Welche Buecher lest ihr momentan?

    • Original von Senfsamen
      Ich hätte spontan große Lust, mal wieder ein paar weitere Bücher von Gaiman zu lesen. Spontan fallen mir Sternwanderer (welches wohl auch verfilmt worden ist, aber - soweit ich es gehört habe - auch in den Bereich "abgelutschten Elfen- Zwergen- und Orkkram" (um beim Thema zu bleiben xD) zu zählen ist, welcher mich wenig bis garnicht interressiert)


      Ein bißchen off topic, aber definitiv kann ich dir so was von widersprechen, was Sternwanderer angeht!
      Keinerlei ausgelutschte Sachen, sondern ein richtig schöner Fantasy Film, witzig und klasse gemacht, mit tollen Darstellern (Michelle Pfeiffer als Lamia ist der Hammer) und viel Humor (Ich sage nur, Captain Shakespear! XD)... der Film ist total sehenswert und es kommt kein Elf, kein Zwerg und kein Ork drin vor XD
    • Original von Senfsamen
      Naja, wie bereits an anderer Stelle erwähnt habe ich mich kürzlich erneut an die Lektüre von Neil Gaimans Coraline gesetzt - ich merke mal wieder, dass ich mir viel zu selten Zeit zum Lesen nehme, da dies - wenn man von diversen Wälzern, die ich im Rahmen von Hausarbeiten u.ä. durcharbeite - seit MacBest von Terry Pratchet und Mängelexemplar von Sarah Kuttner das erste Buch gewesen sein, dass ich in meiner Freizeit angerührt habe. Traurig, das.

      This. Ich habe mir letztes Jahr zum Einzug Making Money von Pterry gekauft und es bis heute nicht durch. (Aber immerhin hab ich angefangen.)

      Momentan nehm ich mir wieder etwas mehr Zeit zum Lesen, und so habe ich momentan "Charlie Hotel Oskar Kilo" von Maisse Njor und Camilla Stockmann auf dem Nachttisch liegen -- die dänische Nummer eins momentan. Ein Briefwechsel zweier junger Frauen. Ich... bin aber erst auf Seite 10, weil dänische Gegenwartsliteratur für jemanden, der die Sprache erst seit einem halben Jahr lernt, doch etwas zu heftig ist. Vor allem LESE ich das Buch vor allem und VERSTEHE es nicht... die, die freiwillig Fremdsprachen lernen, werden wohl wissen, was ich meine. :/

      Als Kontrast dazu hab ich heute einen Klassiker angefangen -- ich liebe es, mir Bücher aus der "Bibliothek" meiner Eltern zu stibizen, da findet sich einfach alles.
      Also, "Betty Blue -- 37°2 am Morgen" von Philippe Djian. Die deutsche Übersetzung hat mich anfangs etwas irritiert, aber ich bin jetzt im fünften Kapitel und ich liebe es. Ein unglaublich jugendlicher, frecher Roman, der seinen erwachsenen Ton nicht verliert. Betty erinnert mich an mich, manchmal, sowas ist natürlich sehr fesselnd. (Das klingt, als würd ich Frauenliteratur rezensieren, würg. xD; *ist bekennender Gegner von typischer Frauenliteratur*)
      Wo wir davon reden, ich hab eh nichts besseres zu tun. *Buch aufschlag*
      Næhmachinery
      Premonitions in the rising wind; tonight the stars will fall.
      The world in a cyclone, pouring out.
      No escape, but hey, who cares? Just go with the flow.
    • Original von Laures
      Ein bißchen off topic, aber definitiv kann ich dir so was von widersprechen, was Sternwanderer angeht!
      Keinerlei ausgelutschte Sachen, sondern ein richtig schöner Fantasy Film, witzig und klasse gemacht, mit tollen Darstellern (Michelle Pfeiffer als Lamia ist der Hammer) und viel Humor (Ich sage nur, Captain Shakespear! XD)... der Film ist total sehenswert und es kommt kein Elf, kein Zwerg und kein Ork drin vor XD

      Da muss ich Laures beipflichten -- der Film ist absolut super und hat eine absolut phantastische Erzählweise, die ihresgleichen sucht. Das ist von den Herr der Ringe-Verfilmungen und dem ganzen gegenwärtigen Trittbrettfahrer-Fantasy-Müll in jeglicher Hinsicht meilenweit entfernt.

      Ich für meinen Teil lese zurzeit mal wieder meine ganzen alten LTB-Ausgaben. xDv
      ("...der wie andere Schiller und Goethe Donald Duck zitiert." ;3)

      dead girls dry each others eyes
      and pretend for a while
      that we're still alive.


      ________

      Twitter | DIE BASIS
    • Nachdem ich mich durch biss ans Ende der Nacht gequält habe (Gott, was das scheiße xD), kann ich endlich mit den neuntausend interessanten Sachen anfangen, die ich von meiner Tante bekommen habe. Die hat mir nämlich ziemlich viele Bücher geschenkt o_o.

