Stirbt das ZFans Forum aus?

    • Original von HeyDay
      Haha :'D
      Wenn ihr wüsstet, wie schnell jeder im Team angesprungen kommt, wenn Falco auch nur das Wort "Boardumzug" in den Mund nimmt

      Aber ja, das ist wohl auch ein Grund

      Schuldig im Sinne der Anklage. Meine Zeit für das Board hat kontinuierlich abgenommen, derzeit bin ich froh wenn ich einmal im Monat reinschaue. Mit meiner 60 Stunden-Woche finde ich einfach keine Zeit mehr dazu und schiebe "nicht ganz so wichtige Themen" und "Hobbies" vor mich her. Bezüglich "Boardumzug" haben wir glaub ich inzwischen schon 4 oder 5 Anläufe gestartet in denen wir es "richtig" machen wollten. Inzwischen ist allen beteiligten klar, dass es den "richtigen" nicht geben wird und eine "light"-Variante her muss. Glaub 2 oder 3 der 5 Anläufe (selbst "light") sind daran gescheitert, dass mir was dazwischen kam.

      Ich bin generell auch der Meinung, dass Foren langsam aber sicher anderen Kommunikationsplattformen weichen, selbst wenn die Durchsuchbarkeit in diesem Format noch am besten ist. Viel des Gedankenaustausch findet inzwischen über Twitter und Facebook statt, auch wenn es im Gegensatz zu hier nicht mehr zielgruppengerichtet ist.

      Spiele wurden früher hauptsächlich verboten, da der Speicherplatz beschränkt war. Später als Speicherplatz kein Problem mehr war gab es aber noch viel Spam, so dass die Moderation schon anspruchsvoll genug war und daher auch das Interesse beschränkt war die Post-Flut und damit den Aufwand noch weiter anzuheizen, selbst wenn es für ein angenehmeres Klima gesorgt hätte.

      @Vas-y, Stan: Ich freue mich zwar über euren Dank, angesichts dessen, dass viele Dinge die eigentlich meine Aufgabe wären schon seit Jahren nur noch vom Team gemacht werden und ich eigentlich nur noch auftauche wenn es technisch knirscht, kann ich den Dank nur bedingt annehmen und gebe ich liebe an mein tolles Team weiter, welches das Board am Leben hält. Dank nehme ich erst wieder an, wenn der Boardumzug endlich durch ist (und ja, mir ist bewusst dass es an mir liegt, dass hier nichts voran geht).

      Aus statistischer Sicht ist das Interesse an der Seite nicht wirklich rückläufig. Wir haben eigentlich seit über einem Jahr konstant um die 55.000 Views pro Monat. Im Mai gab es einen Peak mit 97.000 Views, aber der flaut so langsam ab und Juni - August war konstant ~70.000 Views. Rein vom Interesse an der Seite her betrachtet, ist das Board also eigentlich wieder auf dem Weg nach oben. Das hilft nur nichts, wenn die Beiträge fehlen und die Zahlen eigentlich nur zeigen, dass Leute schauen und nichts sehen.
    • Nunja. Auch ich muss sagen, dass es mir über die letzte Zeit sehr erscheint, als würde das Board nach und nach absterben. Zwar gibt es noch Besucherzahlen aber mir persönlich geht es hier um die Nutzer die in -mehr oder weniger- regelmäßigen, zeitlichen Abständen hier anzutreffen sind. Darauf bezieh ich mich aber gleich erstmal im Nostalgie Thread.

