifer, streckte die Hand aus und jagte ein Bündel Lichtstrahlen auf ein Hochhaus zu seiner rechten, das wie Blitze über die graue Betonwand zuckte und tiefe Furchen hinterließ. Sie zitterten einen Moment lang wild hin und her, schienen aber dann ein Ziel gefunden zu haben. Wie eine Schar Raubtiere stoben sie alle hintereinander das Haus hinauf.
Tuomas lugte aus seinem halben Versteck hervor. Er konnte Sirius trotz seiner Tarnung sehr wohl erkennen und beobachtete, wie der senkrecht die Wand hinauflief. Tuomas erinnerte sich an Sirius’ Demonstration seiner Kräfte am Vorabend, und dass sie viel mehr erschaffend als vernichtend waren – er hatte Lucifer anscheinend nichts entgegen zu setzen.
Tuomas stieß leise einen Schwall Luft durch die Zähne, konzentrierte sich und schleuderte dann mit aller Kraft einen Energiestoß in Richtung der Blitze, die Sirius immer höher das Hochhaus hinauf jagten. Er wagte nicht, sein Feuer zu benutzen, aus Angst, Sirius auch zu treffen. Mit einem ordentlichen Windstoß allerdings konnte er Sirius schlimmstenfalls durch die Wand schlagen – was Tuomas’ Meinung nach nicht so schlimm war, wie ihn am lebendigen leib zu verbrennen.
Tuomas’ Angriff saß, die Blitze verloschen. In der Wand des Hochhauses blieb ein riesiger Krater zurück. Sirius war rechtzeitig abgesprungen, fiel im freien Fall, bis er wieder die Wand unter den Füßen hatte, rannte noch ein Stück und überschlug sich dann ein paar Mal, bis er Halt fand und an der Wand hocken blieb.
Lange, schwarze Haare flatterten wild im Wind. Schwarze Male zeigten sich auf Sirius’ Körper. Tuomas konnte selbst von seinem Standpunkt erkennen, dass sich über seine Wange lange Verzierungen rankten, über seinen Kiefer hinab zum Hals und verschwanden unter einer schweren Kette aus Silber. Auch an seinen Handgelenken klimperten grobe Ketten, deren Enden offenbar abgesprengt worden waren.
Lucifer lachte. „Das nenne ich eine normale Gestalt, Sirius! Die Fesseln stehen dir gut, du hättest angekettet bleiben sollen!“
„In der Tat, das hätte ich.“ Sirius ließ los und rutschte von der Wand auf den Boden. Seine Haare waren fast hüftlang und schimmerten in dem Licht, das Lucifer auszustrahlen schien. „Du wusstest, dass du mich befreien würdest, als du das Siegel brachtest.“
„meine Güte, du hast Recht.“ Lucifer rieb sich das Kinn und sah Sirius amüsiert an. „Es ist lange her, dass ich dich so gesehen habe... Sehr lange sogar.“
„Ich habe es nicht darauf angelegt, überhaupt noch einmal freizukommen, Lucifer.“ Sirius rieb sich über seine Handschellen. „Warum tust du all das? Du weißt, dass du unser aller Ende heraufbeschwörst?“
„Ihr denkt alle so egoistisch!“, empörte sich Lucifer und machte eine ausladende Geste. „Ihr denkt immer nur an euch. Hilfe, Hilfe, wir könnten alle draufgehen, tu einer was! Sol, rette uns!“, fügte er mit gespielt hoher Stimme hinzu. „Ihr pathetischen kleinen Würmer. Keiner von euch hat es jemals zu dem Weitblick gebracht, den ich habe.“
„Was bezweckst du?“, fragte Sirius wieder. „Warum haben wir damals das Chaos versiegelt, Lucifer? Erinnerst du dich nicht an den Bund und unseren Eid, es für immer verschlossen zu halten? Der Bund, für den ich mich bis in alle Ewigkeit in Ketten habe legen lassen?“
Lucifers süffisantes Lächeln kam zurück. „Du vergisst da etwas. Ich weiß, wie machtgeil du warst. Ein kleiner, unbedeutender Punkt am Himmel warst du, und du wolltest mehr. Du wolltest aufsteigen. So mächtig werden wie dein Freund Sol hier. Du hast dich schon immer an die Stärksten gehalten; Sol, Gäa, Mane. Dich für Sol zu opfern war nichts weiter als dein letzter, verdammter Versuch, dir Anerkennung zu kaufen. Und hey – immerhin bist du nun der hellste Stern am nächtlichen Himmel. Direkt hinter mir, versteht sich.“ Lucifer verschränkte die Arme und sah das erste Mal wieder zu Tuomas, der sich vor einiger Zeit schon aufgerappelt hatte und versuchte, all das einzuordnen. „Oh... Und da ist ja noch etwas.“ Lucifers Grinsen wuchs in die Breite. „Sol hat es nie erfahren... Nicht wahr? Du hast es vorzüglich vor ihm geheim gehalten.“
„Was?“, fragte Tuomas alarmiert.