      Darunter So ziemlich alles an wichtigen und unwichtigen Märchenbüchern, 'ne Sammlung von Edgar Allen Poe, mehr Märchenbücher (<3 :'o), diverse Bände mit Sagen und Legenden und eine Sammlung von deutschen Volksbüchern.

      Und Mary Poppins, das lese ich gerade xD. Habe erst ein paar Seiten gelsen, aber ich mag's schon sehr. Ziemlich süß geschrieben, finde ich :3. Werde es wohl schnell durchhaben, es ist ja auch recht kurz, dann werde ich mich durch den Rest meines nun vollen Regales kämpfen xD.
    • Ich stehe endlich davor Aufstieg des Horus von Dan Abnett zu beenden (Warhammer-Lizenzliteratur und der erste Band der Bruderkriegs-Trilogie). Das Buch war anfangs sehr zäh, aber mit der Zeit wurde es richtig gut, besonders eine bestimmte Szene finde ich rückblickend ziemlich enorm.

      Band 2 liegt schon griffbereit, mal sehen ob ich heute noch damit anfangen kann.
    • Ich re-lese momenten Feuchtgebiete" von Charlotte Roche und ich bleibe bei meinem Urteil: Ein unglaublich gutes Buch. Mir tut es fast ein bisschen leid, dass sie so zwanghaft provozieren muss, das hätte oft nicht sein müssen.
      Dann wiederum hat sie diese Provokation aber so dermaßen gut in das Buch gepackt, dass es auch wieder passt...
      Das Buch hat nicht mehr diesen unglaublichen Einschlag in mein Leben wie letztes Jahr (es hat, im wahrsten Sinne des Wortes, mein Leben verändert), aber nach wie vor lese ich es unglaublich gern. Auch wenn's teuer war für die läppschen 200 Seiten, das geld war es wirklich wert -- und das ist das wenigste, was heute im Buchladen steht.

      Oh, und das andere war zwar an einem Tag durchgelesen, aber sosososo toll.
      "sag was" von flix. Ich mag flix' Zeichenstil sehr gern und die Geschichte war, wie für flix typisch, sehr rührend und alltagsphilosophisch erzählt. An mehreren Stellen hätte ich fast geheult.
      Deutscher Comic ist eben doch gut.
      Næhmachinery
      Premonitions in the rising wind; tonight the stars will fall.
      The world in a cyclone, pouring out.
      No escape, but hey, who cares? Just go with the flow.
    • Wem was an einem Stück japanischer Kultur liegt, dem möchte ich Die Geisha / Memoirs of a Geisha von Arthur Golden nahe legen. Auf diesem Roman beruht der gleichnamige Hollywood-Film, aber wie üblich ist die Buchvorlage überlegen. Es ist sehr angenehm und stimmungsvoll geschrieben, ich kann es also bedenkenlos weiterempfehlen.
    • ich hab jetz gerade angefangen die Solmser Geschichte zu lesen. Die Geschichte meiner Heimatstadt. Die Geschichte reicht bis 600 000 vor Christus zurück. Von da waren die ersten Funde, die auf Bevölkerung hinweisen. Sind 3 Bände mit jeweils ca 350 Seiten. Ich hab die von meiner Oma zum Geburtstag geschenkt bekommen. Naja. Egal. Ist jedenfalls sehr interessant.


      11.11.11
    • Da ich jetzt endlich mit meiner Hausarbeit fertig bin (für die ich wieder haufenweise Bücher mit tollen Titeln wie Matisse. Meister der Farbe oder Henri Matisse: Gemälde & Plastiken in den Museen der Sowjet-Union lesen durfte, nicht zuletzt mein heißgeliebtes Knaurs Lexikon Malerei & Grafik), kann ich mich jetzt wieder dem Konsum richtiger Bücher widmen.

      Also. Ich hab mir ja jetzt mal das oft angepriesene Fleisch ist mein Gemüse von Heinz Strunk zu Gemüs... ähm, Gemüte geführt, weil es mir von einer Freundin zugespielt wurde. Der Untertitel "Eine Landjugend mit Musik" verrät eigentlich schon alles, was einem erwartet: Die semibiographische/ -ironische Aufbereitung einer desolaten Jugend als nerdiger, verpickelter, depressiver, glücksspielsüchtiger, sexuell frustrierter Amateurmusiker einer drittklassigen Tanzmusikband namens Tiffanys in der norddeutschen Provinz. Im Prinzip fand ich's recht witzig usw, wie der Protagonist über sein furchtbares Leben und das obskure Millieu, in dem er sich bewegt, berichtet (die Mutter war mit ihrem übertrieben Hang zur Selbstbeschuldigung ja irgendwie mein geheimer Favorit. Ich bin eine Mörderin, Heinz. Ich wollte dich abtreiben lassen, und das hier ist jetzt meine gerechte Strafe, ich komme in die Hölle!), aber der literarisch-komödiastische Over-Burner, als der das Buch immer dargestellt wird, war's jetzt echt nicht. Zumal ich ja die Hörbuchvariante hatte, was insofern eine Rolle spielt, dass Strunk die ganzen alten Schlagerkamellen, die seine Band spielen musste, ansingen zu müssen meint. Das war bei den ersten fünf Liedern noch ganz lustig, geht einen aber gerade in den längeren Kapiteln, die die Musikabende der Band beschreiben, tierisch auf den Keks.
      Mein Urteil: Recht nettes, lustiges Buch mit mäßigem Re-Read(bzw Hör-)-Faktor. Ich geh jetzt mal einfach davon aus, dass sich die Popularität insofern erklären lässt, dass der Otto Normaldeutsche es augenscheinlich liebt, sich in Schadenfreude zu suhlen. ;)

