Was "könnt" ihr? - Ausbildung und Beruf

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    • Was "könnt" ihr? - Ausbildung und Beruf

      Hallo liebes ZFB,
      dieser Thread schwirrte mir schon länger im Kopf rum. Das Board ist gealtert und viele seiner User mit ihm. Waren wir um 2003 noch alle Schüler, ist das Bild inzwischen diverser. Natürlich sind immer noch viele Schüler unter uns, aber auch viele Studierende und sogar Leute, die bereits fest im Beruf stehen.
      Daher meine Frage: Nicht nur, was macht ihr beruflich, sondern auch: Welche Ausbildung habt ihr genossen? Was habt ihr gelernt? Das ist ja nicht unbedingt immer das gleiche.

      In meinem Fall ist es so, dass ich Lehramt, Sprachwissenschaften und Skandinavische Sprachen studierte. Dieses Studium ist seit 2013 beendet. Seit 14 Tagen bin ich voll ausgebildete Gymnasiallehrerin mit den Fächern Englisch und Deutsch, aber nebenher mache ich noch meinen Master in Skandinavistik und strebe die Promotion an. Zu all den Sprachen kommt noch eine Ausbildung in Deutsch als Fremdsprache dazu.
      Also kann ich zusammenfassen: Ich wurde für das Lehren von Sprachen ausgebildet. Dazu zählen neben Deutsch (als Fremdsprache) und Englisch auch die skandinavischen. Möglich wäre auch eine Übersetzertätigkeit, aber da müsste ich nochmal geschult werden. Beruflich bin ich auch in der Lehre unterwegs.
    • Ich bin Software Entwickler, seit 2011. Nach meiner schulischen Ausbildung (HTL) und Zivildienst nach Wien gezogen um hier diesen Beruf auszuüben. Hab zwar immer wieder mal überlegt zu studieren, jedoch wollte ich wenn schon "was anderes" studieren, aber noch ist mir nichts eingefallen :). Bin aber ziemlich glücklich mit meinem Job (nicht der konkrete jetzt, die aktuelle Firma ist kacke und ich such was neues) und denke eigentlich nicht drüber nach etwas anderes zu machen. Was ich mir vorstellen kann ist es, irgendwann mal Schulungen in diesem Bereich zu halten.
      James
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    • Der Threadtitel impliziert eine deprimierende Feststellung, nämlich die, dass man viel studieren kann, ohne irgendwas dabei zu lernen. Das Gefühl hab ich nämlich zurzeit und das lässt mich stellenweise sogar in Erwägung ziehen, die ganze S...ache einfach zu lassen und irgendeinen popeligen Bürojob oder so zu machen.
      Ich hab einen Bachelor in Sinologie und weiß, wie wir neulich feststellten, nicht mal die autonomen Gebiete auswendig. Dafür kann ich aber antike Gebrauchsanweisungen für Kompanten lesen... Das Studium erscheint mir momentan null praxisorientiert und das einzige Praxisorientierte im ganzen Studium, das es zurzeit gibt, ist irgendwelcher Wirtschafstkram, der mich leider auch null interessiert.
      Derzeit bin ich am Master dran, aber ob ich das je abschließen werde, ist fraglich. Ganz zu schweigen von Promotion. Momentan hab ich einfach nur die Nase voll von "wissenschaftlichem Arbeiten".
    • Wons schrieb:

      Der Threadtitel impliziert eine deprimierende Feststellung, nämlich die, dass man viel studieren kann, ohne irgendwas dabei zu lernen.
      Komisch. :/ Ich wollte genau das Gegenteil damit implizieren, weswegen "Können" in Anführungszeichen steht. Häufig wirft man den Geisteswissenschaften (zu recht?) keine Praxisorientierung vor, aber ich könnte nicht sagen, dass ich nichts gelernt hätte. Ich habe viel Fachwissen erarbeitet und eben Dinge kritisch zu sehen, genau zu lesen, alles zu hinterfragen, einfach eine Geisteshaltung. Das sollte der Titel aussagen.