„Nein!“, rief Sirius dazwischen. „Lucifer, das geht zu weit. Lass!“
„Was?“, fragte Tuomas wieder, diesmal strenger.
„Tja, tut mir Leid, der Überbringer einer solch fürchterlichen Nachricht zu sein, Sol“, sagte Lucifer mit gespieltem Bedauern. „Aber Sirius hat dir dein Mädchen ausgespannt.“
„Mein M-...“ Tuomas’ Blick wanderte zu Sirius, der sichtlich verzweifelt aussah. „So, so.“
„Sol, glaub ihm kein Wort“, sagte Sirius schwach.
„Wirfst du mir vor, ich würde lügen?“, fragte Lucifer voller Inbrunst. „Ich, der Reinste und Perfekteste von euch allen?“
„Es war anders!“, beschwor Sirius. „Bitte, Sol, ich werde dir alles erklären!“
Tuomas warf ihm einen bösen Blick zu und zündete sich dann eine Zigarette an. „Sei froh, dass ich mir nichts aus Frauen mache, Sirius, andernfalls wär ich wahrscheinlich sehr ungehalten.“ Dann wandte er sich Lucifer zu. „Wer war sie?“
Lucifer begann zu kichern. „Hat Sirius dir so wenig erzählt? Dein Mädchen war Gäa. Eine wunderschöne Frau, wenn du mich fragst. Sie haben sich alle nach ihr verzehrt... Jeder von ihnen wollte sie. Niemand konnte ihrem Blick und ihren Kräften widerstehen. Womöglich war sie stärker als du, Sol... Und seit deiner Versiegelung damals verschwunden. Gänzlich unauffindbar. Offenbar hält dein Bruder sie wirklich sehr gut verborgen.“
„Mein Bruder?“ Tuomas wäre beinahe die Zigarette aus dem Mundwinkel gefallen. Sirius rieb sich verloren über die Stirn.
Lucifer brach in anhaltendes Gelächter aus. Er fasste nach dem Pfeiler einer nahestehenden Straßenlaterne und stützte sich daran ab. „Sirius, du hast auf voller Länge versagt. Aber wirklich auf voller Länge.“ Er rieb sich über die Augen und strich sich die Haare glatt, kicherte leise. „Wisst ihr was, solange Sol noch nicht mal weiß, was wirklich damals passiert ist, lasse ich euch in Frieden.“ Er beugte sich vor. „Du kannst deinen Hass gegen mich... oder gegen Sirius schüren, Sol. Ich bin gespannt, wie du dich entscheidest.“ Er breitete die Arme aus. „Auf Sirius’ Seite bleibt dir nichts als die erneute Versiegelung. Auf meiner aber... Auf meiner winkt dir der vollkommene Neuanfang entgegen! Deine Entscheidung, Sol. Oh, und noch etwas“, fügte er hinzu, während sich sein Körper langsam wieder unter Ziehen und Zerren in den einer Frau verwandelte. „Ich habe niemals einen Keil zwischen dich und Gäa treiben wollen. Im Gegensatz zu deinem Wächter da.“ Lucifer warf Sirius ein abwertendes Lächeln zu. Dann flackerte Tuomas’ Bild vor Augen, und von einem Augenblick auf den anderen war Lucifer verschwunden – und die Welt wieder normal. Menschen mit Einkauftüten eilten an ihm vorbei und versperrten die Sicht auf Sirius. Das Hochhaus und das Blumengeschäft waren vollkommen unangetastet. Alles war normal, als sei nie etwas passiert.