      Es ist bedauerlich, das Foren so nach und nach von anderen Kommunikations und Social Media Plattformen zu einer obsoleten Geschichte degradiert werden aber es naja... this fine ol' keeps spinnin' around. So ists nunmal der Lauf der Dinge und wenn man das ganze mal ganz genau betrachtet haben sich hier doch einige bekanntschaften gebildet die man sicher nicht missen will, oder seh ich da was falsch?
      "I believe in a universe that doesn't care and people who do."
    • Ich war sehr aktiv im Forum und verschwand auch nach einer Weile. Meine persönlichen Gründe dafür sind:
      • Erwachsen-Werden:
        Berufsleben bedeutet weniger Zeit. Da ich das ZFBoard als eine ausführliche und wortreiche Instanz von Internetforen sehe, wollte ich das Niveau nicht mit Einzeilern herunterschrauben, auch wenn es möglich ist sich mit geringem Informationsverlust kurz und prägnant auszudrücken.
      • Globalisierung:
        Wer braucht die deutsche Sprache, wenn im Internet fast jeder Englisch spricht? Der deutsche Sprachraum beschränkt sich auf deutschsprachige Personen und somit auf eine wesentlich kleinere Informationsquelle als internetweit verfügbar ist. Zudem habe ich zunehmend das Gefühl, dass wenn ich deutsch spreche, ich eine Tunnelvision auf die hiesige Nation habe, während es viel interessanter ist, global zu blicken. Wobei ich zugeben muss, dass ich hier schon mehrere Begegnungen mit dem Informationsüberfluss-Phänomen hatte.
      • Wesentlich bessere Alternativen:
        Foren sortieren ausschließlich nach Beitragsdatum. Verspätete sinnvolle Beiträge gehen unter und sinnfreie frühe Beiträge stehen im Rampenlicht. Andere Internetplattformen haben viel bessere Sortierungsalgorithmen, die Bewertung und in einigen Fällen auch Beitragsalter berücksichtigen. Chronologischer Sortierung wird lediglich als optionale Alternative angeboten.
        Zudem bieten Foren nur Volltextsuche an, während andere Medien bereits wiki-mäßig von der Gemeinschaft verwaltete Suchwörter pro Thread (community-managed tagging) haben. Auch gibt es mittlerweile Suchmaschinenintegrierung, sodass deren Threads auch in Google selbst erscheinen.
        Ebenfalls erwähnenswert ist die Darstellung der Antworten zu anderen Beiträgen im gleichen Thread, die als Unterbeitrag statt als weiteren Threadbeitrag eingeordnet werden.
        Als perfekte Beispiele sehe man sich Reddit's AskScience (sehr forumnah) oder eines der Stack Exchange Seiten (sehr "Fragen-Antworten"-nah) wie z.B. Arqade (Spielefragen) an.
        Ich würde aus Jux sogar ein ZFBoard-Subreddit mit Flairs als Subforen (im Thread-Titel angezeigte spezielle Filter-Tags) als ZFBoard Version 3 vorschlagen. Auch wenn man selbst hosten will, kann man ein Medium, das sich nicht Board oder Forum nennt, nehmen.
      Soziale Medien sind keine Alternative zu einer sachlichen Instanz wie dieses Forum. Die Weise auf der sie aufgebaut sind, fördert nur niveauloses Verhalten (auf Wunsch gehe ich tiefer darauf ein, ist aber Off-Topic). Trotzdem ist es das erste, was Internetneulinge entdecken, womit eines der besten Potenzialen an Neulingen für das ZFBoard entschwindet.
      Selbst wenn das durchschnittliche Alter des Internetbenutzers steigt und die wachsende Anzahl der internetsurfenden Eltern den Schülern und Studenten sinnvolle Internetplattformen vorschlagen, wird es kein Forum, sondern eines der in Punkt 3 genannten Alternativen sein.
    • Ich denke Social Media ist nur eine Hälfte die für das Forensterben verantwortlich ist, die Zweite dürfte der Trend zu Mobile Devices statt stationären PCs sein. Am Handy tippt sich ein langer Beitrag halt nur schwer und geht natürlich Hand in Hand mit Facebook&Co weil dort die Diskussionstiefe idR viel oberflächlicher ist als in Foren.