      Es tut mir leid, dass du dich von dem Studium so enttäuscht fühlst und hoffe du findest für dich den richtigen Weg.
    • Hey mal ich hab vor einigen jahren eine lehre als koch begonnen und musst feststellen das ich dafür nicht gemacht bin. Nach dieser Erfahrung wechselte ich die Berufsspate zum Elektriker. Seit ich diese lehre beendet habe und mich weiter gebildet habe mit dem dazugehörigen Meistertitel bin ich sehr glücklich in meinem Beruf klar es gibt Tage wo ich meine arbeit etwas nervend finde . Es kann aber auch nicht jede arbeit perfekt laufen. Aber im ganzen bin ich glücklich in meinem Job und meinem Leben und das obwohl ich anfangs ne menge durchgemacht habe.
    • CAMIR schrieb:

      Seit 14 Tagen bin ich voll ausgebildete Gymnasiallehrerin mit den Fächern Englisch und Deutsch, aber nebenher mache ich noch meinen Master in Skandinavistik und strebe die Promotion an.
      Oh, in welchem Fach möchtest du den promovieren? Oder direkt in mehreren?

      Ich habe damals nach dem Abitur angefangen Geographie zu studieren, und auch obwohl ich alles interessant fand, musste ich am Ende wegen verschiedener Gründe aufhören.
      Danach hatte ich mir ein Semester genommen, nur um zu überlegen wies denn weitergehen soll. Zuerst hatte ich auch an eine Ausbildung gedacht, letztendlich wurde es aber ein weiteres Studium. Seit ca. dem 1. April (:D) dieses Jahres darf ich mich Bachelor of Arts in Geschichte schimpfen. Zurzeit arbeite ich am Master.
      Nebenbei mache ich aber auch eine Weiterbildung für Deutsch als Fremdsprache, sprich, ich bringe Nicht-Muttersprachlern Deutsch bei.
      >:3c
    • Juandalyn schrieb:

      CAMIR schrieb:

      Seit 14 Tagen bin ich voll ausgebildete Gymnasiallehrerin mit den Fächern Englisch und Deutsch, aber nebenher mache ich noch meinen Master in Skandinavistik und strebe die Promotion an.
      Oh, in welchem Fach möchtest du den promovieren? Oder direkt in mehreren?
      In der Skandinavistik. Da hab ich meine Heimat gefunden. :) In mehreren, soweit kommt's noch. xD! Aber erstmal muss ich den Master beenden, mein alter Studiengang zählt da nicht so viel.
      Sehr cool, dass du auch DaZ/DaF machst. Welche Ausbildung machst du dafür? Ich habe es damals per Fernstudium gelernt.
    • Ah ok! :D Skandinavistik klingt auch richtig gut. Ich nehme an du musst dich auf einige Bereiche spezialisieren? Oder musst du wirklich alle Sprachen durcharbeiten (wobei Norwegisch und Dänisch sich ja ähnlich sein sollen und Isländisch sehr nah am Alt-Norwegischen ist...)?

      Ich mach DaF als Ergänzung an der Uni, in zwei Semestern und insgesamt drei Seminaren. Das erste Semester ist bald vorbei, da wurden überwiegend die Grundlagen behandelt (Lehrmethoden, Vorstellungen, etc.). Ich bin gespannt wies weitergeht :) Ich wollte es damals in Linguistik machen (das war im Bachelor mein Ergänzungsfach), aber ich kam nie in den Kurs (war sehr gefragt). Jetzt bin ich durch die Warteliste reingekommen :)
      >:3c
    • Juandalyn schrieb:

      Ah ok! :D Skandinavistik klingt auch richtig gut. Ich nehme an du musst dich auf einige Bereiche spezialisieren? Oder musst du wirklich alle Sprachen durcharbeiten (wobei Norwegisch und Dänisch sich ja ähnlich sein sollen und Isländisch sehr nah am Alt-Norwegischen ist Altnordischen...)?
      Ist ein toller, kleiner, sehr familiärer Fachbereich, in dem ich mich sehr wohl fühle. Meine Spezialisierung liegt auf der "Älteren" Skandinavistik, also mittelalterliche Texte, wie die Eddas, die Sagas, alte Gesetzestexte und so. Man ist tatsächlich gehalten, alle Sprachen zu "können", wobei man sich auf eine spezialisieren kann. Für den Rest langt passives Verständnis. Es ist wirklich so, dass wenn man eine kann, man im Prinzip alle kann - ich bin mit meinen Norwegischkenntnissen in Dänemark und Schweden prima zurechtgekommen und habe die auch verstanden. Isländisch kann ich auch noch recht gut, bin dabei aber die Ausnahme. Die meisten Studierenden drücken sich davor bzw. interessieren sich nicht. Immerhin ist es tatsächlich, wie du sagst, nahe am Altnordischen, sodass ich wieder einen Vorteil für meine o.g. Texte habe. :)