Tuomas spürte, dass seine Hände zitterten. Er zog seine Zigarettenpackung aus der Hosentasche und wollte sich eine Zigarette anzünden, merkte aber, dass er schon eine im Mund hatte.
Sirius trat durch die Menge an ihn heran.
„Du hast mir noch einiges zu sagen, nehme ich an“, sagte Tuomas. Sirius nickte schweigend. „Warum hast du heute Nacht nicht alles erzählt?“
„Ich dachte, das würde für’s Erste reichen. Ich hatte wirklich vor, es dir zu sagen...“, sagte Sirius schuldbewusst.
„Auch, dass du meine Freundschaft zu deinem Vorteil genutzt und mir sogar meine Freundin ausgespannt hast?“, fragte Tuomas staubtrocken. Sirius wandte schuldbewusst den Blick ab. Tuomas inhalierte tief und blies den Zigarettenrauch dann langsam durch die Nase. Dann klopfte er Sirius auf die Schulter. „Egal. Ich kann mich eh nicht an sie erinnern. Was soll’s also. Komm jetzt, ich muss noch einkaufen.“
Sirius schenkte ihm ein dankbares Lächeln. Tuomas schob den Zigarettenstummel mit der Zunge von einem Mundwinkel in den anderen und erwiderte das Lächeln ein wenig.
Mitten unter all den Menschen stand er und sah hinauf in den Himmel.
Über ihm schien die Sonne.
Wird fortgesetzt.
Zu dem Teil hier will ich ordentlich Meinungen hören! Bezüglich der Kampfszene und der Logik et cetera. Vielen Dank. ^__^/
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[...]
Draußen hatte sich die Sonne wieder gegen die Wolken durchgesetzt und es war trotz der frühen Morgenstunde schon schwül vom verdampfenden Regen. Tuomas klopfte seine Hosentasche nach seiner Zigarettenpackung ab, zündete sich eine seiner Kippen mit einem kleinen Flämmchen, das seinen Zeigefinger umspielte, an und schlenderte dann die Straße entlang. Er wartete an der Straßenecke eine Weile auf die Straßenbahn, die um diese Uhrzeit brechend voll war, dennoch setzte sich niemand neben Tuomas, als er am Fenster saß, die Schläfe ein wenig an die Scheibe neben ihm gelehnt, und zusah, wie die Stadt an ihm vorbeirauschte.
In der Stadt war es für einen Werktag sehr voll, was wahrscheinlich daran lag, dass sich die einkaufswütige Gesellschaft erhoffte, dass es heute sonnig bleiben würde und man nicht irgendwann mit allen Einkäufen bepackt im Regen stünde.
Ein bitteres Grinsen verzog für einen Moment Tuomas’ Lippen, als er daran dachte, dass er das wahrscheinlich einrichten konnte, wenn Sirius mit all dem, was er erzählt hatte, recht hatte.
Er schlenderte weiter, unbemerkt von all den Passanten. Irgendwann jedoch merkte er auf. Hier war niemand mehr. Er schien der einzige zu sein, der noch auf den Straßen war. Er blickte sich verwirrt um. Weit und breit war kein Mensch zu sehen. Es war, als hätte jemand die Zeit angehalten und...
„Hallo, Sol.“
Tuomas fuhr herum und stolperte gleichzeitig rückwärts. Lucifer stand vor ihm und lächelte ihn aus ihrem wunderschönen, engelsgleichen Gesicht an. Ihr Blick und Lächeln waren arrogant und hassverzerrt.
„Du bist Lucifer“, sagte Tuomas und machte vorsichtshalber noch einen Schritt rückwärts. „Sirius hat mir von dir erzählt.“
„Oh, hat er endlich eingesehen, dass ich doch recht hatte?“ Lucifer ließ ein glockenhelles Lachen hören. „Der Dummkopf meinte doch wirklich, ich habe mich in dir geirrt. War es ihm wenigstens zum Sterben peinlich, sich noch in seinem besten Freund geirrt zu haben? Unnutzer Vollidiot!“ Tuomas sagte nichts. Lucifer lächelte und blieb stehen, wo sie war. „Übrigens bevorzuge ich, solange ich diese Gestalt trage, den Namen Lucretia. Menschen sind etwas verwirrt, eine Schönheit wie mich mit einem Männernamen anzureden. Und Lucifer ist auch so schrecklich veraltet. Macht es dir etwas aus, mich nicht so zu nennen?“
Tuomas starrte die junge Frau etwas irritiert an, fragte aber nicht nach. „Dafür, dass du meinen Tod willst, versuchst du erstaunlich wenig, mich umzubringen“, sagte er schließlich.