      Soziale Medien sind keine Alternative zu einer sachlichen Instanz wie dieses Forum. Die Weise auf der sie aufgebaut sind, fördert nur niveauloses Verhalten (auf Wunsch gehe ich tiefer darauf ein, ist aber Off-Topic).

      Würde gerne lesen was du dazu zu sagen hast.
    • Zunächst einmal möchte ich meinen herzlichen Dank an das Timeout meiner Login-Session ausdrücken, das beim Absenden meinen geschriebenen Beitrag komplett verworfen hat und somit eine Neuschrift erforderte.

      Shishizen schrieb:

      Soziale Medien sind keine Alternative zu einer sachlichen Instanz wie dieses Forum. Die Weise auf der sie aufgebaut sind, fördert nur niveauloses Verhalten (auf Wunsch gehe ich tiefer darauf ein, ist aber Off-Topic).
      Würde gerne lesen was du dazu zu sagen hast.

      Was ich damit sagen wollte, ist, dass die populären Kreise sozialer Medien keine vorbildlichen Einstiegsbereiche für junge Internetneulinge ist.
      Als ich in meiner Kindheit begann, aktiv im Internet mitzuwirken, war ich u.a. dem strikt moderierten sachlichen Meinungsaustausch des ZFBoards ausgesetzt und lernte somit die "korrekte" Weise der sprachlichen Kommunikation kennen. Ist man aber nur Gleichaltrigen gegenüberstellt, wie es mit Facebook-Freundeskreisen in moderner Schulzeit üblich ist, vermisst man diese Gelegenheit zur Frühreife, die ich hatte.
      Ich erwägte später als Außenseiter moderner sozialer Medien diese mit einer Mitgliedschaft kennenzulernen. In meiner begrenzten Erfahrung bekam ich leider nur den Eindruck, dass der Druck auf Kurzfassung, Vernachlässigung der Privatsphäre, Besessenheit mit Markenware und Emotionalismus ungewöhnlich hoch ist. Lieber halte ich mich auf Internetplattformen auf, in denen man sich nicht zu spärlich ausdrückt, man neben gewollter Aufmerksamkeit keine Ungewollte durch Datenleck an sich zieht, in denen man Produkte der Unterhaltung und Statussymbole nach Qualität und nicht nach Popularität gewichtet und man sich auf Fakten beruht, statt durch mangelnde Gefühlskontrolle oder Sturheit sich in sinnlosen Streit oder ähnlicher Zeitverschwendung verwickelt. In den von mir im vorherigen Beitrag genannten Beispielen werden alle Kriterien gemäß meiner Wunschvorstellung erfüllt. Für lediglich sozial interessierte Neulinge wären weniger spezialisierte Plattformen interessanter, die sich aber trotzdem den Problemen bewusst sind und dagegen vorgehen und somit ein gutes Vorbild sind, genau wie dieses Board.
      Es ist zu betonen, dass ich hier den "Mainstream" kritisiere, eben jener Instanzen, die die höchste Wahrscheinlichkeit auf Neuzugänge haben. Zwar hat Kommunikation außerhalb des Internets ebenfalls diese Schattenseiten der sozialen Interaktion, jedoch finde ich, dass im gut informationsleitenden Internet die Werte der breiten Masse die Werte kleinerer qualitiver individuellen Gruppen stärker verdrängen.
      Belehrt mich bitte des Besserens, falls ich wie ein ahnungsloser modernitätskritisierender Rentner klingen sollte.

      Edit:
      Ich vergaß auf den Aufbau einzugehen. Soweit ich mich recht erinnere beschränkt sich Facebook zum Beispiel auf Freundesgruppen oder direkte Kommunikation, weshalb die Autorität fehlt, die nötig ist, um die genannten Kriterien aufrecht zu erhalten. Zudem begrenzen viele Plattformen wie Twitter oder Imgur die Beitrags- bzw. Kommentargröße auf nur etwa 100 Wörter. Ich habe die technische Seite noch nicht tiefer analysiert, weshalb ich hier in meiner zitierten Aussage eher riskant Korrelation als Kausalität beziehe.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joker ()

    • Joker schrieb:


      Edit:
      Ich vergaß auf den Aufbau einzugehen. Soweit ich mich recht erinnere beschränkt sich Facebook zum Beispiel auf Freundesgruppen oder direkte Kommunikation, weshalb die Autorität fehlt, die nötig ist, um die genannten Kriterien aufrecht zu erhalten.

