Träume

    • Selbstverständlich bist du ein Mensch unter vielen. Das bin ich auch und mir dessen bewusst. Woran liegt es also, dass ich Gedanken dieser Art beiseite gelegt habe? Es liegt an einem Begriff, den du eingeworfen hast: Sinn.
      Das Leben gibt dir selbstverständlich keinerlei höheren Sinn vor. Natürlich erfindet die Gesellschaft um dich herum viel dazu, du sollst erfolgreich sein, gutaussehend und was nicht sonst noch alles. Aber das ist transzendent. Es geht darum, dass DU den Sinn findest. Keinen universellen, sondern einen, der nur für dich allein gilt, dem du dich verpflichtest.

      Wenn du keinen Sinn darin siehst, liegt das daran, dass du für dich noch keinen solchen gefunden hast. Da ist es an dir, ihn zu suchen oder, besser gesagt, dich von ihm finden zu lassen. Denn in den meisten Fällen passiert es, wenn man am wenigsten damit rechnet.
      Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich meinen "Sinn" gefunden habe. Und bin mir sicher, dass jeder es mit einer gewissen Hartnäckigkeit schaffen kann. Finito.

      Falls du dazu noch etwas sagen möchtest, nehme ich gerne PNs entgegen. Aber dieser Thread ist nicht dafür da.

      dead girls dry each others eyes
      and pretend for a while
      that we're still alive.


      ________

      Twitter | DIE BASIS
    • Original von Silver The Shadow
      ICh hasse mich, weil ich ich niemanden anderen hassen will. Dieser Hass
      gilt nur für mich, weil ich nichts auf die reihe bringe, weil ich andere zu
      oft entteuscht habe. Und ich komme mit meinen Leben zurecht Sirius,
      das Problem ist ich sehe keinen sin darin. Was nützt es wenn ich gut in
      der Schule bin, wenn ich einen guten Job habe, was nützt es wenn eh
      alles vergeht. Ich bin nur einer von Millionen Menschen, was bringt es
      wenn ich lebe? Ein Mensch weniger, wen interresiert das? Ich glaube
      keiner in diesen Forum interresiert es ob ich lebe. Ich könnte jederzeit
      aus dem Fenster hinter mir springen, aber warum mache ich das nicht?
      Das ist die Frage hier. WARUM?!?!?!?



      weil du noch ein fünkchen ehre im leib hast, das dir sagt, dass du dir damit jeden chance nehmen würdest, die antwort auf diese frage zu finden. du bist da wieder jeder andere der millionen auch da ist, du hast lediglich für dich noch keinen sinn dahinter entdeckt - dh entweder du gibst feige auf oder du gehst noch ein stück weils eh egal ist, bis es eben nicht mehr egal ist.

      mit träumen hat das aber nun nichts mehr zu tun. dein traum zeigt dir lediglich dein problem auf, damit du dich auf die socken machst um es zu lösen.
      Geistreiche Zitate einer geistreichen Zeit #39


      Lem: ihr iq war 75
      mechanicbird: omg
      mechanicbird: woher weißt du das überhaupt? xD
      Lem: hat sie mal erzählt
      mechanicbird: sowas erzählt man doch nicht öffentlich...
      Lem: tja nur wenn man dumm ist
      mechanicbird: xD
      Lem: LMAO
      mechanicbird: HAHAHAHA
      mechanicbird: oh mann, shit xDDDDD

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    • [Blockierte Grafik: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/13/M1911a1.jpg]

      Hier, der Ausweg... oder änder was. Geh raus in die Welt. Schnupper die Luft. Stell dich in den Regen. Setz dich in die Sonne, trink n Bier, denk über dich nach. Probleme sind dazu da, um sie zu lösen. Das schaffst auch du, vllt nicht alleine, aber mit Hilfe sicher. Mit Familie, Freunden, oder speziellen Leuten.
    • Original von Silver The Shadow
      ICh hasse mich, weil ich ich niemanden anderen hassen will. Dieser Hass
      gilt nur für mich, weil ich nichts auf die reihe bringe, weil ich andere zu
      oft entteuscht habe. Und ich komme mit meinen Leben zurecht Sirius,
      das Problem ist ich sehe keinen sin darin. Was nützt es wenn ich gut in
      der Schule bin, wenn ich einen guten Job habe, was nützt es wenn eh
      alles vergeht. Ich bin nur einer von Millionen Menschen, was bringt es
      wenn ich lebe? Ein Mensch weniger, wen interresiert das? Ich glaube
      keiner in diesen Forum interresiert es ob ich lebe. Ich könnte jederzeit
      aus dem Fenster hinter mir springen, aber warum mache ich das nicht?
      Das ist die Frage hier. WARUM?!?!?!?

      Es würde hier bis auf deine Freunde mit Sicherheit niemanden stören. Ich jedenfalls kenne dich nicht und es würde mir nicht auffallen, wenn du weg wärst.
      Ich kenne deinen Gedankengang ein wenig - ich habe mich auch schon gefragt, warum ich mich nicht einfach umbringe, wenn ich doch eher umweltschädlich bin und für die Menschheit verzichtbar, wieso ich mich mit dem Leben herumärgere, wenn es doch eigentlich absolut sinnlos ist.
      Für mich war die Lösung dieses Problems: Scheiß drauf! Ja, das Leben ist sinnlos und eigentlich könnte man sich einfach umbringen, aber mein Selbsterhaltungstrieb sowie ein paar nette chemische Vorgänge, die mir unterbewusst erstrebenswerte Dinge vorgeben, halten mich davon ab. Dass das Leben sinnlos ist, macht doch nichts, wieso sollte es mich stören? Ich bin halt in meiner biologischen Existenz gefangen wie Robinson Crusoe auf der Insel. Was solls? Dann hab ich halt möglichst meinen Spaß damit und mach mir nen netten Abend.

      Themenwechsel:
      Dinge gibts... Ich hab vergangene Nacht geträumt, Korgusan besäße einen großen Linienbus und der wäre voller Metaler und auf der Nummernanzeige stünde W :A: O. Aus irgendeinem Grund fahren wir damit kreuz und quer durch Oldenburg, wo ich auch (weiß der Himmel woher die kommt) eine Komilitonin sehe - kurz jedenfalls.
      Wenn ich mich schon an meine Träume erinnern muss - wieso kann es dann nicht irgendwas bedeutungsschweres sein. Ich frage mich, ob hirnrissige Trash-Movies und Road-Movies (bzw. Medienkonsum allgemein) auf die Gestaltung von Träumen auswirkt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Torpedobear ()

    • Original von Silver The Shadow
      Ich bin nur einer von Millionen Menschen, was bringt es
      wenn ich lebe?


      nein. du bist nur einer von Milliarden Menschen. das ist ein großer Unterschied.
      und im grunde genomme bringt es niemanden was wenn auch nur irgendjemand lebt. das wäre aber ebenso der Fall, wenn es deutlich weniger Menschen gäbe. wärst du einer von 1..... wäre das ein leben? wohl eher nicht.
      wärst du einer von 10 oder 100..... nun. dann wäre die Inzuchtsrate besonders hoch.
      bei 1000 vlt auch noch. ich denke da wäre irgendwas mit millionen schon am besten was die Population betrifft. denn wenns zuviele werden. ist die welt irgendwann überbevölkert und es treten immer weitere Probleme auf.
      aber der eigentliche Grund warum es sich nicht zu leben lohnt ist nicht ob es jemanden interessiert oder weils so viele gibt, da dies nur subjektive empfinden sind. Der eigendliche Grund ist einfach, dass es absolut Schwachsinnig ist.
      nun kann man sich sagen. gut setzten wir alledem ein ende.
      oder man sagt sich.
      nungut machen wir das beste draus und versuchen ein glückliches Leben zu führen.
      was allerdings schwer wird, wenn immer wieder andere Leute ihre finegr im spiel haben und alles kaputt machen. obs nun Kriminelle sind, Politiker, Diktatoren oder Leute denen es nur spaß macht andere zu mobben oder was auch immer.
      andere sehen deshalb keinen anderen ausweg mehr, als sich selbst zu killen, sich dauerhaft mit irgendwelchen Drogen vollzupumpen oder doch Amok zu laufen um der gesamten welt zu Zeigen, was man wirklich denkt. auch wenn da ja imemr die videospiele dran schuld sind, aber das ist ein anderes Thema. jedenfalls solche Gedanken an sich, kommen meist daher, dass es einem nicht besonders gut geht. man hat koflikte im Leben, die man sich einfach weg wünscht. Dinge die einem das Leben schwer machen, das Leben zur Hölle machen, oder das Leben so kaputt machen, dass man innerlich kollabiert und einen Notausgang benutzt. Und wie genau dieser Aussieht ist von Situation zu Situation verschieden.

      aber da ich hier schonmal im Traumthread bin kann ich dazu ebenfalls nochmal was schreiben.

      ich habe mir vor ein paar wochen mein Kreuzband gerissen bei der Bundeswehr. nun habe ich passend dazu geträumt, dass ich deswegen ersteinmal nachträglich ausgemustert werde. (gut ich wollte sowieso nie dahin) aber anschließend noch, dass ich deshalb berufsunffähig geworden bin, wogene ich zwar versichert bin, aber trotzdem. außerdem stand meine ehemalige Firma kurz vor dem Ruin.
      na aber nur weil ich dies Träume heißt es ja noch lange nicht, dass dies auch stimmt. jedenfalls ja. es Stimmt, dass ich Angst habe, aus diesem Grund ich mehr Arbeiten zu können. auch wenns nur für iene gewisse Zeit wäre.
    • Ich hatte vor kurzem auch wieder mal einen interessanten Luziden traum.
      Mittlerweile erinnere ich mich an sehr viele details dieser träume.