Lucretia lachte wieder. „Du willst also kämpfen? Gern!“
Tuomas hatte keine Chance, auf den Angriff zu reagieren. Ein peitschender Blitz zuckte und Tuomas wurde von einer Druckwelle erfasst und durch die Luft geschleudert. Er prallte mit voller Wucht durch die Fensterscheibe eines Blumenladens. Er konnte nichts mehr tun, außer schützend die Arme um den Kopf zu schlingen.
Er landete zwischen den Stiefmütterchen und Narzissen und ein Schauer von Glassplittern und Blütenblättern ging auf ihn nieder. Tuomas stöhnte und überprüfte schnell alle Extremitäten und Organe auf Verletzungen. Noch schien alles in Ordnung, ein paar Schnittwunden hatte er von der Glasscheibe davongetragen, nichts Ernstes, aber da stand Lucretia schon wieder neben ihm.
„Du bist ein Störfaktor, Sol“, sagte sie kalt. Ihre Augen stachen wie Eis. „Wehr dich nicht, das macht es uns beiden einfacher.“
„Ich denk nicht dran!“ Tuomas rollte sich zur Seite, breitete gleichzeitig einen Luftschild um sich aus, um etwaige Angriffe vorzubeugen und kam mit einigem Sicherheitsabstand zu Lucifer wieder auf die Beine.
„Hätte mich auch gewundert. Wie du wünschst. Dann mache ich der Sache eben auf die harte Tour ein Ende.“ Eine Veränderung ging in Lucretia vor und Tuomas konnte nur fassungslos mitansehen, wie ihr zierlicher, adretter Körper wuchs, ihre Schultern breiter wurden, die Hüfte schmaler, die Haare kürzer. Ihr Körper gleißte in weißem Licht. Tuomas musste die Augen abwenden.
„Was... zum...“ Tuomas wich zurück, als auf einmal ein hochgewachsener, junger Mann vor ihm stand, im weißen Anzug und schulterlangen, goldblonden Haaren. Sein Gesicht war so überirdisch schön, dass Tuomas am liebsten seine Faust darin versenkt hätte, um ihn ein wenig normaler aussehen zu lassen. „Wie hast du das gemacht?!“
„Eine ganz einfache Sache für einen Metamorph wie mich. Dies ist meine wahre Gestalt“, sagte Lucifer und fuhr sich mit einer Hand durch die langen Haare. „Verzeih, es dauert immer etwas, bis ich die Verwandlung ganz vollzogen habe. Die Kleidung ist das Problem. Um etwaige Verwirrung vorzubeugen, nenn mich Lucien.“
Tuomas traute seinen Ohren nicht. „Du willst mich umbringen und nimmst dir die Zeit, dich vorzustellen?“
„Es ist eine Frage des Stils. Etwas, was du nicht besitzt und dieser Amateur Sirius verzweifelt nachzuahmen versucht“, sagte Lucien amüsiert. „Also, können wir weitermachen?“
Tuomas fletschte die Zähne, als seine Hände Feuer fingen. Es knisterte bedrohlich in seinen Haaren. Aber ehe einer von ihnen angreifen konnte, begann Lucifers Erscheinung schon wieder zu flackern, wie schon bei ihrer ersten Begegnung.