      Welche [die "notwendige" Autorität] ich persönlich in der Form wie oben beschrieben auch nur aus deutschen Foren kenne. Hier prallen ganz offensichtlich Kulturen zusammen: Die deutsche Regulierungskultur vs. dem amerikanischen Gedanken von Freiheit. Facebook ist eine US-Instanz. Zwischen der Bedeutung hinter Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes und der Bedeutung des ersten Zusatzes der Verfassung der Vereinigten Staaten liegen Welten. Daher schert sich Facebook auch einen Dreck um die seitens Deutschlands geforderte Löschung von Antiflüchtlingskommentaren. Hier ist ganz einfach Selbstdisziplin und ein gesunder Menschenverstand gefragt. Dabei muss man aber auch in Kauf nehmen, dass es eben Ausreißer gibt...
      In einem Land wie den USA (in dem die Bevölkerung ein derartiges Vertrauen genießt, dass sie aufgrund des Second Amendments dem Militär und sämtlichen Polizeibehörden bis hoch auf Bundesebene hinsichtlich Feuerkraft bei Weitem überlegen ist – schließt man schweres Gerät, Bomben und WMDs aus) würde man mit Forderungen nach mehr, u.U. sogar gesetzlich legitimierter Autorität für jeden Furz im Internet – und sei es im Sinne der vermeintlich erhöhten Qualität – als sozialistischer Spinner wahrgenommen werden.
    • Colt schrieb:

      (in dem die Bevölkerung ein derartiges Vertrauen genießt, dass sie aufgrund des Second Amendments dem Militär und sämtlichen Polizeibehörden bis hoch auf Bundesebene hinsichtlich Feuerkraft bei Weitem überlegen ist – schließt man schweres Gerät, Bomben und WMDs aus)
      Sorry, aber was hat es mit Vertrauen zutun, wenn es einen aus der Revolutionszeit stammenden Zusatzartikel in der über 200 Jahre alten Verfassung gibt, der es der Regierung verbietet das Recht auf Schusswaffen einzuschränken und hinter dem die einflussreichen Lobbyisten von der NRA stehen? Den Versuch das Waffenrecht etwas schärfer zu regulieren gab es ja erst jüngst unter Obama.