      Ich latsche hier in der gegend rum... erstaunlicherweise war es sehr neblich... was mich allein schon deswegen wundert, da es das ganze letzte jahr nie nebel hier gab.
      Ich weiss nicht warum aber jetzt realisierte ich das dies nur ein traum war.
      Ich lief rum und versuchte mal meinen wohnort in meiner erinnerung abzuklappern... lustig ist gewesen, an stellen an denen ich noch nie zuvor war, war der nebel undurchdringlich.
      Ich war sogar in der lage zu meiner schule zu gehen... der weg fehlte teilweise. Kein wunder so oft wie ich ihn bei der wegplanung vergesse...
      In meiner schule bekam ich es ein bisschen mit der angst zu tun.
      Die leutz die sich dort aufhielten bewegten sich entweder garnicht oder es fehlte ihnen das gesicht... nur eine schwarz verschwommene fläche mit zwei starr blickenden augen.
      Nur meine klassenkameraden verfügten über ihre gesichter.
      Wenn sie sprachen kamen nur Satzfetzen heraus an die ich mich noch deutlich erinnere.
      Eine der Hütten auf dem schulgelände stand offen... innen war sie komplett schwarz. Mit dem blick in die hütte wachte ich auf.
      "I believe in a universe that doesn't care and people who do."
    • Komische Sache, echt.
      In letzter Zeit erinnere ich mich nur noch an die schlimmen Träume.
      Diese beiden Träume hab ich in seltsamen Abwandlungen die letzten zwei Jahre immer mal wieder geträumt.

      Ich bin in einem Treppenhaus, oben in der Wohnung feiert irgendwer irgedwas.
      Ich habe ein Geschenk in der Hand.
      Hinter mir steht meine Mannschaft und drängt mich dieses oben der/dem Feiernden zu überreichen.
      Oben sind aber Leute, die ich nicht sehen will.
      Und ich bin mir sicher das der/diejenige für den das Geschenk bestimmt ist, es nicht haben will/mich auch nicht sehen will.
      Ich stehe eine lange Zeit in diesem Gang, irgendwann kommen ein paar Leute runter, sie sind alle betrunken, lachen und lallen wirres Zeug. Der/Diejenige ist mit dabei.
      Die Gelegenheit ergreifend stürme ich das Treppenhaus nach oben in die Wohnung und lege das Päckchen auf den Tisch.
      Neben dem Tisch steht irgendwer mit langen braunen Haaren und schaut mich verwirrt an.
      Ich renne wieder ins Treppenhaus, auf dem Gang ist eine Toilette in der ich mich einschließe. In der Toilette ist ein Fenster, ich schaue hinaus.
      Es fährt ein Zug vorbei der wahnsinnig schnell und laut ist.
      Ende.

      Ich sitze an einem großen runden Tisch, es gibt irgendwas zu essen.
      Die Räumlichkeiten sind mir bekannt, doch die Menschen dort leben sind gänzlich andere die ich nicht kenne. Der/Diejenige ist auch wieder anwesend. Die Frau mit den langen braunen Haaren sitzt nebendran, sie unterhalten sich und werden von den andern Leuten beglückwünscht.
      Ich fühle mich Fehl am Platz und gehe.
      Draußen werden Leute verabschiedet. Die Frau mit den braunen Haaren fährt weg. Sie schaut mich böse an.
      Ich gehe zwei Häuser weiter.
      Die Räumlichkeiten sind mir wieder bekannt.
      In der Wohnung sind Leute, es wird gekocht und sich in irgendeinem komischen Akzent angeregt unterhalten.
      Das gerede macht mich unerklärlicherweise wahnsinnig traurig.
      Ich gehe in ein Zimmer und setze mich dort auf den Boden.
      Der/Diejenige kommt herein. Das Zimmer ist mir wohl bekannt.
      Nur die Person die hier wohl lebt passt nicht dazu.
      Ich kenne Den/Diejenige. Doch das Gesicht ist verzerrt, ganz anders.
      Sie setzt sich aufs Bett, ich tue es ihr gleich.
      Die Person sagt sie hätte mich wahnsinnig vermisst, fängt an zu Weinen und weigert sich mich loszulassen.
      Ich habe ein schlechtes Gewissen.
      Ende.


      Ich weiß das Träume Schäume sind und nur dazu dienen Informationen im Gehirn zu verarbeiten.
      Aber es macht mich wahnsinnig Wütend.
      Immer wenn ich einen dieser Träume hatte bin ich den darauffolgenden Tag ziemlich schlecht gelaunt und sehr leicht reizbar.
      Mir fehlt einfach komplett der Zusammenhang. Gibts nicht irgendwas was man dagegen tun kann?

      Wie gesagt, komische Sache ... :rolleyes:
      KillerB4President.
    • Original von lupina
      Mir fehlt einfach komplett der Zusammenhang. Gibts nicht irgendwas was man dagegen tun kann?

      Ich versuche die verschiedenen Symbole im Traum mit Hilfe von Traumdeutungsbüchern zu verstehen, denn so ergeben sie - zumindest für mich - weitaus mehr Sinn als einfach dahingestellt und nicht hinterfragt.

      Hatte letztens auch einen Traum, mit dem ich mich eher aus Langeweile näher befasst habe, der aber plötzlich Sinn ergibt, was wiederum irgendwie unheimlich ist, wenn ich meine momentane Situation betrachte.

      Traum
      Die ganze Grundstimmung des Traums ist von Verzweiflung geprägt, die Farben sind düster und unheimlich und ein anderer Traum geht in diesen über.
      Ich stehe an einem See, den Bäumen drumherum zugewandt und schreibe zitternd einen Brief. Er ist mit bunten Farben verziert, doch sein Inhalt ist weniger schön. Ich schreibe, dass ich mich umbringen will, weil ich nicht mehr weiterkann. Mein Leben tut weh, ich komme nicht mehr damit klar, deshalb will ich es beenden. Das Schreiben ist nur an meine Mutter gerichtet. Nachdem ich damit fertig bin, schnüre ich den Brief an einen Stein, damit er nicht fortgeweht wird und lege ihn einem Baum an den Stamm. Das weiß sticht nur bedingt aus dem grünlichen Nebel der Umgebung heraus, doch man sieht den Brief und darauf kommt es an. Dann wende ich mich dem See zu, der ruhig vor mir liegt.
      Er ist sehr groß und sehr tief, ein scheinbar bodenloser Abgrund voll Wasser. Mir gegenüber, hinter dem See, stehen Bäume wie Wachen aufgereiht, aber ich kann ihre Kronen nur erahnen, denn vieles in der Landschaft wird von diesem grünen Schleier verdeckt, die meisten Bäume sehe ich gar nicht, sondern kann ihre Schemen um mich herum nur erahnen. Der Boden ist hart und dunkel, es gibt kein Ufer dort, denn der See fängt einfach an und ist sofort tief.
      Ich zweifle daran, dass der Brief gefunden wird, doch dieser Gedanke ist wohl nur dazu da, um mich von meinem Vorhaben abzubringen. Auch wenn er nicht gefunden werden sollte, werde ich springen, das steht für mich fest. Wobei ich nicht wirklich in den See springe. Ich teleportiere mich direkt in die Tiefe. Das Wasser ist kalt, aber mein Körper fühlt sich so taub an, dass ich es kaum wahrnehme oder zumindest nicht als störend empfinde. Ich habe Angst auszuatmen, habe Angst vor den Schmerzen, doch schließlich tue ich es doch. Meine Augen sehen nur eine grünliche Dunkelheit, die von Dreck durchzogen ist, der an mir vorbeischwimmt. Natürlicher Dreck, immerhin bin ich in einem See und keinem Schwimmbad. Das Wasser dringt in meinen Mund, ich schlucke es, habe den Drang zu atmen, weiß aber nicht, ob ich es noch tue, denn plötzlich wird mein Körper schwer. Ich kann ihn nicht mehr kontrollieren, die Augen fallen mir zu. Bewegungslos sinke ich in die Tiefe und sterbe dabei oder werde zumindest bewusstlos.

