Original von Theseus
Letzte Woche haben wir uns Cube 1 und 2 angesehen.
Die Handlungsabläufe ähneln sich sehr stark und sind nur durch einige wenige Komponente abgegrenzt. Es geht jedesmal um eine Gruppe von Menschen, die sich in einem großen Block befindet, der aus vielen kleinen circa zimmergroßen Blöcken zusammengesetzt ist. Weder kannten sich die Menschen vorher, noch wussten sie wie sie dorthin kamen, noch was sie dort sollten, somat war das Ziel klar definiert, als Flucht aus dem Gefängnis.
Im ersten Teil bestand die Schwierigkeit darin, dass sich die Blöcke innerhalb des großen Gebildes rythmisch verschoben und mit Fallen gespickt waren.
Der zweite Teil stach durch eine 4-Dimensionalität hervor, die sich als die Zeit darstellte, was bedeutet, dass sich beim Verlassen eines kleinen Würfels, um in den nächsten zu gelangen, die Zeit ändern, oder sogar verlangsamen konnte.
Das Fazit ist, dass die Filme weniger Thriller beinhalten, als man erwarten könnte, aber dennoch vereinen sie echt gute Ideen.
Nichtsdestotrotz waren sie in meinen Augen 2 der unbefriedigendsten Filme, die ich je gesehen habe, weil sie einfach unendlich (!) viele Fragen offen lassen und im Expliziten der zweite Teil ganz am Ende mit Absicht noch mal einen Batzen an Fragen aufwirft.
Aber genau darum geht es doch in Cube oder besser gesagt, genau darum nicht. Cube ist nicht als etwas gedacht, was Antworten gibt, sondern als etwas was Frage aufwirft (mal abgesehen von dem nicht zu übersehenden Thema der menschlichen Psyche, bzw. wie Extremsituationen auf Menschen wirken).
Im Prinzip beantworten sich die Personen die Frage doch selbst: Der Cube (oder die Cubes) hat keinen tieferen Sinn, außer da zu sein (wieso wird letztendlich nicht beantwortet, ist aber auch nicht nötig). Dennoch versuchen die Insassen im ganzen einen Sinn zu sehen (die ständige Suche nach einem System, wenn es sinnvoller gewesen wäre sich nicht zu bewegen). Dass am Ende jender überlebt, welcher keinen tieferen Sinn im Ganzen zu sehen braucht, ist dann nur eine konsequente Pointe zu einem unheimlich gutem Psycho-Film.
Cube II und Cube Zero versuchen dann nur aus einem erfolgreichem Konzept Profit zu ziehen, was natürlich nur scheitern konnte.
@ Palma: Interessant wie die Meinungen zuz Antichrist auseinander gehen, da ich diesen Film als ziemlich genial empfinde, bzw. als einen ziemlich guten Film (auch wenn ich mir noch immer nicht sicher bin, ob ich ihn mag). Schon allein aus filmischer Sicht ist der Film sehenswert, da ich innerhalb der letzten paar Jahre keine beeindruckenderen Bilder gesehen habe, als bei diesem Film (und das meine ich jetzt nicht wegen der vielen Nacktheit und Gewalt).
"There are no happy endings, because nothing ends."
Quote: 'Schmendrick' gesprochen von 'Alan Arkin', aus dem Film 'The last Unicorn', von Peter S. Beagle