      11.11.11
    • Das second amendment wurde eben von einer neu geschaffenen Regierung ins Leben gerufen und bis heute nicht einmal angerührt. Das ist das Vertrauen von dem ich rede! Dass dieser Zusatzartikel gleich nach "freedom of speech" kommt und es somit einer (korrupten, totalitären) Regierung rechtlich nicht möglich ist, den Besitz von Waffen einzuschränken, sollte genug Bände sprechen. Dieses Recht ist eben sehr tief im amerikanischen Bewusstsein verankert, auch ohne die "böse" NRA.
      Etwas schärfer zu regulieren, heißt nicht gleich, dass die Verfassung der USA torpediert wird. Wenn auf Bundesebene reguliert wird, dann dürfen in ein Magazin für zivile Waffen eben nur noch 20 statt 30 Patronen reinpassen, oder es ist zukünftig Bürgern nicht mehr gestattet, panzerbrechende Munition zu erwerben und zu besitzen. Na und? Falls die Verfassung geändert werden sollte und die amerikanische Nation zwangsentwaffnet wird, dann herrscht Bürgerkrieg! Dazu braucht es keine NRA.
    • @Joker, ich würde dir nicht unbedingt zustimmen, dass eine andere Sortierung unbedingt besser ist, vor allem angesichts unserer überschaubaren Anzahl an aktiven Benutzern und Beiträgen zu einem Thema. Bei rein fachlichen Fragen wo es tatsächlich richtige und falsche Antworten gibt mag das helfen, aber bei anderen Bereichen ist eher eine Meinung gefragt und da ist es dann doch eher subjektiv, was nun ein guter Beitrag ist und was nicht.
      Speziell bei uns kommen oder eher kamen denke ich doch meist "gute" Diskussionen zustande, aber man muss auch Zeit und Lust haben seine Meinung zu argumentieren und so wie ich es diesem Thread entnehmen konnte hat man darauf einfach keine Lust mehr (was vielleicht eher am steigenden Durchschnittsalter liegt als an den Gesprächspartnern). Da hilft dann ein Sortieren auch nichts.
    • Was man denke ich noch nicht vergessen sollte ist die Tatsache dass das letzte Zelda schon vor fast 5 Jahren erschienen ist und seien wir ehrlich, Zelda ist nicht mehr das was es mal war. Unabhängig davon ob man jetzt zu den Leuten gehört die SS gut oder schlecht fanden, die Marke ist einfach nicht mehr so ein Publikumsmagnet. Skyward sword verkaufte sich gerade mal 4 millionen mal, so schlecht wie kein anderes 3D Zelda außer Majora's mask.
      Sicher gab es dazwischen die Handheld Titel und die HD Rereleases und obwohl die alle sehr gut sind, ist es doch eher als Service für jene die bereits Fans sind zu betrachten.

      Zelda Wii U sieht, zumindest von dem bisschen was man bis jetzt davon gesehen hat, aus wie ein richtig großes Projekt. Bei Nintendo vermisst man sowas ja zunehemend weil der Fokus ja anscheinend immer mehr auf Spin-offs und kleinere Produktionen gelegt wird.
      Ein großer Fehler ist allerdings die Geheimtuschlerei um das Spiel. Kaum Infos werden darüber preisgegeben und das obwohl der Release des Spiels schon Ende des Jahres sein soll. Niemand wird für ein Spiel gehyped über das man nichts weiß.
      Ich denke spätestens ab der E3 werden wir viel mehr über das Spiel wissen und je nachdem wie Nintendo das Spiel vermarktet werden wir auch hier im Forum einen Anlauf an usern zu spüren bekommen. Die Frage ist nur ob die dann auch bleiben.

      Die Wii U selbst ist ein Scherbenhaufen wenn man sie mit der Konkurrenz vergleicht. Ich bin selbst PS4 Besitzer und auch wenn bei Sony nicht alles perfekt ist, ist das meiste um einiges besser als bei Nintendo. (kann auch gerne drauf näher eingehen)
      Das Problem das Nintendo hat ist, dass sie mit ihrer Maskottchen-Mentalität in den 90ern stecken geblieben sind und der Erfolg der Wii (welcher mmn mehr auf richtige Zeit, richtiger Ort zurückzuführen ist) ließ sie dann in den Glauben dass Gimmicks und skurrile Namen fürs System der Weg sind um sich dauerhaft auf dem Markt zu behaupten. Für diese Naivität werden sie nun mit der Wii U abgestraft.

