Dialekte - peinlich oder Kulturerbe?

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    • Dialekte - peinlich oder Kulturerbe?

      Welchen Dialekt sprichst du? 189
      1.  
        Elsässisch (0) 0%
      2.  
        mehrere (Kommentar) (9) 5%
      3.  
        Thüringisch (1) 1%
      4.  
        andere (Kommentar) (21) 11%
      5.  
        Luxemburger Platt (0) 0%
      6.  
        Schleswigisch (1) 1%
      7.  
        Ostfränkisch (5) 3%
      8.  
        Holsteinisch (1) 1%
      9.  
        Mittelbairisch (8) 4%
      10.  
        Nordniedersächsisch (4) 2%
      11.  
        Rheinfränkisch (4) 2%
      12.  
        Ostfriesisch (0) 0%
      13.  
        Südmärkisch (0) 0%
      14.  
        niedersächsische Mundart (4) 2%
      15.  
        Schwäbisch (5) 3%
      16.  
        Westfälisch (7) 4%
      17.  
        Höchstalemannisch (0) 0%
      18.  
        Ostfälisch (0) 0%
      19.  
        keinen (75) 40%
      20.  
        Mecklenburg-Vorpommersch (2) 1%
      21.  
        Hessisch (14) 7%
      22.  
        Nordmärkisch (0) 0%
      23.  
        Lothringer Platt (0) 0%
      24.  
        Mittelmärkisch (2) 1%
      25.  
        Obersächsisch (3) 2%
      26.  
        Niederländisch-holländische Mundarten in NL (0) 0%
      27.  
        Lausitzisch (1) 1%
      28.  
        Niederländisch-flämische Mundarten in BE und Flandern (1) 1%
      29.  
        Südfränkisch (4) 2%
      30.  
        Limburgisch-bergische Mundarten (1) 1%
      31.  
        Niederalemannisch (0) 0%
      32.  
        Niederrheinische Mundart (1) 1%
      33.  
        Hochalemannisch (1) 1%
      34.  
        Ripuarisch (Kölsch) (3) 2%
      35.  
        Nordbairisch (1) 1%
      36.  
        Moselfränkisch (2) 1%
      37.  
        Südbairisch (10) 5%
      Es gibt ja immer wieder solche nichtssagenden Umfragen wie: "Pfälzisch ist der am wenigsten erotische Dialekt?" "Schwäbisch und Sächsisch sind die unsympathischsten Dialekte" usw. usf...

      Mich wurde mal interessieren:
      Seid ihr Dialektsprecher? Wenn ja, welcher Dialekt? Und wie steht ihr dazu? Hat euch der Dialekt in irgendeiner Form Probleme bereit in der Schule oder sonstwo?

      Ich selbst komme aus der Pfalz und verstehe Pfälzisch zu 100%, aber ich kann ihn nicht sprechen. Meine Eltern haben sehr darauf geachtet, dass ich Hochdeutsch aufwachse.
      Heute bereue ich es. Dialekte sind Teil einer Kultur, man könnte sogar sagen, jeder von uns wächst zweisprachig auf: Hochdeutsch und Dialekt.
      Auch linguistisch sind Dialekte meiner Meinung nach sehr interessant, weil sie vieles bereits haben, was in der Hochsprache langsam einbricht, wie z.B. der ach so schlimme "Tod" des Genitivs.
      Als Linguistin habe ich inzwischen auch gelernt, Dialekte nicht zu werten á la: "Sächsisch ist ja so doof". Ich höre lieber hin, was den Dialekt ausmacht. Manchmal kann man noch was lernen.
      Leider scheint das hier in Deutschland langsam auszusterben.
      Dialektsprecher gelten als zurückgeblieben, machen sich in der Öffentlichkeit lächerlich, wie z.B. Kurt Beck.
      Er hyperkorrigiert um den Dialekt zu unterdrücken und man lacht über ihn, würder pälzisch babble würde man ihn auch auslachen.
      Das finde ich sehr schade.
      In Norwegen ist das z.B. ganz anders: dort gibt es keine Hochsprache, nur Dialekte. Jeder spricht seinen Dialekt und jeder versteht dann auch irgendwie jeden. Es gibt zwei Schriftsprachen, aber die sind nicht wirklich an der Aussprache orientiert sondern halt ein Standard. Bokmål (Buukmool = Buchsprache) basiert auf dem Dänischen und wird von 80% genutzt, Nynorsk (Nünorschk = Neunorwegisch) ist ein linguistisches Derivat aus allen Dialekten und wird von 20% benutzt. Beide sind gleich gültig.