      Juandalyn schrieb:

      Ich mach DaF als Ergänzung an der Uni, in zwei Semestern und insgesamt drei Seminaren. Das erste Semester ist bald vorbei, da wurden überwiegend die Grundlagen behandelt (Lehrmethoden, Vorstellungen, etc.). Ich bin gespannt wies weitergeht :) Ich wollte es damals in Linguistik machen (das war im Bachelor mein Ergänzungsfach), aber ich kam nie in den Kurs (war sehr gefragt). Jetzt bin ich durch die Warteliste reingekommen :)
      Cool! Bei mir ging das damals nicht, da wäre es ein eigenes Studium gewesen und nichts was man in der Germanistik hätte mit machen können. Deswegen hab ich davon Abstand genommen. Wie gesagt, hab mir alles durch Fernstudium und eigene Lehre angepaukt. Das Referendariat mit Englisch hat dann auch nochmal geholfen, weil Sprachlehrmethoden sind Sprachlehrmethoden, egal welche Sprache. :3
    • @Juandalyn drei Seminare sind für DaF/DaZ aber wirklich wenig. O.o Ich habe das auch als Zusatzprogramm an meiner Uni reingenommen, weil es wohl keine bessere Zeit gibt, um zu lernen, wie man Deutsch lehrt, aber bei uns besteht dieser Kurs aus vier Modulen und somit acht Seminaren, nach deren vier Modulprüfungen wir ein Zertifikat ausgehändigt bekommen, das uns vor Sprachschulen als kompetente DaZ-Lehrer ausweist (DaZweitsprache, da wir darauf vorbereitet werden, das hier im Inland zu machen und DaF ja heißt, dass man die Fremdsprache nicht im Zielland lernt). Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Umfang dessen, was DaF/DaZ beinhaltet, auch in so kurzer Zeit abklappern kann. o.o; Was genau behandelt ihr da?

      Mir geht es jedenfalls wie Wons. Ich bin durch diverse Umstände etwas langsamer im Studium und hatte vor einer Weile ein Jahr Pause - und meine Motivation auf den Abschluss geht gen Null, da unsere Germanistik hier weder das eine noch das andere ist: Wissenschaftliches Arbeiten findet man nur im Ansatz, die Bezeichnung "Kulturwissenschaften" verdient der Studiengang schon mal gar nicht mit der altbackenen biografisch zentrierten Methode zur Analyse literarischer Werke ohne jeden Bezug zur tatsächlichen, heutigen Kultur... Momentan will ich nur noch einen verdammten Abschluss in der Tasche haben, damit ich mal was Sinnvolles, in dem Fall Leuten Deutsch beibringen, machen kann. Dieses Studium hier kann ich für mich jedenfalls in die Tonne treten und habe in zwei Semestern Anglistik mehr gelernt als in 7+ Germanistik, was leider nicht für die kulturwissenschaftliche Kompetenz unseres Instituts spricht. Eventuell greife ich nach dem Abschluss noch Psychologie oder Genderstudies auf, mal sehen. Aber erst mal unabhängiger werden wäre schön. ._.
      Kapitel meines aktuellen Projekts "Heirs of Miraika" werden auf Wattpad hochgeladen, Genre: High Fantasy/Steampunk, Themen: Power Abuse, Clash of Cultures, Chosen Family & Love.