      Da ich jetzt ja auch wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich wohl demnächst die Lektüre von Wir Sind Helden. Informationen zu Touren und andere Einzelheiten fortsetzen. Ich finde das Buch recht interessant und witzig geschrieben, 's ist halt ne Aufarbeitung bzw Sammlung der Tour-Tagebücher der Band, wie sie auf der Internetseite der Band erschienen sind, die halt nachträglich mit allerlei Kommentaren und Background-Wissen von der Band aufbereitet worden sind. Insofern interessant für Fans, weil man die Bandgeschichte vom ersten Aufeinandertreffen in einem Workshop für Populärmusik über erste Aufnahmen bis zum eintretenden Erfolg usw usw usw erfolgt und dabei immer wieder lustige Anekdoten serviert bekommt (Wären die Helden je populär geworden, wenn sich die Ärzte Ende der 80er nicht zeitweilig aufgelöst hätten? Warum behaupteten die Helden, der Name der Band El*ke wäre auf sie zurückzuführen? Was hat das erste Helden-Album mit Tori Amos und Karl Dall gemein? Was hat es mit Judiths Trampolin-Tick auf sich?)
      Nicht zuletzt fällt positiv auf, dass auf jedwedige Selbstbeweihräucherung und Standardsätze à la "Unser großer Traum war es immer, auf der Bühne zu stehen", "Dieses Buch ist nur für euch Fans, ohne euch wären wir nie da, wo wir jetzt sind" etc verzichtet und nicht zuletzt gehörig selbstironisch geschrieben ist. Fans der Band würde ich auf jeden Fall raten, mal reinzuschauen. :)

      Hm. Mir fällt auf, ich lese z.Z. irgendwie nur zweitklassige Populär- und Musikliteratur, kann das sein? Naja, ich denk mir, dass es nichts bringt, sich dazu zwingen zu wollen, Hesse, Kafka oder Brecht zu lesen/ zu mögen, nur um sich selbst und anderen zu beweisen, wie elitär und intellektuell bewandert man ist. Früher war ich eher so drauf wie: "Das Buch soll ja tierisch gut sein, zwing dich mal, das Buch bis zum Ende lesen, auch wenn's dich gerade ziemlich langweilt. Einfach damit du's mal gelesen hast.", aus der Phase bin ich inwischen irgendwie raus. xD

      Let's get out of here while there's still time to walk. Running for your life is SO geeky.
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    • Habe jetzt Die Legenden der Albae: Gerechter Zorn von Markus Heitz durch. Der Roman spielt im gleichen Universum wie seine Zwergen-Reihe, aber diesmal entsprechend mit Fokus auf die Albae. Folglich wird hier wieder etwas mehr die 'Faszination des Bösen' beleuchtet, was ich prinzipiell auch sehr interessant finde. Ansonsten ist es halt der typische Heitz-Stil: Wer seine bisherigen Werke mochte, wird auch dieses Buch mögen. Ich habe nur zu beanstanden, dass es der Story mittendrin etwas an Zielstrebigkeit fehlt und dass am Ende immernoch lose Fäden vorhanden sind. Aber im Gegenzug zum 1. Zwergen-Roman scheinen hier von vorneherein mehrere Bände geplant zu sein.

      Des Weiteren scheint nun schon ein paar Wochen zu früh der neue Band der Elfen-Reihe von Bernhard Hennen, Elfenkönigin, erhältlich zu sein. An selbigen werde ich mich auch demnächst gleich ransetzen.
    • Ich habe gestern mit "1984" von George Orwell angefangen, und bin nach einer schlaflosen Nacht(sind ja eh Ferien) schon fast mit dem Buch durch.
      Es geht um einen Staat, der seine Bürger die ganze Zeit spioniert (so wie Schäuble das will), und schickt sie wegen kleinster Kleinigkeiten ins Arbeitslager.
      Die Bürger können bzw. wollen nicht rebellieren, da sie ständig Propaganda eingeflötet wird, und ihr Staat sich (laut der Parteiführung) im Krieg befindet.
      Ein Parteimitglied namens Winston aber erlebt es, in Freiheit zu leben, und versucht zu rebellieren.
      Das Buch erzählt eindrucksvoll, was uns im Überwachungsstaat bevorstehen könnte. Ich finde es auch genial, wie der Autor die Situation und "die Partei" und ihre Ideologie beschreibt.

      Morgen werde ich mit "Farm der Tiere" vom selben Autor anfangen.