      Ich weiß nicht, was los ist, doch plötzlich stehe ich wieder am See, genauer gesagt am Anfang des Pfades, der links und rechts von Bäumen gesäumt dorthin führt. Man kann ihn von meiner Position aus gut sehen und so gehe ich darauf zu, verwirrt, warum ich nicht tot bin. Ich fühle mich allerdings älter als das ertrunkene Ich. Oder anders. Jedenfalls habe ich ganz offensichtlich eine Veränderung durchlebt. Die Gegend ist immer noch so unfreundlich wie vorhin, doch diesmal bin ich nicht alleine. Meine Mutter geht vor mir langsam den Weg entlang, während auf der anderen Seite mindestens vier weitere Personen zu erkennen sind - ein erwachsener Mann - unverkennbar ein Polizist - und drei Jungs, in ungefähr dem gleichen Alter wie ich, vielleicht ein klein wenig älter oder jünger. Alle vier knien auf dem Boden, dicht am See. Sie wirken gehetzt, die Jungen stacheln den Polizisten zur Eile an. Dieser trägt seine Uniform und hält eine eigenartige Konstruktion in der Hand. Es ist ein unbearbeiteter, dicker, kurzer Stock (wahrscheinlich von einem der umliegenden Bäume gebrochen oder am Boden gefunden), daran hängt ein dünnes Seil, aber nur ein kleines Stück. Was sich am Ende befindet, weiß ich nicht, aber ich vermute eine Art Haken. Der Mann hält das Ding am Stock fest und taucht es immer wieder unter Wasser, was mich an eine provisorische Angel denken lässt. Ich weiß noch nicht ganz, was sie zu finden hoffen, aber mir drängt sich der Verdacht auf, dass sie nach Mir suchen, dabei ist das sinnlos. Mit dem kurzen Seil kommen sie niemals an mich heran, denn das ertrunkene Ich ist mehrere Meter tief im See versunken. Wie sie meinen Körper überhaupt damit bergen wollen, ist mir ein Rätsel, immerhin wiege ich genug, um den Stock einfach zu zerbrechen. Trotzdem verstehe ich nicht, was los ist. Bin ich noch im See? Immerhin stehe ich mitten auf dem Pfad, fühle aber trotzdem, dass ich noch unter Wasser sein muss.
      Meine Mutter hat keine Eile. Sie geht langsam auf den See zu und bleibt plötzlich stehen. Etwas hat ihre Aufmerksamkeit auf sich gelenkt - der Brief. Ich will nicht, dass die Menschen mich sehen, dass meine Mutter mich sieht, sobald sie den Brief gelesen hat. Immerhin sollte ich tot sein. Was würde sie nur denken, wenn sie liest, dass ich mich töten will, ich aber dabei direkt neben ihr stehe? Ich renne los, um mich zu verstecken, und erklimme so eine eigenartige Konstruktion, die ich nicht näher beschreiben kann. Natürlich entstanden ist sie keinesfalls, der Balken, auf dem ich rutsche, ist so schmal, dass ich nur schwer Halt finde. Das Ende des Balkens thront ein Stück weit über dem See und mir scheint, dass ich von dort aus versuchen will, den See zu überspringen, um zu den vier Leuten dort zu kommen. Ich will sie davon abhalten nach mir zu suchen, denn ich will nicht gerettet werden. Ich habe das Gefühl, dass ich noch nicht völlig ertrunken bin, dass man mich noch retten kann.
      Doch kurz vor dem Ende bremse ich ab. Ich will plötzlich unbedingt die Reaktion meiner Mutter auf meinen Brief sehen und so drehe ich abrupt um und klammere mich an einen nach unten führenden Balken, rutsche wie ein Affe daran herunter. Er ist aus Holz, nass und glitschig und während ich hinunterrutsche, brechen silberne Kristalle davon ab und springen zu allen Seiten hinweg.
      Unten angekommen eile ich zu meiner Mutter. Sie hat den Brief bereits geöffnet und liest die wenigen Zeilen. Ich warte mit angehaltenem Atem auf ihre Reaktion, doch sie verzieht keine Miene. Gelangweilt und anteilnahmslos blickt sie drein, dreht den Kopf zu mir und sieht mich kalt an. Unter dieser gleichgültigen Oberfläche aber ist sie wütend.
      "Du bist wirklich dämlich. Das hast du ja schon einmal gemacht, warum also nochmal? Ich hoffe bloß für dich, dass sie dich diesmal auch wieder finden, bevor es zu spät ist." Ihre Worte drücken fast schon Hass aus, sie ist wütend darüber, dass sie sich mit dem Polizisten herumschlagen muss, dass sie Zeit dafür verschwenden muss, am See zu stehen und darauf zu warten, ob man mich findet und wenn ja, ob ich noch lebe oder nicht.
      Ich bin ziemlich schockiert über diese Reaktion, doch gleichzeitig schäme ich mich dafür, ihr soviele Probleme bereitet zu haben. Ich bin hin und hergerissen zwischen meinen Gefühlen. Einerseits will ich gefunden werden, andererseits will ich endlich sterben, im See ertrinken. Ich trete an den Rand und gehe dort in die Hocke. Ein dünner Weg aus Eis erscheint plötzlich, ideal, um auf die andere Seite zu kommen. Ich aber habe Angst, ihn zu betreten, denn das Eis ist hauchdünn und rissig. Ich verschlimmere den Zustand noch, indem ich mit etwas, das wie ein Schraubenzieher aussieht, ein paar kleine Löcher am Rand hineinpiekse. Das Eis ist weich und gibt sofort nach, Wasser blubbert durch das kleine Loch nach oben. Niemand würde mich über diesen Weg auf die andere Seite kriegen. Der Polizist und die Jungs werden immer panischer, die Zeit läuft ihnen davon. Plötzlich hängt etwas schweres an der Angel und der Mann zieht es voll Erwartung hoch, doch am Haken hängt nur eine ganze, dunkelgrüne Flasche. Enttäuscht wirft er sie weg und angelt weiter. Meine Mutter steht bei dem Baum mit dem Brief und sieht ihnen zu, ebenso wie ich. Ich weiß nicht, was ich hoffen soll.


      Die Symbolik habe ich ebenfalls betrachtet:

      Angel (Stock~Stab/Seil/Haken)
      (Stock) Wenn im Traum ein Stock vorkommt, kann er Autorität oder männliche Sexualität darstellen. (Stab) Ein Stab im Sinne eines Stocks symbolisiert Unterstützung, die der Träumende entweder braucht oder besitzt. Es ist seine Aufgabe, sich darüber Klarheit zu verschaffen, welche der beiden Möglichkeiten zutrifft. Der Stab im Traum kann die "Wanderschaften und Reisen" symbolisieren, die der Träumende in seinem Leben unternehmen muss.
      (Schnur/Seil) Wenn ein Traum von Seilen, Schnüren und Bändern handelt, dann hat dies mit Bindungen zu tun.
      (Haken) Handelt ein Traum von einem Haken, so bedeutet dies, dass der Träumende dazu in der Lage ist, sowohl gute als auch schlechte Dinge anzuziehen. Darüber hinaus kann der Haken die Abhängigkeit von einem anderen Menschen symbolisieren.

      Brief
      Wenn der Träumende selbst einen Brief verschickt, so ist er im Besitz von Informationen, die für den Empfänger wichtig sein könnten.

      Eis
      Wenn Eis im Traum thematisiert wird, dann wendet sich der Träumende seinen Gefühlen zu. Er ist sich dessen bewusst, dass er mehr Kälte zeigt, als es ihm gut tut, und dass er jede Regung von Wärme und Mitleid in sich zum Schweigen bringt. Die Folge sind Isolation und Einsamkeit. Eis ist auch eine Darstellung von Starrheit und Sprödigkeit, die daher rührt, dass der Träumende nicht versteht, was um ihn herum geschieht, und dass er Bedingungen schafft, in denen andere Menschen mit ihm nicht in Kontakt treten können.

      Ertrinken
      Im Traum zu ertrinken weist in der Regel darauf hin, dass der Träumende Gefahr läuft, von Gefühlen überwältigt zu werden, die er nicht handhaben kann. Der Träumende hat Angst, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Ertrinken kann auch darauf hinweisen, dass der Träumende sich seiner Unfähigkeit bewusst wird, eine ihn aktuell belastende Situation zu bewältigen.
      Der Träumende hat sich in eine Situation hineinmanövriert, die er nicht mehr kontrollieren kann.

      Fall(en)/Sinken
      (Fallen) Fällt der Träumende in seinem Traum, so besagt dies, dass er auf dem Boden der Tatsachen bleiben und in einer ihm bekannten Situation vorsichtig sein muss. Er könnte sich verletzen, weil er zu umständlich ist.
      (Sinken) Wenn der Träumende in seinem Traum meint zu sinken, ist dies ein Hinweis auf den Verlust des Selbstvertrauens. Auch wo er versinkt, kann von Bedeutung sein. Versinkt der Träumende im Wasser, ist dies ein Zeichen, dass ihn ein bestimmtes Gefühl zu verschlingen droht. Das Gefühl zu sinken ist gewönhlich ein Hinweis auf Sorge und Angst. Der Träumende ist gefühlsmäßig nicht dazu in der Lage, sich sein Glück zu bewahren. Vielleicht meint er, die Kontrolle verloren zu haben und sich nicht mehr vorwärts bewegen zu können.

      (Alkohol)Flasche
      Die Bedeutung ist abhängig von der Art und dem Inhalt der Flasche, die im Traum eine Rolle spielt. Eine Flasche mit Alkohol könnte den Wunsch nach einer Feier oder exzessivem Verhalten darstellen. Wird im Traum eine Flasche geöffnet, bedeutet dies eventuell, dass dem Träumenden Ressourcen zugänglich gemacht werden, die er zwar schon lange besitzt, aber bisher unterdrückt oder verschüttet hat.

      Grün
      Dies ist die Farbe des Gleichgewichts und der Harmonie. Sie steht für Natur und das Leben der Pflanzen.

      Holz/Bäume/Wald
      (Wald) Ein Traum vom Wald oder von einer Baumgruppe bedeutet in der Regel, dass der Träumende das Reich des Weiblichen betritt. Der Wald ist der Ort von Prüfung und Initation. Er konfrontiert de Träumenden mit seinem emotionalen Selbst, lehrt ihn, die Geheimnisse seines wahren Wesens und seine spirituelle Welt zu verstehen. Der dunkle oder verzauberte Wald, der häufig in Märchen vorkommt, symbolisiert gemein den Anfang. Die Seele dringt in Bereiche vor, die sie noch nicht kennt, und muss, um zu spüren und zu fühlen, was in ihrer Umgebung geschieht, mit Intuition vorgehen und alle Fähigkeiten einsetzen. Vielleicht weist der Wald im Traum auch darauf hin, dass der Träumende sich verwirrt oder den Weg verloren hat.
      (Holz) Wenn das Verhalten des Träumenden starr oder hölzern wird, versucht ein solcher Traum, ihn darauf aufmerksam zu machen, seine Gefühle zu harmonisieren.
      (Baum) Ein Baum ist das Sinnbild für die usprüngliche Struktur des menschlichen Innenlebens. Taucht im Traum ein Baum auf, so tut man gut daran, sich mit diesem Bild eingehend zu befassen. Ein kleiner, dichtblättriger Baum lässt auf eine verklemmte Persönlichkeit schließen.

      Jungs
      (Junge) Der Traum von einem Jungen steht für Wachstumspotenzial und neue Erfahrungen. Vielleicht ist sein Erscheinen im Traum eine Aufforderung an den Träumenden, mit dem Jungen in sich, seiner unschuldigen Jugendlichkeit und der jugendlichen Begeisterung in Berührung zu bleiben. Das Traumbild signalisiert, dass der Träumende mit seinen natürlichen Trieben und seiner spontanen Fähigkeit, Schwierigkeiten zu meistern, in Kontakt steht.

      Kristalle
      (Edelsteine --> Kristall) Symbolisiert Reinheit, Einfachheit und verschiedene magische Elemente.

      Loch/Löcher
      Ein Loch im Traum symbolisiert in der Regel eine schwierige oder knifflige Situation. Ein Loch kann das Weibliche oder die Leere symbolisieren, die man empfindet, wenn man anfängt, das Selbst zu begreifen.

      Mann/Polizist
      (Mann) Ein Mann, der im Traum erscheint, zeigt eine Facette des Träumenden in erkennbarer Form. Jeder Mensch hat ein Repertoire an Verhaltensweisen, von denen manche akzeptabel sind und andere nicht. In Träumen werden diese Verhaltensweisen und Merkmale, um sie besser sichtbar zu machen, oft übertrieben oder als eigenständige Persönlichkeiten dargestellt. Die Auseinandersetzung mit ihnen setzt zusätzliche Energie frei. Ein Mann im Traum kann auf den Schatten eines Mannes oder auf den Animus einer Frau verweisen. Ein großer Mann im Traum versinnbildlicht in der Regel Kraft, Gewissenheit und Schutz, die der Träumende durch seinen Glauben erfährt. Ein Mann im Traum einer Frau stellt die logische Seite ihres Wesens dar. Sie verfügt über alle Aspekte des Männlichen (oder kann sie entwickeln), die ihr erfolgreiches Agieren in der äußeren Welt ermöglichen. Ein unbekannter Mann stellt jene Teile des Träumenden dar, die er nicht erkennt. Im Traum einer Frau symbolisiert ein unbekannter Mann ihre männliche Seite.