      Bei meiner Umfrage gehe ich von dieser Dialektkarte aus. Sie hat manchmal die wissenschaftlichen Namen des Dialekts verzeichnet, also schaut ruhig nach, wenn ihr keine Ahnung habt. Und schreibt gerne dazu, wenn ihr einen anderen Namen kennt.
    • RE: Dialekte - peinlich oder Kulturerbe?

      Original von CAMIR
      Bokmål (Buukmool = Buchsprache) basiert auf dem Dänischen

      HAH! :D

      ... ahem.

      Ich bin an der Grenze zu Holland aufgewachsen (Kreis Heinsberg, der westlichste Zipfel Deutschlands xD) und gehöre daher zur Kategorie der Niederrheiner. :>
      Besonders stark ist mein Dialekt, glaube ich, nicht, ich spreche ziemlich gutes Hochdeutsch. Allerdings merkt man mir Sachen wie "Spocht" anstelle von "Sport" und "Kierche" für Kirsche UND Kirche (ja, das ist bei mir ein und dasselbe Wort xD) wohl an.
      Meine Großeltern haben, wie die Großeltern der meisten hier, platt gesprochen, das versteh ich allerdings nicht, da in meiner Elterngeneration bis auf ein paar Floskeln nichts davon übrig geblieben ist. ("Latt jon!" werde ich mir aber niemals nehmen lassen. Ebensowenig wie "Jetz' kütt et", was ich auch gern benutze. xD)

      Ich gebe zu, dass meine Toleranz bezüglich anderer Dialekte unfreiwillig klein ist. Berlinerisch zum Beispiel mag ich ziemlich gern, danach bekomme ich aber leichte Gesichtskrämpfe, wenn ich jemanden im Dialekt sprechen höre.
      Bayrisch zum Beispiel versteh ich nicht mal. oO; Zumindest nicht, wenn's so richtig hardcore ist. Da versteh ich eher Holländisch. xD;

      Na ja, ich liebe meine Muttersprache und trauere dem Genitiv auch stark hinterher. Ich vermeide auch streng Floskeln wie "Sinn machen" und benutze so oft ich kann richtige Konjunktive. (Hab ich von meinem Vater, der ist da genauso streng.)
      Mir ist sprachliches Talent auch einfach in den Schoß gefallen, vielleicht hat das was damit zu tun.

      Na ja, ich glaube, jeder hat so seine Pet Peeves, und nur weil ich bei Menschen, die Dialekte sprechen, erst maltief durchatmen muss, macht sie das ja nicht zu schlechteren menschen. Ich bin's wahrscheinlich auch einfach nicht gewöhnt. ^^

      EDIT: Nach der Karte bin ich übrigens schon Kölsch, aber das dementiere ich. ich versteh Kölsch ehrlich gesagt nicht mal besonders gut, obwohl ich natürlich dran arbeite, wo ich jetzt schon hier wohne. xD
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    • Ich bin in Chemnitz aufgewachsen, also in diesem hübschen Fleck auf der Karte, der als "Obersächsisch" gekennzeichnet ist, wobei wir Ortsansässigen Sächsisch eigentlich nochmal in Leipziger Dialekt, Chemnitzer Dialekt, Dresdner Dialekt, Vogtländisch und Erzgebirgisch differenzieren. Ich für meinen Teil kann die Nuancen zwischen diesen Dialekten aber auch nur kaum bis garnicht raushören, bin halt mit dem Chemnitzer Dialekt aufgewachsen.

      Mir wird jedenfalls immer gesagt, dass man meinen Dialekt inzwischen kaum bis garnicht raushört, wenn ich es nicht gerade darauf anlege, ihn zu sprechen. Was damit zusammenhängt, dass ich mich vor ein paar Jahren sehr darum bemüht habe, fortan klares und ordentliches Hochdeutsch zu sprechen und vor allem die unsaubere Vokalbildung, die diesem Dialekt nunmal anhängt, loszuwerden.

      Die Gründe dafür sind ganz einfach: wer Sächsisch spricht, wird weniger ernst genommen, weil dem Dialekt leider Gottes dieses tölpelhafte bäuerliche Image anhaftet. Gerade in den alten Bundesländern wirst du teilweise absolut herablassend behandelt, wenn du dort ostdeutsche Dialekte sprichst. Es ist traurig, dass das so ist, aber ich merke auch an mir selber, dass ich bei Leuten, die mich mit tiefstem Sächsisch anreden, automatisch mental einen Ganz zurück schalte und erstmal "Oh Gott" denke.

      Ich finde, dass Dialekte durchaus ihren Charme haben (ich mag z.B. Leute mit leichtem Österreichischen oder Bayrischen Einschlag beim Sprechen, ich finde das süß. :3), außerdem spiegeln sie ja kulturelle Vielfalt und regionale Besonderheiten wieder, was ja per se ein schützenwertes Gut ist.