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    • CAMIR schrieb:


      Ist ein toller, kleiner, sehr familiärer Fachbereich, in dem ich mich sehr wohl fühle. Meine Spezialisierung liegt auf der "Älteren" Skandinavistik, also mittelalterliche Texte, wie die Eddas, die Sagas, alte Gesetzestexte und so. Man ist tatsächlich gehalten, alle Sprachen zu "können", wobei man sich auf eine spezialisieren kann. Für den Rest langt passives Verständnis. Es ist wirklich so, dass wenn man eine kann, man im Prinzip alle kann - ich bin mit meinen Norwegischkenntnissen in Dänemark und Schweden prima zurechtgekommen und habe die auch verstanden. Isländisch kann ich auch noch recht gut, bin dabei aber die Ausnahme. Die meisten Studierenden drücken sich davor bzw. interessieren sich nicht. Immerhin ist es tatsächlich, wie du sagst, nahe am Altnordischen, sodass ich wieder einen Vorteil für meine o.g. Texte habe. :)

      Oh, das klingt toll! Also richtiges Sprachenlernen.

      CAMIR schrieb:

      Cool! Bei mir ging das damals nicht, da wäre es ein eigenes Studium gewesen und nichts was man in der Germanistik hätte mit machen können. Deswegen hab ich davon Abstand genommen. Wie gesagt, hab mir alles durch Fernstudium und eigene Lehre angepaukt. Das Referendariat mit Englisch hat dann auch nochmal geholfen, weil Sprachlehrmethoden sind Sprachlehrmethoden, egal welche Sprache. :3

      Interessant! Bei uns werden Germanistikstudenten bei der Platzvergabe bevorzugt, dann Linguisten, dann alle anderen aus der Philosophischen Fakultät (anscheinend darf man da als Mediziner, Jurist oder Naturwissenschaftler nicht mitmachen........). In Bonn ist das glaube ich durch den Germanistik-Studiengang möglich, als Vertiefung. Interessant zu sehen, wie unterschiedlich Universitäten da agieren.
      Ich denke du hattest da vielleicht sowieso Vorteile/Kenntnisse wegen deines Lehramtstudiums^^ Es passt auch gut zu dem was du bis jetzt gemacht hast.


      Bereth schrieb:

      @Juandalyn drei Seminare sind für DaF/DaZ aber wirklich wenig. O.o Ich habe das auch als Zusatzprogramm an meiner Uni reingenommen, weil es wohl keine bessere Zeit gibt, um zu lernen, wie man Deutsch lehrt, aber bei uns besteht dieser Kurs aus vier Modulen und somit acht Seminaren, nach deren vier Modulprüfungen wir ein Zertifikat ausgehändigt bekommen, das uns vor Sprachschulen als kompetente DaZ-Lehrer ausweist (DaZweitsprache, da wir darauf vorbereitet werden, das hier im Inland zu machen und DaF ja heißt, dass man die Fremdsprache nicht im Zielland lernt). Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Umfang dessen, was DaF/DaZ beinhaltet, auch in so kurzer Zeit abklappern kann. o.o; Was genau behandelt ihr da?
      Oh... D: dann ist das bei uns ja echt wenig... also dieses Semester machen wir Grundlagen/Grundbegriffe, Berufsfelder, Methoden des Deutschunterrichts, Landeskundliche Ansätze, Autonomes Lernen, Lernstrategien, Aufgaben-Übungen-Übungsprinzipien, Sozialformen-Arbeitsformen-Interaktion, Medien im Unterricht, Unterrichtsplanung, Wortschatzvermittlung und Lehrwerke. Alle Themen werden im Zuge einer Unterrichtsvorbereitung von den Studierenden selbst vorgetragen... ich persönlich mag sowas ja überhaupt nicht, aber unsere Dozentin ist eh etwas seltsam was das angeht. Einerseits müssen wir alles selbst machen, andererseits will sie uns die Antworten vordiktieren :'D (und auch in dem Sinne wo eventuell mehrere Sachen möglich sind). Was in den nächsten zwei Seminaren folgt weiß ich noch nicht, ich schätze wir werden das vertiefen.
      >:3c
    • Das klingt.... interessant, um es nett auszudrücken. xD Das sind teilweise so komplexe Themen, dass man dafür eigentlich ein ganzes Semester bräuchte, daher würde ich dir empfehlen, die Sachen dringend im Selbststudium zu vertiefen, wenn du es praktisch anwenden willst. Das scheint bei euch alles nur angerissen zu werden, aber mit etwas Eigeninitiative bringst du das sicher gut zur praktischen Anwendung. ^^
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    • Ich fand auch dass das alles extrem schnell ging. Wie gesagt, die Themen wurden auch nicht von der Dozentin vorbereitet, jede Gruppe bekam ein Lehrwerk in die Hand und gesagt "Joa, nach dem Kram hier macht ihr mal die Stundenvorbereitung". Man hat uns sogar gesagt dass wir keine weitere Literatur bräuchten lol. Ich glaube auch, dass ich da noch mal selbst hintersteigen sollte. Aber gut, das auch mal von einer anderen Seite zu hören :'D