      Mutter
      Die Beziehung eines Kindes zu seiner Mutter ist von zentraler Bedeutung für seine Entwicklung. Dies ist die erste Beziehung, die ein Kind entwickelt, und es sollte sie daher als nährend und fürsorglich empfinden. Trifft dies nicht zu, können Ängste und Zweifel entstehen. Im Leben einer Frau färbt ihr Verhältnis zur Mutter alle übrigen Beziehungen. Sie fühlt sich vielleicht in die Rolle gedrängt, sich um den bedürftigen Mann zu kümmern, oder aber geht Beziehungen mit Männern und Frauen ein, in denen sie nicht auf ihre Kosten kommt. Es gibt viele Möglichkeiten, in Träumen die Beziehung mit der Mutter aufzuarbeiten, und derjenige, der sich mit der Deutung solcher Träume befasst, kann hierdurch große Schritte in seiner Entwicklung machen.

      Nebel
      ist ein Symbol des Verlusts und der Verwirrung, besonders der emotionalen Verwirrung. Der Träumende ist in seiner Verwirrtheit unfähig, sich mit den Themen zu befassen (oder sie auch nur zu sehen), die in seinem Leben wirklich anstehen.
      Darüber hinaus kann Nebel in einem Traum auch auf ein Übergangsstadium, auf einen Wechsel von einem Bewusstseinszustand in einen anderen verweisen.

      silbern
      Das Metall Silber und auch die Farbe stehen in engem Zusammenhang mit den Eigenschaften des Mondes. Im Traum bedeutet Silber, dass ein nützlicher Gegenstand oder eine hilfreiche Person bereitstehen, allerdings in einiger Entfernung.

      See/Wasser
      (See) Ein See im Traum stellt die innere Welt der Gefühle und Fantasien dar, die unbewusste Seite des Träumenden, die eine reiche Kraftquelle sein kann, wenn er sie anzzuzapfen versteht. Ist der See verschmutzt, hat der Träumende Ideen und Vorstellungen übernommen, die ihm nicht entsprechen und ihm daher nicht gut tun. Der See im Traum wird für die Heimat magischer Weiblichkeit und von Ungeheuern gehalten, daher steht er für die dunklere Seite des Weiblichen. Solche Bilder spielen im Traum eine Rolle, wenn der Träumende die Angst vor diesem Teil seiner Persönlichkeit verliert.
      (Wasser) Wasser wird in der Traumdeutung üblicherweise als Symbol für alles Emotionale und Weibliche verstanden. Es ist eine geheimnisvolle Substanz, da es durch, über und um Dinge herum fließen klann. Was ihm im Weg ist, kann es zerstören. Auch das Potenzial des Träumenden und seine Fähigkeiten, aus seinem eigenen inneren Bedüfnis heraus ein neues Leben zu erschaffen, kann durch Wasser symbolisiert sein. Wasser steht auch für Reinigung, da es den Menschen von den inneren und äußeren Verschmutzungen durch den Alltag zu reinigen vermag. Es befreit den Täufling von seinen bisherigen "Sünden", auch von jenen, die er von der Familie geerbt hat. Im Traum ins Wasser zu gehen bedeutet, etwas Neues zu beginnen. Tiefes Wasser verweist darauf, dass der Träumende entweder den Boden unter den Füßen verliert oder in sein Unbewusstes vordringt.
      Reglos im Wasser zu liegen bedeutet unter Umständen Trägheit.
      Ertrinken verdeutlicht die Tendenz des Träumenden, unangenehme Dinge ins Unbewusste zu verdrängen, von wo sie jedoch mit Macht zurückkehren und drohen, den Träumenden zu überwältigen.

      Selbstmord
      Ein Traum von Selbstmord macht den Träumenden auf das gewaltsame Ende vielleicht eines Projektes oder einer Beziehung aufmerksam. Der Akt ist auch ein Zeichen von Wut auf das Selbst. Emotional betrachtet, ist der Selbstmord im Traum vielleicht ein Hinweis darauf, dass der Träumende möglicherweise nicht mehr dazu in der Lage ist, mit einer bestimmten Situation in seinem Leben zurechtzukommen. Das bedeutet aber nicht, dass der Träumende tatsächlich selbstmordgefährdet ist. Selbstmord im Traum kündigt lediglich das absichtlich hergeführte Ende einer Lebensphase an.

      Tiefe
      Wenn ein Traum von der Tiefe handelt, ist der Träumende in der Regel auf einer unbewussten Ebene mit familiären Einflüssen der Vergangenheit befasst. Vielleicht versucht der Träumende die archetypischen Muster zu verstehen, die in der Vergangenheit noch nicht erkennbar waren. Möglicherweise hilft dem Träumenden sein Wissen nur dann weiter, wenn er es mit den richtigen Gefühlen in Verbindung bringt.

      Töten
      Das Töten ist eine extreme Reaktion auf ein Problem. Findet im Traum eine solche abschließende Tat statt, kann sie häufig das Bedürfnis des Träumenden nach Gewalt (besonders solche, die sich gegen ihn selbst richtet) symbolisieren. VIelleicht kommt es dem Träumendem in einer bestimmten Situation so vor, dass die einzige Lösung eines Problems darin besteht, einen Teil seiner selbst "abzutöten".

      Untertauchen
      Wenn ein Traum davon handelt, dass der Träumende im Wasser untergetaucht wird, berweist dies in der Regel darauf, wie er mit seinen Gefühlen umgeht. Er versucht, den unschuldigen Teil seiner Persönlichkeit zu finden, der von äußeren Umständen nicht berührt werden muss. Er bemüht sich, Situationen zu klären und sich selbst zu reinigen - vielleicht von Vorstellungen und Einstellungen, die ihm von anderen Menschen suggestiert wurden.

      Zeit
      Die Zeit innerhalb eines Traums kann einen bestimmten Lebensabschnitt symbolisieren. Der Abend ist das Bild für den Abschluss von Höhepunkten im Leben und für die Fähigkeit, das Auf und Ab des Lebens und seine Aufgaben gelassener hinzunehmen. Die Nacht kann zeitweilig Depression oder Zurückgezogenheit bedeuten; der Träumende beobachtet sich selbst oder legt einfach eine Ruhepause ein.


      Fazit:
      So detailreich der Traum meine momentane Gefühlslage wiedergegeben hat, so unnütz ist es auch, denn er liefert keine (klare) Lösung, sondern zeigt mir nur nochmal genauer, was ich bereits wusste.

      - - -
      Überhaupt sterbe ich in Träumen oft, werde verfolgt, versklavt o.Ä.
      Da macht das Träumen nur bedingt Spaß :/
      Hatte bereits zwei sehr intensive Träume über Außerirdische, die die Erde unterwerfen. Waren bestimmt Visionen xD 2012 sterben wir alle nicht wegen Naturkatastrophen, sondern weil uns Aliens versklaven,
      Do you fear death, pup?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hylia ()

    • Keine klare Lösung? Findest du? Für mich klingt das alles verdammt nach Lösungsansätzen. Oô
      Leg mal besonderes Augenmerk auf das Silber. Für mich klingt das danach, dass du diese Person (ich denke, du weißt, was ich meine, von wegen der Liste) sehr bald finden wirst.
      Und das mit den Gefühlen - na ja, du öffnest dich ja gerade tatsächlich und das Unbewusste ist zutage gefördert. Heißt für mich, mehr in diese Richtung zu arbeiten.
      Neuer Lebensabschnitt...
      Ganz ehrlich: Das bestärkt mich nur in meiner Zuversicht. Aber du kennst mich, die erschüttert nichts so leicht. :3

      Ich finde, dieser Traum zeigt nur, dass du's mittlerweile verinnerlicht hast. Und das verdammt schnell. Beeindruckend, ehrlich.


      Ach ja, was die Außerirdischen angeht: Solange du mich nicht wieder verrecken lässt, is' mir das egal. xD;

      "Heirs of Miraika"
      Fantasy, Steampunk, LGBT+

      "Dreaming of Dawn"
      Fantasy, Psychological, Depression
    • Original von bereth15
      Keine klare Lösung? Findest du? Für mich klingt das alles verdammt nach Lösungsansätzen. Oô
      Leg mal besonderes Augenmerk auf das Silber. Für mich klingt das danach, dass du diese Person (ich denke, du weißt, was ich meine, von wegen der Liste) sehr bald finden wirst.

      Ich musste bei dem Silber aber sofort an dich und deinen schier unerschöpflichen Optimismus denken xD

      Naja, wenn du da Lösungen siehst, bitte. Mir macht das alles immer noch Angst; ich glaube, ich verkrieche mich in nächster Zeit wieder mehr ._.
      Do you fear death, pup?
    • Original von Kriegerin_Hylia
      Original von bereth15
      Keine klare Lösung? Findest du? Für mich klingt das alles verdammt nach Lösungsansätzen. Oô
      Leg mal besonderes Augenmerk auf das Silber. Für mich klingt das danach, dass du diese Person (ich denke, du weißt, was ich meine, von wegen der Liste) sehr bald finden wirst.

      Ich musste bei dem Silber aber sofort an dich und deinen schier unerschöpflichen Optimismus denken xD

      Auch gut. :D

      Wenn ich das nächste Mal einen besonderen Traum haben sollte, frag ich dich nach den Symbolen, ja? Du kennst ja jetzt einige xD,

      Übrigens finde ich, dass das Symbol "Töten" nicht auf deinen Traum anwendbar ist. Es ist zwar eine Selbsttötung, aber das ist ja mit dem Selbstmord schon umfasst.
      Und die Kristalle erschließen sich mir auch nicht ganz - es kommt zwar dieses Eis vor, aber die Kristalle an sich tragen keine wirkliche Bedeutung, finde ich. Reinheit in dem Sinne, dass deine kindliche Seite wieder zum Vorschein treten soll, das unschuldige Ausprobieren vielleicht.
      (jetzt weißt du aber, was ich meine, oder? Alf? xD)

      Dass du das vielleicht nicht gegen dich richtest und die Wut auf dich selbst verschwindet...
      Aber das haben wir ja schon lang und breit besprochen, nicht zuletzt durch Hase.