Lucifer verdrehte genervt die Augen. „Sirius, du hast keine Chance gegen mich, und deine dummen kleinen Hinterhalte bringen dir gar nichts.“
„Solange sie dich davon abhalten, auf Sol loszugehen...“, sagte Sirius kühl und trat aus einer Gasse hervor. Er sah angespannt aus, die Hände waren zu Fäusten geballt, sein Gang war steif. Der Blick aus seinen farblosen Augen ruhte fest auf Lucifer. „Du scheinst es wirklich ernst zu meinen, wenn du dich hier in deiner normalen Gestalt zeigst, Lucifer.“
„Normal?“ Lucifer fegte mit seinen sauber manikürten Fingern ein paar Blütenblättern von seinem weißen, maßgeschneidertem Anzug. „Das hier ist nicht meine normale Gestalt, Sirius, das weißt du sehr gut.“ Er musterte Sirius mit einem amüsierten Lächeln, das keinen Zweifel daran ließ, wie überlegen er sich ihm fühlte. „Genauso wie bei dir. Die Bannsperre, die dich von normalem Gesocks abblockt, ist außergewöhnlich schlecht. Da macht selbst unsere unerwachte Hoheit Sol es besser.“ Er warf Tuomas, der noch immer in kampfbereiter Pose ihm gegenüber stand, einen kurzen Seitenblick zu. „Und ich werde mir den Spaß erlauben, und dich ein bisschen ärgern.“ Er breitete die Arme aus.
„Runter!“, schrie Sirius, und Tuomas warf sich instinktiv zu Boden und vergrub das Gesicht zwischen den Armen. Eine Explosion aus weißem Licht jagte über ihm hinweg, riss den ganzen Inhalt des Blumenladens, die Stühle und Tische der Cafés der näheren Umgebung und alle Fensterscheiben mit sich. Eine Bombge, die direkt neben einem explodierte, konnte kaum schlimmeren Schaden anrichten.
„Das war nur ein kleiner Vorgeschmack, Sirius!“, rief Lucifer, der inmitten des ganzen Durcheinanders stand und sich umsah. Tuomas lag noch immer auf dem Boden, halb verborgen hinter der losgerissenen Ladentheke. Sirius war verschwunden. Lucifer ging ein paar Schritte vor. Sol interessierte ihn nicht – ohne Sirius’ Hilfe war er eh nutzlos, denn ohne ihn hätte er keinen Führer mehr. Und ohne den blieb Sol trotz seiner Kräfte nahezu machtlos. Also galt es, Sirius auszuschalten; ein für alle Mal.
„Du bist nicht der hellste Stern am Himmel, Sirius. Ich bin noch immer der Morgenstern!“, rief Lucifer, streckte die Hand aus und jagte ein Bündel Lichtstrahlen auf ein Hochhaus zu seiner rechten, das wie Blitze über die graue Betonwand zuckte und tiefe Furchen hinterließ. Sie zitterten einen Moment lang wild hin und her, schienen aber dann ein Ziel gefunden zu haben. Wie eine Schar Raubtiere stoben sie alle hintereinander das Haus hinauf.
Tuomas lugte aus seinem halben Versteck hervor. Er konnte Sirius trotz seiner Tarnung sehr wohl erkennen und beobachtete, wie der senkrecht die Wand hinauflief. Tuomas erinnerte sich an Sirius’ Demonstration seiner Kräfte am Vorabend, und dass sie viel mehr erschaffend als vernichtend waren – er hatte Lucifer anscheinend nichts entgegen zu setzen.
Tuomas stieß leise einen Schwall Luft durch die Zähne, konzentrierte sich und schleuderte dann mit aller Kraft einen Energiestoß in Richtung der Blitze, die Sirius immer höher das Hochhaus hinauf jagten. Er wagte nicht, sein Feuer zu benutzen, aus Angst, Sirius auch zu treffen. Mit einem ordentlichen Windstoß allerdings konnte er Sirius schlimmstenfalls durch die Wand schlagen – was Tuomas’ Meinung nach nicht so schlimm war, wie ihn am lebendigen leib zu verbrennen.
Tuomas’ Angriff saß, die Blitze verloschen. In der Wand des Hochhauses blieb ein riesiger Krater zurück. Sirius war rechtzeitig abgesprungen, fiel im freien Fall, bis er wieder die Wand unter den Füßen hatte, rannte noch ein Stück und überschlug sich dann ein paar Mal, bis er Halt fand und an der Wand hocken blieb.
Lange, schwarze Haare flatterten wild im Wind. Schwarze Male zeigten sich auf Sirius’ Körper. Tuomas konnte selbst von seinem Standpunkt erkennen, dass sich über seine Wange lange Verzierungen rankten, über seinen Kiefer hinab zum Hals und verschwanden unter einer schweren Kette aus Silber. Auch an seinen Handgelenken klimperten grobe Ketten, deren Enden offenbar abgesprengt worden waren.