      Das ganze ist halt keine Wirtschaft um seine Fanbase wachsen zu lassen und das spiegelt sich halt auch im Mangel an Usern in Fan-Foren wieder.
    • Ich glaube aber trotzdem, dass das Problem nur teilweise am Zustand von Nintendo, der Wii U und der Entwicklung der Zelda-Reihe liegt. Sicher trägt das speziell in Foren wie diesem zum Rückgang bei, aber wirklich alle Foren, die ich kenne, leiden an Benutzerschwund. Teilweise ist das so eklatant, dass einige von denen bereits schließen mussten. Auch riesige Foren mit mehreren tausend aktiven Benutzern haben innerhalb der letzten 2-3 Jahre 50-60% ihrer Aktivität eingebüßt. Sicher wird es ein paar Foren geben, die gegen den Trend ankommen (z.B. das NeoGAF), aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Im Internet scheint der Trend zur "Zentralisierung" zu gehen. Seiten wie Reddit boomen und auch Facebook wird immer mehr für ernsthafte Diskussionen genutzt. Bei mir an der Uni hat vor kurzem das offizielle Studentenforum geschlossen, weil es kaum mehr genutzt wurde. Dort wurden z.B. auch Fragen zu Vorlesungsinhalten und Übungsblättern gestellt. Foren sind gut durchsuchbar, und so konnte man z.B. noch die (teilweise echt wichtigen) Diskussionen von vor einigen Jahren nachverfolgen. Trotzdem diskutieren die Leute heute scheinbar lieber in Facebook-Gruppen, die eine miserable Suchfunktion haben, gar nicht mal leicht zu finden sind, und bei denen man teils am Ende des Semesters nicht mehr findet, was am Anfang des Semesters geschrieben wurde (und das ist oft relevant, z.B. wenn es um Lösungen etc geht).

      Weshalb gibt es ein Forensterben? Der große Vorteil von Facebook ist halt, dass man eh drauf ist, immer reinschaut und dann eben Benachrichtigungen aus den jeweiligen Gruppen bekommt. In ein Forum musst du aktiv reingehen, um Neuigkeiten mitzubekommen und dich (meistens) auch extra registrieren. Die Registrierung ist für viele Leute schon eine Hemmschwelle. Auf Facebook oder Reddit kannst du in verschiedenen Themenbereichen aktiv sein, mit einem einzigen Benutzerkonto. Selbst wenn man nur in 3-4 Foren aktiv ist, ist das einfach viel aufwendiger. Foren stehen deswegen viel mehr unter Druck und müssen zwangsweise mehr Aktivität haben, als eine Facebook-Gruppe, damit sie Benutzer halten. Wenn einmal im Monat in der Facebook-Gruppe was geschrieben wird, dann ist das ok. Jeder schaut regelmäßig in Facebook, kriegt dann halt eine Benachrichtigung und wird deswegen nicht gleich aus der Gruppe austreten. Wenn in einem Forum länger nichts oder wenig gepostet wird, schauen die Benutzer immer seltener rein und gehen der Community sehr schnell verloren.

      Ganz unabhängig davon habe ich das Gefühl, dass heutige Teenager (aber nicht nur die) weniger daran interessiert sind, mit völlig unbekannten Menschen im Netz zu diskutieren und sich in anonymen Online-Communities zu integrieren. Sogar ich selber habe zu einem großen Teil mein Interesse daran verloren. Vor 7-8 Jahren war ich in zig Foren aktiv und habe mit Dutzenden Leuten von dort per ICQ geschrieben. Das war irgendwie eine spezielle "Internetkultur", die gerade am Absterben ist.

      Ich glaube wirklich, dass das Problem dieses Forums nicht am Zustand der Zelda-Reihe liegt. Es gab früher Foren mit viel kleineren Nischenthemen und die liefen auch gut. Es liegt einfach daran, dass Foren an sich ein Problem haben.
    • Haja, die typisch zunehmende Inaktivität in den heutigen Foren.
      Ich bin ja auch in einem Pokémon-Forum sehr aktiv und dort ist die Aktivität in den letzten Jahren durchaus abgesunken. Neue Spiele-Releases helfen allerdings weiter (wie die bald erscheinenden Pokémon Sonne und Pokémon Mond) und ich denke, dass sobald das neue Zelda-Game für Wii U und NX erscheinent, auch hier die Aktivität zumindest zeitweise steigen wird.
      Das Internet-Verhalten der Menschen hat sich ja unter anderem auch wegen social media & Co. gewandelt und diese klassischen Diskussionsforen sterben mit der Zeit aus, da auch nicht jeder Zeit und Lust hat sich auf etlichen Seiten zu sozialisieren und zu diskutieren. Finde es auch sehr schade, da die guten alten Foren auch einen gewissen Reiz haben, den mir facebook und Twitter nicht bieten können.
    • Ich hoffe doch nicht...bin im Moment nur wenig da, weil ich viel um die Ohren habe, glaube so geht es einigen hier. Dennoch gefällt es mir im Forum, ihr habt einen schönen großen Off-Topic-Bereich mit interessanten Themen und Vieles mehr, wäre schade drum.