      Aber leider sind an Dialekte auch immer automatisch irgendwelche Klischees und Vorurteilen gebunden, und das nervt mich. Ich hasse die Vorstellung, dass Leute, wenn sie hören, wo ich herkomme, als erstes an irgendwelche Fernseh- oder Radiosendungen denken, wo mein Heimatdialekt parodiert wird.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Senfsamen ()

    • Ich selbst hab regionsgemäß nen leicht hessischen Mundschlag, aber noch im verständlichen Rahmen, und habe auch nich vor, den loszuwerden. Ansonsten kann ichs aber auch nicht haben, wenn Leute wirklich breitesten Dialekt reden, denn manchmal, in bestimmten Dialekten, versteht man sie einfach nicht mehr. Wenn man einen richtigen Hardcore-Bayern, Österreicher, Kölscher oder Hamburger vor sich hat, dann gehts mir genauso, ich versteh eher noch Niederländisch, mir sind aber auch schon Sachsen und Hessen (ja!) untergekommen, bei denen ich nur irritiert ne Augenbraue hochziehen konnte, weil für mich mein Gegenüber genausogut Südklingonisch hätte sprechen können.
      Also im Fazit - Dialekte sind ne tolle Sache, aber ein paar Hochdeutsch-Kontrollroutinen, um verständlich zu bleiben, sollte man doch anwenden. Denn sonst greifen auch die Vorurteile - wenn jemand so breiten Regionalslang von sich gibt, dass ihn oder sie außerhalb des eigenen Dorfes niemand mehr versteht, dann kann man oft halt auch davon ausgehen, dass diese Person nicht allzuweit rumkommt...
    • Niedersächsische Mundart? ist damit Platt gemeint? D:
      Ich verdanke es dem Umstand in Hannover zu leben, dass ich eigentlich komplett akzent- und dialektfrei bin, allerdings hab ich mir durch Kontakt mit "Ausländern" (damit meine ich eigentlich eher nicht-Niedersachsen) schon einige Dinge angewöhnt und spreche deshalb auch kein perfektes Hochdeutsch.
      Ich finde übrigens einzig und allein den Dialekt in der Gegend um Hamburg noch sympathisch, alle anderen sind eher merkwürdig bis... nunja, ... erheiternd. :D Mit Bayerisch und Schwäbisch (ist das dasselbe?) kann ich mal überhaupt nichts anfangen. Meine Tante kommt aus Baden-Württemberg und ich versteh kein Wort von dem was die erzählt.
    • Ich komme aus Berlin, trotzdem spreche ich mehr hochdeutsch, als Berlinerisch. Vielleicht liegt es daran, dass der Berliner Dialekt nicht so stark ausgeprägt ist, wie Bairisch usw., oder vielleicht hat man in der Großstadt auch zu viel mit anderen Dialekten/Sprachen/whatever zu tun, anders als auf dem Land. Im engsten Berliner Bekanntenkreis rutschen mir sicher eher ein paar regionale Wendungen raus, aber ansonsten spreche ich automatisch Hochdeutsch. Ich halte diesen Dialekt für plump und für zu unhöflich, um Fremde damit anzusprechen. Wenn ich mal woanders in Deutschland unterwegs war und meine Heimatstadt nannte, waren viele oftmals überrascht, dass ich nicht auch "ick" und dergleichen sage. Ein paar Unterschiede in der Sprache verbleiben natürlich trotzdem ("Honich" statt Honig).

      Grundsätzlich halte ich also nicht viel von Dialekten. Sächsisch (wird übrigens nicht im gesamten Osten gesprochen!) und Bairisch klingen einfach albern, ich könnte mich den ganzen Tag amüsieren über die Aussprache. Schwäbisch klingt einfach nur kindisch. Wenn ich den ganzen Tag umgeben bin von einem schwer verständlichem Dialekt wie Bairisch, weiß ich abends nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Es erschwert die Kommunikation einfach nur.

      In der Schule hatten wir jemanden, der den Lehrern auch immer auf Berlinerisch geantwortet hat ("Dit seh ick och so.") und dafür ermahnt wurde, es sei einfach nicht angemessen so mit einem Lehrer zu sprechen. Wie sieht es denn mit anderen Dialekten aus, werden diese bei solchen Anlässen stärker toleriert?

      @Flush: Bairisch und Schwäbisch sind nicht dasselbe
    • @ Stan: Doch, auch für Österreicher ist etwas dabei. Schau auf die Karte. Es wird in der Sprachwissenschaft auch zu den Bairischen Dialekten gezählt, dafür kann ich nichts. ^^ Die Umfrage deckt das gesamt-deutschsprachige Gebiet ab.