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    • Kann man geträumt haben, dass man klar geträumt hat?
      Denn irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich geträumt habe, dass ich in einem Traum klar geworden bin und dann zu Schweben ausprobiert habe, worauf ich jedoch aufwachte. Jedoch bin ich mir an dieser Stelle nicht sicher, ob ich dann bereits wach war oder ob ich dann nicht nochmal ein zweites, richtiges Male aufgewacht bin.
      Kann es sein, dass das klar werden nur geträumt war? Denn es hat sich nicht so angefühlt, wie ich es erwarten würde (hatte noch nie einen Klartraum).
      Und ohne Signaturtrennstriche!
    • Original von C24
      Kann man geträumt haben, dass man klar geträumt hat?


      Das gibts, ja. Den Unterschied merkt man nach dem Aufwachen oft nicht mehr so recht, besonders wenn man ungeübt ist.
      Geistreiche Zitate einer geistreichen Zeit #39


      Lem: ihr iq war 75
      mechanicbird: omg
      mechanicbird: woher weißt du das überhaupt? xD
      Lem: hat sie mal erzählt
      mechanicbird: sowas erzählt man doch nicht öffentlich...
      Lem: tja nur wenn man dumm ist
      mechanicbird: xD
      Lem: LMAO
      mechanicbird: HAHAHAHA
      mechanicbird: oh mann, shit xDDDDD
    • Im Fernsehen läuft eine Talkshow mit deutschen Prominenten. Sie sitzen alle im Studio und spielen ein Spiel, das aus Amerika kommt. Dabei sagen drei Leute nacheinander das erste Nomen, das ihnen einfällt (muss nicht zwingend ein Nomen sein, aber es ist die gängigste Art) und diese drei Worte werde dann genau in der Reihenfolge zu einem zusammengesetzt.

      Was will mir der Traum sagen, wenn "Spitzfußsalat" rauskommt? XD;
      Dieses Wort war auch noch so penetrant eingeblendet und schien sich geradezu aufzudrängen.

      Ich musste sofort an Käsefüße denken x____x
      Do you fear death, pup?
    • Manchmal hab ich echt Angst vor mir selbst und denke "Was beim Heiligen Vater soll das denn?!".

      Heute hab ich mal ausnahmsweise geträumt, weiß aber nur noch das grobe Geschehen.
      Es fing alles damit an, dass ein Freund, eine Freundin und ich am See bei uns waren und schön gar nichts gemacht haben, bis auf Singen und Schwimmen. Dann auf dem Heimweg, wurde unsre Freundin entführt! Wir versuchten sie und die Gauner zu finden und liefen in irgendeine Stadt, die ich nicht identifizieren konnte. Jedenfalls wars da plötzlich nacht und die war total verkommen und runtergekommen. Dort sind wir irgendwie einer Person begegnet, die uns umbringen wollte, warum auch immer und sind erstmal untergetaucht. Ich glaube wir sind erstmal eine Weile stets geflohen mit dem Typen hinter uns her. Dann rannten wir in einen Laden, wo die Fenster ausgeschlagen waren und wir errinnerten uns daran, dass unsere Freundin entführt worden war und entschieden uns spontan dem Verfolger entgegenzutreten und uns danach der Suche widmen. Gerade wollten wir aus dem Laden raus und ZACK => Wecker >_<'
    • Da erinnert man sich das erste Mal sein MONATEN wieder an einen Traum – und dann ist es der größte Blödsinn, der mir je untergekommen ist. xD;


      (aus icq-log übernommen und ein paar Sachen ausgebessert, kann aber nicht für fehlerlosen Text garantieren. ^^)
      Ich erinner mich noch, wie ich bei meinen Eltern im Wohnzimmer stand und draußen Autos gehört habe, oder sei es ein großer Wagen gewesen. Dann meinte mein Vater nur so: "Ja, die haben gesagt, sie schicken 6 Männer"
      Ich (denke): 6 Männer? warum denn?
      Ich (tue→): erstmal nichts außer dumm gucken. dann werden die Geräusche lauter und ich gehe unsere Treppe ins Bad hoch, mach die Tür auf - das Fenster steht speerangelweit offen. und statt das Fenster einfach zu schließen, damit keiner reinkommt, mach ich die Tür wieder von außen zu und schließe von außen ab (wir haben so ein in das Türschloss eingearbeitetes Dingens, dass man drehen kann). nicht, dass man das nicht von innen wieder öffnen könnte. :'D
      Gerade fällt mir auch noch ein: Ich habe dann noch einen Moment vor der Tür gestanden und ins Bad gelauscht, Stimmen und Geräusche gehört, anscheinend hatte ich die Tür gerade rechtzeitig geschlossen.
      Gehe wieder runter ins Wohnzimmer, meine Schwester sitzt da auf der Couch, hält etwas vor ihren Bauch (ich fühle mich dezent an ihren schwangeren Bauch erinnert) und fragt mich: "Und Sarah? Seh ich aus, als wäre ich da?"
      Im Traum hat sich mir das auch als logisch erschossen, so nach dem Motto "Jo, sie versteckt sich. Gekonnt." (wtf xD; )
      Ich sage mal wieder nichts dazu, gucke nur in die runde (Vati und Anja, meine Mutter war wundersamerweise nicht da) und meine nur so: (total angeberisch) "Tjaaaa, die kommen erst mal nicht rein, oben is zu." (Man denke an der Stelle nochmal an das Türschloss zurück, dass sich von innen um LÄNGEN besser öffnen lässt… xD)
      Darauf mein Vater nur so (und meine Schwester sitzt plötzlich wieder am Tisch): "Na ja, die haben gesagt, wenn das passiert, schicken sie einen Lastwagen."
      Ich (stelle mir vor, wie das Ding in unser Wohnzimmer rasselt) "Und jetzt?"
      Vater: "Na ja, dann komm ich mit dem Transporter. (er kann von der Firma manchmal einen anderen Dienstwagen nehmen).
      Ich gucke ihn nur an und meine (klugscheißerisch, wie ich in unserer Familie drauf bin): "Guck mal Vati: (gestikuliere) hier hast du 'n Lastwagen - hier 'n Bus (vergleiche die Länge der Fahrzeuge mit den Händen, zeige was langes) und da hast du n Transporter (zeige was ganz kleines) das wird nix."

      Dann bin ich aufgewacht und stellte fest, dass ich am Verdursten war. Mann, ich wollte doch noch die Action miterleben. 8D

      So gesehen beneide ich dich ein bisschen um deinen Traum, Theseus, immerhin is' da auch noch was passiert. xD
      Witzigerweise war der Traum SOWAS von real, das war verblüffend. Hm. *sich merken muss, wie Träume funktionieren*
      Ich frage mich jetzt nur: Wer sind DIE? Und warum schicken sie ihre Männer zu UNS? 8D
      Ich hätte gestern nicht Flash Forward schauen sollen, scheint mir. xD;;;

      Anzumerken ist vielleicht noch, dass die 6 meine Lieblingszahl ist und ich mich gestern Abend mit Hylia über "Schicksalszahlen" unterhielt. Irgendwo muss es ja herkommen. xD
      Aber der Rest… Mann, ich wüsste gerne, was ich damit verarbeitet habe. 8D

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      "Dreaming of Dawn"
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    • Kein Plan, wie genau der angefangen hat, jedenfalls...