      Foren stammen ja noch aus dem Zeitalter, als es kein Whatsapp, Facebook oder andere soziale Netzwerke gab, es waren Plattformen für Spielefragen, Anlaufstellen zur Suche Gleichgesinnter und ein Großteil des Austauschs, der jetzt über die sozialen Netzwerke läuft, hat auch dort stattgefunden. Mittlerweile bilden sich Whatsapp-Gruppen (merke es selbst beim Orchester, der Uni, den Bands usw) oder es wird sich über den Facebook-Chat geschrieben. Mal eben kurz auf Facebook kommentiert, fertig. Dieser Trend lässt sich überall beobachten. Nicht nur hier, wir hatten sogar mal ein Musikerforum, ist mittlerweile gänzlich zum Erliegen gekommen, weil die Leute auf Facebook Gruppen wie "Musiker gesucht NRW" oder zum Bewerben/Verkauf ihrer Instrumente eröffnet haben. Messenger Apps übers Handy sind direkter, die Kommunikation erfolgt gezielter, als wenn man sich in einem Forum verabreden würde. Da muss derjenige regelmäßig reinschauen, zeitnah antworten und private Nachrichten/Postings mitbekommen.

      Hinzu kommt die berufliche und persönliche Entwicklung der User. Früher hatte man nach der Schule Zeit, Stunden im Forum zu verbringen, jetzt hat man durch Beruf und Uni nur noch den Abend übrig, wenn überhaupt.

      Sind alles Faktoren, stimme da meinen Vorpostern zu aber so lange noch einige User herkommen und sich zu Wort melden, sollte das Forum nicht aussterben. Es wird bloß ruhiger...ich schaue dennoch hier weiter rein, habe die Hochphasen leider nicht miterlebt, mags aber eher ruhig.

      Den Vorteil von Foren gegenüber den Messengern und Netzwerken finde ich ist die familiäre Atmosphäre, die entstehen kann, das ist nochmal anders als in einer Facebookgruppe. Man kann sich "ausquatschen", reflektiert posten ohne dass alle paar Sekunden ein Kommentar reinkommt, das schätze ich daran. Die Übersicht ziehe ich den Gruppen auf Facebook auch vor. Ich gehe in sehr großen aktiven Foren oder auch auf Facebook oftmals einfach unter. Das Gefühl habe ich in Foren wie diesem nicht. Es fühlt sich entspannter an, auf Facebook und Co kommt es mir vor, als würde ständig eine direkte Antwort erwartet oder man geht unter wenn man nicht dranbleibt in einer Diskussion, es artet aus, empfinde es da als stressig zu schreiben oder Themen auszudiskutieren.
    • ja hoffentlich stirbt es NICHT aus!
      Klar die Hochphasen und die Ära der Aliceinwonderland ist längst um aber die vorhin erwähnte Familiäre Atmo hier ist ein echter Grund das Board nie ganz zu vergessen.
      Ich schreib hier zwar auch nur noch spärlich doch lesen was hier Neues verzapft wird... dabei erwischt ihr mich alle Nase lang.

      Zudem habe ich noch ein kleines Projekt für das ich dieses Board brauche... Starmen.net wäre dafür zu groß und ich habs lieber wenn IHR euch wieder kreativ zeigt.
      "I believe in a universe that doesn't care and people who do."