      Letztendlich werde ich mein Zertifikat nach den zwei Semestern bekommen. Irgendwie wird mir doch ganz schön mulmig dabei, wenn ich weiß, dass das irgendwie zu wenig ist...
      >:3c
    • Wir können uns auch gerne mal austauschen und unsere Materialien diskutieren. :D Also wenn ich meinen Kram mal geordnet hab. Hust.
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    • @Juandalyn: Genau richtiges Sprachenlernen und dann auch Seminare, die das abfragen mit Literatur in Originalsprache, Übersetzungskursen und so. :) Ja, wie gesagt, in Mainz wollten sie keine Germanistikstudenten haben. Und nochmal bei 0 anfangen, fand ich auch doof.

      @ Daf/DaZ Lehre: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass keine Theorie der Welt die Praxis aufwiegt. Egal ob man es jetzt 3 oder 8 Semester gemacht hat. Das Meiste über Lehre habe ich im Referendariat gelernt. Unter Schmerzen, aber ich habe es gelernt. Alles andere ist nur Makulatur. Für diejenigen, denen kein Ref zur Verfügung steht: Wenn ihr selber vor Gruppen steht merkt ihr selbst, was geht und was nicht.
    • CAMIR schrieb:

      @ Daf/DaZ Lehre: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass keine Theorie der Welt die Praxis aufwiegt.
      I second that.

      Ein ehemaliger Unikollege von mir war in Karlsruhe am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als DaF-Dozent tätig. Momentan macht er dasselbe an der Universität Salzburg. Die Ausbildung selbst, meint er, ist dafür völlig verzichtbar. Ich habe auch die Erfahrung gemacht (ca. 6 DaF-/DaZ-Kurse zu je 4 ECTS), dass die Inhalte selbst großteils Augenauswischerei sind und dafür, dass das Fach sich selbst einen erheblichen Praxisbezug zuschreibt, überraschend seicht sind. Ich habe nie verstanden was z.B. einen DaF-Alumnus mehr zur Tätigkeit qualifizieren soll als einen Linguisten, zumal Linguisten standardmäßig sowieso Sprachdidaktik und Spracherwerbsforschung lernen.

      Meinen eigenen Ausbildungsweg kann ich gerne nacheditieren, sitze aber ironischerweise im Büro und sollte langsam die Arbeit angehen. *g*

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ocarina of Time ()

    • Sehr interessant! Wir haben in unserem Kurs viele, die schon seit Jahren Deutsch unterrichten, für den nächsten Schritt (bessere Bezahlung, Festanstellung, anderes Institut) jedoch dieses Zertifikat brauchen. Ich stimme aber zu, da muss man echt Praxiserfahrungen haben. Ein Zertifikat bekommt man auch, ohne jemals irgendwem was beigebracht haben zu müssen. Es macht einen nicht zum guten Lehrer.
      >:3c
    • Das stimmt natürlich, so ein Kurs gibt einem schlicht das Handwerkszeug und verschiedene Lehrmethoden an die Hand sowie (in unserem Fall) etwas Hintergrundwissen zur Kognition, sodass man etwas besser weiß, welche Lerntypen es tendenziell in welcher Altersstufe geben kann (wobei ich schon als Kind meine Regeln brauchte, um Dinge abstrahieren zu können, und spielerisches Lernen mir so gar nicht geholfen hat - daher tendenziell). Mir fällt auch auf, dass ich einige Kurse belegen muss, die ich schon gefühlte tausend Mal in Germanistik und Anglistik hatte, auf der anderen Seite kommen eben auch welche dazu, in denen auf die Unterrichtsplanung eingegangen wird, was mir als Lehramtfremder sehr entgegen kommt.