      Ich (ich weiß nicht sicher, ob ich im Traum wirklich ich selbst war) sehe eine Vision, wie eine mir bekannte Krankenschwester mit einer älteren, schwarzen Frau spricht. Daraufhin laufe ich durch die enorm hügelige Stadt bis zu einem Altenheim, das ich betrete. Ich laufe durch dieses gezielt, hab aber eigentlich keine Ahnung, wo ich hinlaufe und suche jene Frau. Ich finde sie dann auch und will mit ihr sprechen, sie allerdings wimmelt mich ab und läuft weg, nacdem ein paar loslaufen, schließlich laufen alle vor etwas weg. Ich folge ihr. Unmerklich ist alles etwas düsterer geworden, man sieht immer wieder Leute aufblitzen oder verschwinden, ein großes Geschrei ist da. Was ich zu dem Moment noch nicht begreife, ist, dass eine dickliche Frau mit langen Haaren ein Mann im Gang umarmt und mir dabei nachschaut.
      Und beim Notausgang ist es ein erhellter Ort (als wenn Sonne drauf scheinen würde) und ich weiß, da ist es sicher. Ich und die schwarze Frau, sowie eine ältere Andere (und natürlich noch weitere Personen, die ich nicht beachte) rennen auf diese Stelle zu, als sich ein Riss direkt vor uns öffnet. Beide älteren Frauen fallen in den Riss und werden knapp nen Meter tiefer von sowas wie riesigen Venusfliegenfallen gefressen. Ich renne zum sicheren Ort und verfluche mich selbst, dass ich sie nicht über den Riss ziehen konnte.
      Ich laufe wieder den selben Gang lang mit den selben Leuten und den beiden Frauen vor mir. Der Riss öffnet sich, ich packe die schwarze Frau und will sie über den Riss ziehen, doch stattdessen werde ich selbst auch gefressen und alles wird schwarz.
      Und so steh ich auf der erhellten Stelle beim Notausgang des Altenheimes, zusammen mit Anderen (inklusive dem Mann, der vorher umarmt worden war aber ohne die dickliche Frau) und komm zu der Erkenntnis, dass ich der Frau nicht helfen kann. Ich und die Anderen überlegen, wie man weitermacht und wir wollen den Notausgang benutzen, merken aber, dass es beim Annähern an diesen wieder dunkler wird, sprich, der Schutz verschwindet.
      Wir überlegen hin und her, ehe wir einer meint, es wär nicht so gefährlich wie wir glauben und zurück in den Gang mit dem Licht geht. Kaum das er das Licht verlässt, tauchen von überall Menschen auf, die erst auf ihn zugehen, dann losrennen und ihn wütend zerreißen. Wir ahnen, dass man nur an den beleuchteten Stellen sicher ist.
      Wi riskieren es dennoch, öffnen den Notausgang und rennen raus bis zu einem erleuchteten Platz auf einer Wiese. Von anderen Richtungen kommen auch Leute und wir sind insgesamt knapp 24. Im nicht-erleuchteten Teil sehen wir auf der Wiese eine Art Geburtstag oder Hochzeit stattfinden und zwei ältere Männer spekulieren, dass wir dorthin müssen. Einer in der Gruppe meint, wir sollten nur in Unterwäsche herumlaufen, dass sie uns nur warnehmen könnten, weil wir Kleidung tragen. Die Männer laufen in der Zwischenzeit einfach so aus dem Licht raus. Wir warnen sie noch, das Licht zu verlassen, doch sie gehen einfach. Wieder rennen Leute auf sie zu (nicht die von der Gesellschaft), dennoch kommen die Männer auch unbeschadet wieder ins Licht zurück. Sie verraten, sie taten einfach so als gehörten sie dazu.
      Und so verlassen wir alle das Licht und gehen zu jener Gesellschaft. Ich begrüße dort sitzende Leute, spreche sie mit Onkel an und kommentier, dass man sich bei so vielen bekannten Gesichtern die Namen einfach nicht merken kann. Schnell seh ich, dass an dem Ende jeder Sitzreihe Namen sind, die die Leute jener Reihe beim Namen nennen. Unter Anderem Wut, Miranda und Anger. Dabei sehe ich auch schutz und ich laufe hin, wo ich die dickliche Frau aus dem Altenheim sitzen sehe. Sie lächelt mich traurig an, während die Gesellschaft langsam aufsteht und sich feindseelig benimmt. Ich hoffe, dass ich bei der Frau in Sicherheit bin, doch sie verschwindet und hinterlässt einen Zettel mit der Aufschrift "Es tut mir leid, ich bin woanders beschäftigt".
      Daraufhin rennen wir alle weg zurück zum Lichtpunkt, die Gesellschaft verschwindet nach und nach, dafür ist eine schattenhafte Person die, die plötzlich auftaucht und einen von uns schreiend verschwinden lässt. Zurück auf der Wiese sind wir nur noch 7.
      Geschockt merken wir, dass wir nicht weg kommen.
      Dann ist da ein Zeitsprung, wo ich nicht weiß, was dazwischen passiert. Jeder von uns Sieben ist woanders.
      Ich bin in einer Art Küche, wo die schwarze alte Frau wie ein Zombie mich anstarrt und ich dafür in einen Spiegel schaue.
      Ein Mann steht neben einem Badezimmerspiegel, öffnet kurz gelangweilt den Badevorhang der Badewanne, um dort die Leiche einer Frau zu finden, ehe er den Vorhang wieder zuzieht, zu einem kleinen jungen wurde, der nicht mehr in den Spiegel sehen kann und von der lebendig gewordenen leiche der Frau vergewaltigt wird. Bevor sie den zum Kind gewordenen Mann jedoch umbringen kann, kommt ein Mann mit einer Kettensäge durch die Tür und sägt ihr den Kopf ab, ehe er die Frau kurz anschaut und wieder geht.
      Jener Mann steht daraufhin (oder vor der "Kopf ab"-Nummer?) in einem Schuppen, bewaffnet mit einer Kettensäge und droht einem zombiemäßigem Mann, der in einem großen, graublauem Spind steht.
      Alles wird schwarz und die schwarze, alte Frau hört man sagen "Nur dein Spiegelbild kannst du betrachten ohne das es dir je was tun wird".
      Als es wieder hell wird, rennen wir Sieben durch die finstere Stadt auf einen Lichtpunkt bei einer Kreuzung zu, quasi umzingelt von diesen zombieartigen Menschen, jeder von uns hat einen Spiegel, große oder kleine dabei.
      Kurz, bevor wir das Licht erreichen, klingelt mein Wecker und ich wach auf :/

      Woah, wie son Horrorfilm <3
      Schade, dass diese zwei Zeitsprünge irgendwie Sachen ausgelassen haben, ich wüsst zu gern, wie wir in diese räume gekommen sind und was mit den Zombies passiert ist, die alle uns Spiegelbetrachter angestarrt haben.
    • Wow, krass ME 8|
      Ich finde vor allem die Namen Wut und Anger total interessant und das mit der Kettensäge ist wirklich wie original aus einem Horrorfilm übernommen. (Solche Träume liest man doch gerne :'D)

      Hatte einen ähnlichen Traum ^^ Zumindest was dieses "Filmfeeling" angeht <3 (Endlich!)

      Achtung, lang @__@

      [SPOILER=Himmel, Himmel]