Lucifer lachte. „Das nenne ich eine normale Gestalt, Sirius! Die Fesseln stehen dir gut, du hättest angekettet bleiben sollen!“
„In der Tat, das hätte ich.“ Sirius ließ los und rutschte von der Wand auf den Boden. Seine Haare waren fast hüftlang und schimmerten in dem Licht, das Lucifer auszustrahlen schien. „Du wusstest, dass du mich befreien würdest, als du das Siegel brachtest.“
„meine Güte, du hast Recht.“ Lucifer rieb sich das Kinn und sah Sirius amüsiert an. „Es ist lange her, dass ich dich so gesehen habe... Sehr lange sogar.“
„Ich habe es nicht darauf angelegt, überhaupt noch einmal freizukommen, Lucifer.“ Sirius rieb sich über seine Handschellen. „Warum tust du all das? Du weißt, dass du unser aller Ende heraufbeschwörst?“
„Ihr denkt alle so egoistisch!“, empörte sich Lucifer und machte eine ausladende Geste. „Ihr denkt immer nur an euch. Hilfe, Hilfe, wir könnten alle draufgehen, tu einer was! Sol, rette uns!“, fügte er mit gespielt hoher Stimme hinzu. „Ihr pathetischen kleinen Würmer. Keiner von euch hat es jemals zu dem Weitblick gebracht, den ich habe.“
„Was bezweckst du?“, fragte Sirius wieder. „Warum haben wir damals das Chaos versiegelt, Lucifer? Erinnerst du dich nicht an den Bund und unseren Eid, es für immer verschlossen zu halten? Der Bund, für den ich mich bis in alle Ewigkeit in Ketten habe legen lassen?“
Lucifers süffisantes Lächeln kam zurück. „Du vergisst da etwas. Ich weiß, wie machtgeil du warst. Ein kleiner, unbedeutender Punkt am Himmel warst du, und du wolltest mehr. Du wolltest aufsteigen. So mächtig werden wie dein Freund Sol hier. Du hast dich schon immer an die Stärksten gehalten; Sol, Gäa, Mane. Dich für Sol zu opfern war nichts weiter als dein letzter, verdammter Versuch, dir Anerkennung zu kaufen. Und hey – immerhin bist du nun der hellste Stern am nächtlichen Himmel. Direkt hinter mir, versteht sich.“ Lucifer verschränkte die Arme und sah das erste Mal wieder zu Tuomas, der sich vor einiger Zeit schon aufgerappelt hatte und versuchte, all das einzuordnen. „Oh... Und da ist ja noch etwas.“ Lucifers Grinsen wuchs in die Breite. „Sol hat es nie erfahren... Nicht wahr? Du hast es vorzüglich vor ihm geheim gehalten.“
„Was?“, fragte Tuomas alarmiert.
„Nein!“, rief Sirius dazwischen. „Lucifer, das geht zu weit. Lass!“
„Was?“, fragte Tuomas wieder, diesmal strenger.
„Tja, tut mir Leid, der Überbringer einer solch fürchterlichen Nachricht zu sein, Sol“, sagte Lucifer mit gespieltem Bedauern. „Aber Sirius hat dir dein Mädchen ausgespannt.“
„Mein M-...“ Tuomas’ Blick wanderte zu Sirius, der sichtlich verzweifelt aussah. „So, so.“
„Sol, glaub ihm kein Wort“, sagte Sirius schwach.
„Wirfst du mir vor, ich würde lügen?“, fragte Lucifer voller Inbrunst. „Ich, der Reinste und Perfekteste von euch allen?“
„Es war anders!“, beschwor Sirius. „Bitte, Sol, ich werde dir alles erklären!“
Tuomas warf ihm einen bösen Blick zu und zündete sich dann eine Zigarette an. „Sei froh, dass ich mir nichts aus Frauen mache, Sirius, andernfalls wär ich wahrscheinlich sehr ungehalten.“ Dann wandte er sich Lucifer zu. „Wer war sie?“
Lucifer begann zu kichern. „Hat Sirius dir so wenig erzählt? Dein Mädchen war Gäa. Eine wunderschöne Frau, wenn du mich fragst. Sie haben sich alle nach ihr verzehrt... Jeder von ihnen wollte sie. Niemand konnte ihrem Blick und ihren Kräften widerstehen. Womöglich war sie stärker als du, Sol... Und seit deiner Versiegelung damals verschwunden. Gänzlich unauffindbar. Offenbar hält dein Bruder sie wirklich sehr gut verborgen.“
„Mein Bruder?“ Tuomas wäre beinahe die Zigarette aus dem Mundwinkel gefallen. Sirius rieb sich verloren über die Stirn.