      Die Lehrpersönlichkeit ersetzt nichts davon, das ist klar.
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    • Ich hab in den letzten sechs Jahren Psychologie studiert.
      Der Bachelor, war wie wahrscheinlich in allen Fächern, eher oberflächlich gehalten. Man hat in der Theorie von allem etwas gelernt, was man im Prinzip auch braucht, um die Zusammenhänge zu verstehen und zu merken, welche Richtung man einschlagen möchte. Größtenteils bestand das Studium (zumindest an der Uni Wien) aus Statistik. Man lernt also, wie man Fragebögen richtig aufbaut, damit man auch aussagekräftige Ergebnisse bekommt und mit welchen Methoden man welche Daten analysieren muss.
      Viele Menschen stellen sich unter Psychologie ja vor, dass man nach dem Studium weiß, wie der Mensch funktioniert. In einer gewissen Weise tut man das auch. Aber hierzu zitiere ich kurz Sherlock Holmes:

      "While the individual man is an onsoluble puzzle, n the aggregate he becomes a mathematical certainty. You can, for example, never foretell what any one man will do, but you can say with precision what an average number will be up to. Individuals vary, but percantages remain constant. So says the statistician."

      Für mich hat sich dann im Master der Fokus auf den "Geist und Gehirn"-Schwerpunkt gelegt. Während die anderen Schwerpunkte sich dann entweder auf Wirtschaft oder Bildungswesen bzw. klinische Psychologie fokussiert haben, ging es in meinem Schwerpunkt zum einen um
      a) noch mehr Statistik
      b) kognitive Psychologie
      c) Neuropsychologie
      Alle drei Themengebiete fand ich sehr spannend. Ich hab gelernt, wie man praktisch bestimmte Hirnaktivitäten misst (EEG, TDCS), habe statistische Methoden vertiefen können und letztendlich auch noch sehr viel praktisch wissenschaftlich gearbeitet. Dazu gehörte das Verfassen mehrerer Porposals und Paper, die Auswertung verschiedenster Daten und natürlich das überlegen neuer Forschungsdesigns und das lesen und analysieren von Papern anderer Wissenschaftler. Als Wahlfächer habe ich klinische Psychologie genommen. Meine Masterarbeit habe ich dann in der Schnittstelle Sozialpsychologie, klinische Psychologie und Cyberpsychology mit dem statistischen Fokus auf ein komplexeres multivariates Verfahren gelegt. Wens interessiert, hier gibts ein Poster: klick.

      Besonders durch den Master fühle ich mich sehr gut auf die Arbeit eines Naturwissenschaftlers vorbereitet. Statistik hat es mir irgendwie angetan, weshalb ich da im letzten Jahr nochmal einiges gelernt habe und auch praktisch angewandt habe (kurz habe ich den Statistik Bachelor begonnen, aber der hat mir nicht wirklich was gebracht, weshalb ichs wieder sein lassen hab. Zusätzlich habe ich dann noch verschiedenen Leuten bei der statistischen Auswertung ihrer Daten für Abschlussarbeiten geholfen. Hauptsächlich beratung, welche Methoden man verwenden kann, wie man sie anwendet und wie man Ergebnisse interpretiert).

      Derzeit arbeite ich in einer psychotherapeutischen Gemeinschaftspraxis mit dem Fokus auf Suchterkrankung als Datenanalystin und zusätzlich als Honoratrainerin in der Berufseignungsdiagnostik (aka, ich gebe den Leuten psychologische Tests vor und schaue, ob und für welche Berufe sie geeignet sind). Beides allerdings nur vorrübergehend, da ich mir wahrscheinlich ab Herbst eine Stelle für die Promotion suchen möchte. Gerne im Bereich Internet Gaming Disorder, Virtual Reality oder Sozialphobie. Forschen macht mir derzeit sehr viel spaß. Da man durch die derzeitige Gesetzeslage allerdings eher schlechte Aussichten auf unbefristete Verträge hat, werd ich mir noch einen alternativen Plan suchen. Wahrscheinlich Psychotherapieausbildung als Kognitiver- und Verhaltensthreapeut.

      Ende