      Ich floh aus dem Camp so schnell ich konnte, die Revolver schwer an meinen Hüften. Doch sie gaben mir ein Gefühl der Sicherheit und wie sich gleich nach meiner hastigen Flucht zeigte, hatte ich sie bitter nötig.
      Die Untoten waren bei Weitem nicht so schlimm, denn sie hatten sich bereits in alle möglichen Richtungen zerstreut. Stattdessen sah ich mich nun einer neuen Gefahr gegenüber – Menschen, die sich in Tiere verwandeln konnten.
      Hinter mir wechselte ein schwarzhaariger Junge mit einem irren Lachen seine Gestalt und schon bebte der ausgetretene Waldweg unter mir, als mir ein gigantischer Schwarzbär auf allen Vieren hinterherdonnerte. Sein Fell wogte gemeinsam mit seinem massigen Leib, während er an Tempo zulegte.
      Ich schrie auf und drehte mich um, lief jedoch weiter und zog noch im Lauf meine beiden Revolver. Ein Schuss reichte aus und der Bär ging mit einem Heulen und einem blutenden Loch in der Brust zu Boden und verschwand.
      Mit laut klopfendem Herzen wirbelte ich wieder herum, doch schon kam mir eine Familie, bestehend aus der Mutter und zwei Söhnen, entgegen. Und sie wurden von einem Eisbären begleitet. Die sah man selten, aber darauf konnte ich keine Rücksicht nehmen. Ich schoss einmal, traf, doch er rannte weiter auf mich zu, die Lefzen gebleckt und Mordlust in den Augen. Der zweite Schuss streckte ihn endlich nieder und genauso wie der Schwarzbär so stürzte auch sein weißer Artgenosse mit einem verzweifelten Laut zu Boden und verschwand einfach.
      Seine Frau schrie etwas, das bei mir auf taube Ohren stieß, machte zum Glück aber keine Anstalten, mir in irgendeiner Form zu folgen, während ich mich dem Ende des Kies bedeckten Waldweges näherte.
      Abrupt machte ich Halt und spürte zum ersten Mal richtig den Schweiß, der sich durch meine Brauen in meine Augen kämpfte und mein drängendes Bedürfnis nach einem normalen Atemrhythmus. Noch war es nicht geschafft, dachte ich mit einem Anflug von Verzweiflung, als ich die kämpfende Gruppe auf der asphaltierten Straße vor mir sah.
      Zwei Rudel Wölfe waren in eine ernst aussehende Rangelei verstrickt. Die einen waren schwarz, die anderen weiß und die dunklen waren offensichtlich am Gewinnen. Ihre scharfen Zähne gruben sich mit einem befriedigten Grinsen in die Nacken der anderen, ließen nicht mehr los und verbissen sich immer tiefer im weichen Fleisch, aber kein Blut floss auf das makellos weiße Fell.
      Fieberhaft dachte ich über eine Lösung nach. Ich konnte sie nicht umgehen – dafür hätte ich tiefer in den Wald zurückkehren müssen und dieser Gedanke kam aufgrund der dort umherstreunenden Untoten Selbstmord gleich – noch konnte ich mich mitten durch sie hindurchschießen, dafür waren es trotz meiner guten Reflexe und meiner Treffsicherheit zu viele.
      Einer der Weißen winselte kläglich, dann riss er sich von seinem Peiniger los und warf mir einen flüchtigen Blick zu, bevor er loshastete und mitten im Lauf einfach verschwand. Die anderen taten es ihm gleich und lösten sich einfach auf. Kein Geräusch war dabei zu hören, kein plopp oder Ähnliches, das ich ständig erwartete.
      Ein Großteil der schwarzen Wölfe zerstreute sich und zog sich in die Wälder zurück oder rannte auf dem Asphalt davon, doch drei blieben zurück. Ich merkte wie meine Handflächen wieder stärker schwitzten und mein verkrampfter Griff um die Revolver wurde fester.
      Die Tiere kamen auf mich zu, umzingelten mich und blieben schließlich mit gesenkten Köpfen, aber alles erfassendem Blick, ungefähr zwei Meter von mir entfernt stehen. Die Feindseligkeit, mit der sie ihre Artgenossen angefallen hatten, war verschwunden.
      Jetzt sahen sie mich einfach nur an, fragende Blicke aus gelben Raubtieraugen, dann gab einer der Wölfe ein Zeichen – er schien zur Seite zu nicken – und seine zwei Kumpanen wichen nach hinten und gaben mir so Aussicht auf einen freien Weg. Trotzdem traute ich dieser plötzlich Freundlichkeit, ja geradezu Unterwürfigkeit, nicht, rannte aber ohne groß nachzudenken los auf die asphaltierte Straße. Meine Turnschuhe kommentierten ihre ungewohnte Härte mit einem Drücken an den Fußsohlen, aber ich nahm keine Rücksicht darauf. Meine Reise würde mich durch viel mehr Städte führen, das wusste ich irgendwie, daher gewöhnte ich mich lieber schnell daran, dass Beton, Asphalt, vieles von Menschenhand Geschaffene unnatürlich hart war.
      Plötzlich, das Geräusch von Krallen auf Asphalt, die sich meinem Tempo anpassten. Mein Herz drohte zu versagen und der Schweiß rann mir wie Tränen übers Gesicht. Nein, dachte ich, ihr habt mich doch gehen lassen! Warum verfolgt ihr mich dann?
      Entschlossen, der Sache ein Ende zu bereiten, bremste ich abrupt, wirbelte herum und richtete meine Revolver auf den Feind. Fast hätte ich abgedrückt, aber meine Verblüffung rettete dem Tier hinter mir das Leben. Es war nur ein Hund. Ein alt aussehender Cockerspaniel mit schwarzem Fell, der mich aus traurigen Augen unsicher abschätzte. Wahrscheinlich sehnte er sich einfach nach Gesellschaft.
      Dein Glück, dass ich so erstaunt war, dachte ich für einen Moment belustigt und nahm meinen ursprünglichen Weg wieder auf. Wenn er mir folgen wollte, konnte er das machen.
      Mit der Zeit kamen immer mehr Hunde hinzu und bald folgte mir eine kleine Gruppe der verschiedensten Rassen. Am deutlichsten, neben dem Cockerspaniel, erinnere ich mich an einen winzigen Hund, die Sorte Tier, die man sich gewöhnlich in Handtaschen stopft. Ein Chihuahua? Gut möglich.
      Mit einem Mal interessierte es mich, wie der frühere Besitzer seinen Liebling wohl genannt hatte und so blieb ich stehen, ging in die Hocke und betastete das Halsband. Zu meiner Erleichterung trug der Hund eine Marke. Sie sah golden aus und trug eine Gravur.
      Raciel Ciel.
      Doch als ich genauer hinsah, um mich zu vergewissern, dass ich richtig gelesen hatte, stand dort etwas anderes.
      Ruciel Ciail.
      Ein eigenartiger Name.
      Unbeirrt folgten wir der Straße und immer wieder begegneten mir riesige Gebäude, Ungeheuer aus Stahl und Stein, mit der Aufschrift Evia. Ich fühlte mich an Avia erinnert, eine Fluggesellschaft, wie ich mich erinnerte, und dachte bitter:
      Evia... ihr seid Schuld an allem, oder nicht?
      Aber ich wusste, dass das nicht ganz richtig war. Nicht Evia war Schuld – ich wusste ja noch nicht einmal, was genau Evia war – sondern jemand namens Genetics. Die Untoten waren sicher auf ihrem Mist gewachsen. Vielleicht auch die Formwandler. Aber spielte das eine Rolle?
      Nein. Im Moment war nur eines wichtig – dass ich lebend irgendwo ankam.
      Rechts von mir eine weite Grasebene, links ebenfalls, mit einem düsteren Waldrand und der untergehenden Sonne am Horizont. Alles war in stechendes Abendrot getaucht. Selbst das Fell des Cockerspaniels wirkte mit einem Mal kastanienbraun.
      Der flammende Planet stand noch halbwegs am Himmel – langsam versinkend – als mein eigenartiges Gespann und ich endlich eine Stadt entdeckten. Sie sah genauso unfreundlich aus wie die Evia Gebäude unterwegs. Verschlossen, unnachgiebig – und vor allem ausgestorben.
      Auf den Straßen rumpelte Müll über den Asphalt – leere Pappbecher, Zeitungsfetzen.
      Ich schlüpfte in das erstbeste Gebäude, das meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war ein Krankenhaus.
      Aber was für eins. Die Wände wirkten schmutzig – sie waren grau und grobkörnig, als hätte jemand vergessen, den damals frisch getrockneten Putz zu streichen – der Boden war dreckiges Linoleum und der Geruch erst.
      Dieser bestialische Gestank!
      Es roch so abartig süß nach verfaultem, eiterndem Fleisch, dass ich einen Moment lang im Eingang stehen bleiben musste, eine Hand als Stütze am Türrahmen, die andere auf den Mund gepresst, und angewidert würgte.
      Die Hunde schienen nichts zu riechen – oder es störte sie einfach nicht – denn sie stürmten an mir vorbei und verschwanden in den verwinkelten Gängen, vermutlich auf der Suche nach Futter und Wasser.
      Ich holte zögerlich Luft.
      Und kotzte beinahe wieder.
      Hier konnte ich nicht nach Reiseausrüstung suchen, geschweige denn für eine Nacht bleiben. Dafür stanken die Leichen dort zu sehr. Es roch wie wochenlange Verwesung von Fleisch in der prallen Sonne.
      Dann aber fiel mir plötzlich ein, dass ich vielleicht doch ein wenig Herumstöbern konnte, ohne meine Eingeweide auf dem Linoleum zu verteilen. Ich bereitete mich kurz darauf vor und atmete wieder ein. Kein Geruch. Alles prima.
      Meine Fähigkeit, nur durch den Mund zu atmen und dabei – wie auch immer – den Zugang zu meiner Nase zu verschließen, machte sich also doch noch bezahlt.
      Meine dringlichste Sorge galt einer Taschenlampe.
      Ich wollte nicht in der Stadt bleiben – und erst recht nicht im Krankenhaus, mit all den verwesten Menschen, die wie Mumien in ihren Betten lagen – traute mich ohne eine Lichtquelle aber nicht in die Dunkelheit, die bereits an die Fenster klopfte.
      Der Strom in der Stadt funktionierte noch, denn das Krankenhaus war erhellt, aber es wirkte alles so surreal. Gedämpft. Als hätte jemand dichte Fliegengitter um die Glühbirnen gewickelt, die dem Ganzen einen unheimlichen Stich von verwaschenem Grau verliehen.
      So schnell ich konnte riss ich Schubladen und Schränke auf, wühlte darin herum und griff mir alles, was auch nur im Entferntesten nützlich aussah. Seile, Haken, Batterien, Spritzen – einfach alles. Im Hinterkopf behielt ich den Gedanken an eine Einkaufstüte, um das alles tragen zu können. Ich trug bereits eine dunkelblaue Umhängetasche, aber eine zweite wäre sicher nicht verkehrt. Ich sah sie sogar vor mir – aus verblichenem grünen Stoff, aber robust. Ich war mir sicher, dass ich sie irgendwo im Krankenhaus noch finden würde und verwarf die Idee mit der Einkaufstüte daher wieder.
      Ich folgte den Treppen durch die Stockwerke und kam in eine Art Küche. Hier fand ich auch endlich die Hunde. Sie schlabberten die letzten Tropfen aus einem kleinen Futternapf auf dem Boden, einige von ihnen kauten auf verschütteten Cornflakes herum.
      Ich überlegte ernsthaft, ob ich sie nicht einfach ignorieren und zurücklassen sollte – immerhin waren es nach wie vor nicht meine Hunde – aber das konnte ich nicht.
      Im angrenzenden Flur machte ich doch noch kehrt, holte metallene Schüsseln aus den Küchenschränken und stellte sie mit sauberem Wasser hin, durchsuchte die Schränke und riss alle möglichen Packungen auf, bevor ich sie zu Boden warf, wo die Hunde davon probieren konnten. Erst dann ging ich wieder in den kurzen Flur und betrat an dessen Ende ein Krankenzimmer.
      In dem Moment, in dem ich die Betten entdeckte, war ich unsagbar froh darüber, dass ich nicht mit meiner Nase atmete. Drei nebeneinander stehende und nur durch Nachttische getrennte Betten beherbergten jeweils etwas, das irgendwann ein Mensch gewesen sein mochte, jetzt aber nur noch an einen Haufen eitrigen Fleisches erinnerte.
      Die drei Leichen sahen vertrocknet und gleichzeitig wieder feucht aus und ich wandte mich angewidert ab, aber überraschenderweise machte der Anblick mir weniger aus als erwartet. Es waren nur tote Menschen. Wirklich tote Menschen, da waren die Untoten von vorhin um einiges schlimmer.
      Ich durchsuchte die Nachttische nach etwas Verwertbarem, als ich plötzlich aus dem Augenwinkel heraus eine Bewegung vor dem großen Panoramafenster wahrnahm. Die Untoten? Möglich. Rasch zog ich meine Revolver aus ihren Halftern und richtete sie auf die Scheibe. Sollte sich dahinter erneut etwas bewegen, war ich bereit abzudrücken. Das Gerüst draußen wand sich um dieses Stockwerk die ein endloser, enger Balkon und ich musste damit rechnen, dass es – was auch immer es war – mehrere waren, die dort herumstreunten und nur darauf warteten, durch das Fenster zu brechen und mich bei lebendigem Leib in Stücke zu reißen.
      Plötzlich erschien ein Loch im Glas und eine Kugel sauste direkt an meinem rechten Ohr vorbei. Schüsse?!
      Ich wich aus – obwohl es dafür eh schon zu spät war – und drückte ab. Ein zweites Loch sprengte feine Risse in die Scheibe, aber kein Laut, der mir zeigte, dass ich vielleicht getroffen hatte, war zu hören. In der Dunkelheit draußen konnte ich kaum mehr als den Himmel und einige entfernte Dächer erkennen. Mein Herz schlug wieder schneller, pumpte Adrenalin durch meinen zitternden Körper und ließ mich letztendlich auch schärfer sehen. Draußen bewegte sich etwas – und kam auf das Zimmer zu.
      „Bleib draußen oder ich schieße dir das Hirn raus!“, rief ich dem Fremdling zu und lud durch. Sollte er doch kommen und versuchen, mich zu holen.
      „Nicht schießen, man! Ich lass es auch sein!“, antwortete mir eine Stimme, die entgegen jeglicher Logik einen Hauch amüsiert klang, aber ich nahm meine Revolver nicht runter und starrte weiterhin angestrengt vor mich, leckte mir das flüssige Salz von den Lippen und konzentrierte mich nur auf den Schemen, der näher kam.
      Eine hoch gewachsene Gestalt tauchte im Fensterrahmen auf und schob die verglaste Tür – die perfekt im Fenster eingelassen und dadurch gut versteckt gewesen war – zur Seite und ich fand mich Auge in Auge mit einem Mann. Einem lebendigen Menschen. Unfassbar.
      Zumindest wies er keine Symptome der Seuche auf. Seine Haut war straff und gesund, seine Kleidung etwas schmutzig, hing ihm aber nicht in Fetzen herunter, und auch die belustigt hochgezogenen Mundwinkel wirkten harmlos. Vorerst.
      „Hey man, immer langsam mit den jungen Pferden“, grinste er mich an und hob die Hände in einer Geste nicht-existenten Widerstands hoch. „Ich will dir nichts tun.“
      Aber für mich hörte sich das ganz anders an. Ich weiß nicht, ob es an einer zunehmenden Paranoia lag oder ob es stimmte, aber mich beschlich das sichere Gefühl, dass er eindeutig etwas von mir wollte. Es konnte Einbildung sein, doch daran glaubte ich nicht – er hatte mich töten wollen, obwohl er gewusst hatte, dass ich ein Mensch wie er war und kein Untoter oder Formwandler. Er hatte es gewusst und trotzdem auf mich geschossen.*
      Und jetzt wird er versuchen, dich zu vergewaltigen, schoss es mir in einem Anflug von Panik durch den Kopf. Jede Wette.
      „Bleib da stehen!“, warnte ich ihn mit zusammengekniffenen Augen. Er quittierte diesen Ausbruch mit leichtem Anheben seiner Brauen, sagte aber nichts und setzte sich stattdessen wortlos auf das Bett am Fenster. Bei dem Gedanken, dass die verwesten Beine der Leiche unter der Decke nur Zentimeter von ihm entfernt waren, wurde mir wieder schlecht.
      „Ich warne dich“, sprach ich mit mühsam beherrschter Stimme. „Fass mich an und ich bring dich um. Ein Mensch weniger ist kein Problem für mich.“
      „Wie kommst du denn darauf, dass ich das tun könnte?“, entgegnete er immer noch amüsiert und sah mich herausfordernd an.
      „Ich weiß es einfach. Also versuch's erst gar nicht!“ Allein die Art und Weise, wie er mich musterte, verriet mir einiges. Ja, ich lief in einem engen Tanktop und aufreizenden Hüftjeans herum, aber das gab ihm noch lange nicht das Recht, mich möglicherweise zu befummeln.
      Bei dem Gedanken daran, dass er mich berühren könnte, stellten sich mir sofort die Nackenhaare auf. Ob vor Entsetzen oder... etwas anderem wusste ich nicht.
      Plötzlich sah ich in den Lauf eines Revolvers. Mit diesem unbeschwerten Lächeln im Gesicht drückte er ab, aber diesmal war ich schnell genug. Ich warf mich mit meinem ganzen Gewicht zur Seite, prallte gegen den Nachttisch und schoss. Eine Sekunde lang waren seine Augen verblüfft aufgerissen und starrten mich ungläubig an, dann lachte er auf einmal, ein Lachen, das unter normalen Umständen vielleicht ansteckend gewesen wäre, mich aber in jenem Moment rein gar nicht ansprach.
      Seine Hand war leer. Ich hatte ihm den Revolver herausgeschossen. Wieder Herr über die Situation steckte ich – anscheinend unter Einfluss geistiger Umnachtung – meine Waffen weg, doch da hatte er schon flink einen zweiten Revolver unter seinem Mantel hervorgezogen und auf mich gerichtet. Ich schnappte nach Luft, bekam einen Hauch von süßlicher Verwesung mit und wäre davon beinahe in die Knie gegangen, aber meine Beine zitterten lediglich und ich riss beide Arme hoch.
      „Nicht schießen!“, rief ich hastig und sah ihn ängstlich an. Und in jenem Augenblick war ich wieder, was ich wirklich war – eine einfache, unerfahrene Frau, die vielleicht mit einem Revolver umgehen konnte, aber der all die Geschehnisse bisher mehr zu schaffen machten als gedacht. Trotzdem wollte ich dort nicht sterben, zwischen diesen eitrigen Toten und mit einer Kugel in der Stirn.
      „Keine faulen Tricks“, sagte der Fremde ernst und ich nickte, dachte aber im Traum nicht daran. Kaum hatte er seinen Revolver weggesteckt, zog ich meine beiden, war bei ihm und hielt sie ihm an die Stirn.
      „Scheinbar doch“, brachte ich zwischen zusammengepressten Lippen hervor und funkelte ihn wütend, aber auch erschöpft an. „Lass deine Hände von dem Ding.“
      Er sah mich an, ausdruckslos, dann wurden seine Gesichtszüge weicher und als er sprach, klang er sogar richtiggehend freundlich.
      „Okay okay, du hast mich drangekriegt“, lachte er sein irritierendes Lachen. „Du schießt gut.“
      „Danke“, erwiderte ich ausdruckslos und rang mich schließlich zu einem Lächeln durch. „Du aber auch.“
      Er ging nicht darauf ein, sondern lehnte sich gemütlich gegen das Fußende des Bettes und musterte mein Gesicht.
      „Du gefällst mir. Du hast Mumm in den Knochen. Findet man nicht mehr oft. Falls man überhaupt Menschen findet, die einem nicht ans Fleisch wollen.“ Stirnrunzeln.
      Während er seinen Gedanken nachhing, steckte ich meine Revolver wieder weg – diesmal endgültig – und betrachtete den Mann, das einzige, mehr oder weniger, vernünftige menschliche Wesen seit langem.
      Er trug einen ledernen Cowboyhut mit breiter Krempe, die ständig einen schummrigen Schatten auf sein Gesicht warf. Er war genauso cremebraun wie sein Mantel. Ob dieser aus Leder oder Stoff war, vermochte ich nicht zu sagen, aber er ähnelte dem Hut sehr und reichte dem Fremden bis zu den Knöcheln. Unzählige Schnallen zierten vor allem dem Bereich seiner trainierte Brust, die unter dem offenen Mantel trotz des Kragenshirts darunter gut zu erkennen war.
      Er trug eine einfache dunkle Jeans und schwere Stiefel, die vorne spitz zusammenliefen.
      Die Halfter seiner Revolver an den Hüften wirkten riesig und hatten die gleiche Farbe wie Hut und Mantel.
      Schwarze, verwuschelte Haare, die wohl normalerweise zwischen glatt und leicht gewellt pendelten, reichten ihm in all ihrer momentanen Unordentlichkeit bis knapp auf die Schultern. Ich konnte die Farbe seiner Augen nicht erkennen, aber sein Blick war mir bei näherer Betrachtung doch ganz sympathisch. Das Lächeln, das er ständig auf den ebenmäßigen Lippen zu tragen schien, erreichte auch seine Augen – wahrscheinlich gefielen sie mir deshalb plötzlich.
      Ein paar Stoppeln bedeckten sein Kinn mit einem dunklen Bartschatten und verliehen ihm das Aussehen eines Landstreichers. Oder eines Abenteurers.
      Die kantigen Gesichtszüge unterstrichen diese Theorie nur noch, aber unter all dem Schein merkte man trotzdem, dass er noch relativ jung sein musste. Nicht älter als 30, da war ich mir recht sicher.
      „Wie heißt du?“, fragte er auf einmal und ich stutzte einen Moment, bevor ich meine Stimme wiederfand.
      „Kai. Kalliope Raucci.“
      „Ein seltsamer Name“, murmelte er nachdenklich. Ich stellte mich neben ihn und wühlte in meiner Umhängetasche, bis ich fand, was ich suchte – einen linierten Block. Dann blätterte ich so lange darin herum, bis ich die entsprechende Stelle hatte.
      „Er ist nicht seltsam“, widersprach ich energisch und tippte auf die Seite, die ich ihm unter die Nase hielt. Darauf standen Namen und Daten. Hatte ich sie aufgeschrieben? Ich erinnerte mich nicht, vermutete es aber. Vielleicht um niemals meine Herkunft zu vergessen. Es fühlte sich zwar an, als wäre ich diese Kai, aber auch wieder nicht. Verwirrend.
      „Meine Mutter war Griechin. Eleonora.“ Ich tippte auf den Namen meiner Mutter, dann wanderte mein Finger zu dem meines Vaters. „Guiseppe Raucci, mein Vater. Italiener. Raucci bedeutet Wolf auf Italienisch. Ich bin stolz darauf, diesen Namen tragen zu dürfen.“
      Ich zeigte ihm meinen Namen.
      Kalliope Aglae Raucci.
      Die Schönstimmige – der Glanz – Wolf.
      Eigentlich wirklich eine seltsame Zusammenstellung.
      „Ich nenne dich trotzdem einfach nur Kai, okay?“, grinste er mich an und ich erwiderte den Ausdruck mit einem Nicken.
      „Klar.“