Lucifer brach in anhaltendes Gelächter aus. Er fasste nach dem Pfeiler einer nahestehenden Straßenlaterne und stützte sich daran ab. „Sirius, du hast auf voller Länge versagt. Aber wirklich auf voller Länge.“ Er rieb sich über die Augen und strich sich die Haare glatt, kicherte leise. „Wisst ihr was, solange Sol noch nicht mal weiß, was wirklich damals passiert ist, lasse ich euch in Frieden.“ Er beugte sich vor. „Du kannst deinen Hass gegen mich... oder gegen Sirius schüren, Sol. Ich bin gespannt, wie du dich entscheidest.“ Er breitete die Arme aus. „Auf Sirius’ Seite bleibt dir nichts als die erneute Versiegelung. Auf meiner aber... Auf meiner winkt dir der vollkommene Neuanfang entgegen! Deine Entscheidung, Sol. Oh, und noch etwas“, fügte er hinzu, während sich sein Körper langsam wieder unter Ziehen und Zerren in den einer Frau verwandelte. „Ich habe niemals einen Keil zwischen dich und Gäa treiben wollen. Im Gegensatz zu deinem Wächter da.“ Lucifer warf Sirius ein abwertendes Lächeln zu. Dann flackerte Tuomas’ Bild vor Augen, und von einem Augenblick auf den anderen war Lucifer verschwunden – und die Welt wieder normal. Menschen mit Einkauftüten eilten an ihm vorbei und versperrten die Sicht auf Sirius. Das Hochhaus und das Blumengeschäft waren vollkommen unangetastet. Alles war normal, als sei nie etwas passiert.
Tuomas spürte, dass seine Hände zitterten. Er zog seine Zigarettenpackung aus der Hosentasche und wollte sich eine Zigarette anzünden, merkte aber, dass er schon eine im Mund hatte.
Sirius trat durch die Menge an ihn heran.
„Du hast mir noch einiges zu sagen, nehme ich an“, sagte Tuomas. Sirius nickte schweigend. „Warum hast du heute Nacht nicht alles erzählt?“
„Ich dachte, das würde für’s Erste reichen. Ich hatte wirklich vor, es dir zu sagen...“, sagte Sirius schuldbewusst.
„Auch, dass du meine Freundschaft zu deinem Vorteil genutzt und mir sogar meine Freundin ausgespannt hast?“, fragte Tuomas staubtrocken. Sirius wandte schuldbewusst den Blick ab. Tuomas inhalierte tief und blies den Zigarettenrauch dann langsam durch die Nase. Dann klopfte er Sirius auf die Schulter. „Egal. Ich kann mich eh nicht an sie erinnern. Was soll’s also. Komm jetzt, ich muss noch einkaufen.“
Sirius schenkte ihm ein dankbares Lächeln. Tuomas schob den Zigarettenstummel mit der Zunge von einem Mundwinkel in den anderen und erwiderte das Lächeln ein wenig.
Mitten unter all den Menschen stand er und sah hinauf in den Himmel.
Über ihm schien die Sonne.
Wird fortgesetzt.
Zu dem Teil hier will ich ordentlich Meinungen hören! Bezüglich der Kampfszene und der Logik et cetera. Vielen Dank. ^__^/
⁂ Næhmachinery
Premonitions in the rising wind; tonight the stars will fall.
The world in a cyclone, pouring out.
No escape, but hey, who cares? Just go with the flow.
The world in a cyclone, pouring out.
No escape, but hey, who cares? Just go with the flow.
Mehr. oo
Zeig dich! Sonst muss ich P42 posten, ohne dass du betalesen konntest. xD
) also, weiter