Bis gestern habe ich noch das Reisebuch für den Menschenfeind von Friedrich-Karl Praetorius gelesen (Erstauflage, 1993). Ein ebenso amüsantes wie kurzweiliges Werk, in dem der Erzähler von den Mängeln und Unzulänglichkeiten seiner Urlaubsorte (Einheimische und Touristen eingeschlossen) berichtet: Wohin es ihn auch verschlägt, seine Umgebung bleibt ihm fremd und lästig und man ist beim Lesen hin- und hergerissen zwischen tiefem Verständnis für seine Unzufriedenheit und dem Bedürfnis, den ewig unerträglich mosernden Zeitgenossen in einem düsteren Hinterhof zu verdreschen. Der Humor ist auf einem erfreulich hohen Niveau, stets pointiert, nie plump. An einigen Stellen musste ich doch sehr schmunzeln, weil ich mich in seinen Ausführungen stark wiedererkannt habe. Die Kapitel sind nicht lang, das Buch selbst ebenso wenig, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Gut für 'zwischendurch'.
Mittlerweile hänge ich mal wieder an einem Klassiker: Der Mythos des Sisyphos von Albert Camus (Neuübersetzung 2007, Rohwolt). Ein wahrer Genuss, nicht nur aufgrund des einleuchtenden Inhaltes, sondern vor allem aufgrund des bestechend klaren Stils, der sich (trotz einiger Querbezüge) zu keinem Zeitpunkt langatmig in sich selbst verliert (wie das bei Philosophen von damals bis heute ja nur allzu oft vorkommt). Lesens- und empfehlenswert, keine speziellen Vorkenntnisse nötig.
Mittlerweile hänge ich mal wieder an einem Klassiker: Der Mythos des Sisyphos von Albert Camus (Neuübersetzung 2007, Rohwolt). Ein wahrer Genuss, nicht nur aufgrund des einleuchtenden Inhaltes, sondern vor allem aufgrund des bestechend klaren Stils, der sich (trotz einiger Querbezüge) zu keinem Zeitpunkt langatmig in sich selbst verliert (wie das bei Philosophen von damals bis heute ja nur allzu oft vorkommt). Lesens- und empfehlenswert, keine speziellen Vorkenntnisse nötig.