      *Ich fühlte im Traum, dass er irgendwo unten beim Krankenhaus noch einen Partner hatte und dass es dessen bekloppte Idee gewesen war, mich abzuknallen.[/SPOILER]

      Sehr geprägt von S. Kings The Stand - Das letzte Gefecht und Schwarz, dem ersten Band des Dunklen Turms.
      Vor allem der Kerl am Ende. Wer fühlt sich da nicht an einen Revolvermann erinnert? :ugly:
      Das mit dem Camp am Anfang war ein anderer Traum. Da fing die Zombieseuche aber schon an, mitten in diesem Waldferienlager x_x

      Dinge, die die Welt nicht zu wissen braucht, die ich ihr aber trotzdem mitteile: Ja, ich kann durch den Mund atmen, ohne die Nase zu benutzen. Geruchloses Atmen ist praktisch (aber meine Ma hält mich deshalb für seltsam, wtf? xD)
      Do you fear death, pup?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Hylia ()

    • Mein Traum heißt: STIIIIIIIRB AUF DEM Schifflein.
      WARNUNG! HORROR!
      Ich war auf einer Kreuzfahrt. Es war im Jahr 1972.....sagte Jedenfalls der Kalendar. Das Schiff hies Lady Andrea. Die Lady Andrea kommt aus Italien und fährt nach Deutschland. Auf dem Heck des Schiffes fand ein Tanzarbend statt. Ich saß auf einer Bank und Spielte Scrabble. Und es kam der Staz"Mir ist langweilig" raus. Aber das Stimmte auch. Alle nannten mich Katie. Ich hatte ein Blaues Rüschen Kleid an.Aufeinaml wollte der Kapitän mit mir tanzen. Doch danach zerteilte ein Seil alle Leute bis auf mich. Ich schrie ganz Laut und......Wachte auf.

      Der Traum kam nach dem ich Ghost ship gesehen hatte. Fast alles ist wie im Film. Aber der Film war auch Horrormäßig. Aber ich liebe Horrorfilme.
      It doesn't matter if you love him or capital H-I-M.
      Just put your paws up 'cause you were born this way baby.

      If anyone brings you down dont be sad you were born this way -Lady Gaga-
    • Ich träume meistens davon wie mir jemand ein Zeldaspiel schenkt :) Das ist immer so realistisch... *seufz* und wenn ich aufwache hab ich doch keins. Einmal hab ich sogar geträumt er schenkt mir sogar 2 Zeldas' *doppelseufz...*

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Amon Bune ()