      @ socos: Dialekte sind mehr als nur Phonetik (andere Aussprache). Man benutzt teils anderes Vokabular, z.B. Grumbeere für Kartoffel, hat eine andere Grammatik: dem Jakob sei Hund, u.ä.m. Man könnte es als Varianten des Deutschen sehen.

      @ Flush: Lass mich bitte einen Irrtum auflkären: Die Gegend um Hannover ist nicht dialektfrei, wie die dort lebenden Menschen immer gerne (manchmal ein wenig herablassend) anmerken. Es ist nur der Dialekt, der zum Standard erklärt wurde.

      @Lüffel: Ich denke, das kommt auf die Sprachsituation an. Wenn der Lehrer selbst Dialektsprecher ist, wird es vmtl eher toleriert.

      Und nochmal, wichtig: Wenn die Bezeichnungen von dem abweichen, was ihr kennt: das hängt damit zusammen, dass dies die in der Wissenschaft gebräuchlichen Termina sind, das sind Oberbegriffe.
    • Ich habe den leichten Ansatz eines westfälischen Dialektes, allerdings ist dieser ja eh nicht allzu ausgeprägt und demnach versteht man mich auch eigentlich immer (außer wenn ich mal wieder sonstwie leise rede, wie ichs so häufig tu', dann versteht mich eh keiner :ugly: )

      Ich habe eigentlich garnichts gegen Dialekte, solange alles im Rahmen des Verständlichen bleibt; wenn da nu jemand ankommt und mich mit etwas zuschwafelt, was mit dem Hochdeutschen im Prinzip nichts mehr zu tun hat und mir das Verstehen dementsprechend schwer fällt, nervts einfach.
      Ansonsten find ich Dialekte schön, finds interessant zu sehen, wie die Aussprache bestimmter Wörter von Gebiet zu Gebiet anders ist und empfinde es als schöne Abwechslung, wär ja langweilig, wenn alle völlig perfektes Hochdeutsch ohne irgendwelche Änderungen sprechen würden |D
    • Original von CAMIR
      @ Stan: Doch, auch für Österreicher ist etwas dabei. Schau auf die Karte. Es wird in der Sprachwissenschaft auch zu den Bairischen Dialekten gezählt, dafür kann ich nichts. ^^ Die Umfrage deckt das gesamt-deutschsprachige Gebiet ab.


      Nunja aber mein Dialekt zB (wahrscheinlich auch der Dialekt der meisten Österreicher) unterscheidet sich so gravierend vom Bayrischen, dass es IMO extrag ehört ^^
      James
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    • @ Stan: Bayrisch != Bairisch
      Österreichische Dialekte sind Bairische Dialekte.
      Du siehst vllt dass in Nord-, Süd- und Mittelbairisch unterteilt ist. Damit wird dieser Unterscheidung Rechnung getragen.

      Pfälzisch zählt auch zu den rheinfränkischen Dialekten und mit Fränkisch so gar nichts gemein.
      Ich hab die Unterteilung nicht gemacht. Rein vom Gehör würde ich Österreichisch aber auch zu Bairisch stecken, weil z.B. Alemannisch wäre es sowas von garnicht.

      @ FoWo: Das wusstest du aber, mit dem Bokmål, oder? Aus dem Grund kann ich Dänisch lesen und du Norwegisch. Ich find das toll.
    • Nun, Dialekt an und für sich spreche ich eigentlich nicht. Sehe ich zumindest so.
      Es kann durchaus vorkommen, dass ich einzelne Wörter oder Konstruktionen aus Dialekten verwende - wohl überwiegend aus dem Westfälischem, genau weiß ich es nicht -, aber an und für sich spreche ich wohl eher Hochdeutsch.

      Gegen Dialekt an und für sich habe ich allerdings nichts.
      Iss scho telweese ganz nett, gelle?
      [SIZE=7]Ist das überhaupt gültiger Dialekt...? Oo[/SIZE]
    • Kleine Anekdote zum Thema, weil ich eh gerade Putzpause mache. xD

      Meine beste Freundin kommt aus Niedersachsen, Ecke Papenburg, um genau zu sein (und wohnt mittlerweile in Hannover). Wir können uns super miteinander verständigen (bis auf die Ttasache, dass ich sie einmal fragte, ob Papenburg schon ostfriesland sei :ugly: ), aber einmal gab es einen lustigen Vorfall, den ich jedem erzähle, der es hören will oder auch nicht. xD

      Also, das Gespräch lief in etwa so:
      Sie: "Bäh, ich hab nur noch Apfelsaft. D:"
      Ich: "Tu Sprudel rein, dann hast du Apfelschorle. :3"
      Sie: "WTF ich tu doch keinen Sprudel in Apfelsaft!!! xDDD"
      Ich: "D:?! Warum nicht?"

      Lösung des Problems? Was bei uns Sprudel, Wasser mit Kohlensäure, ist, ist bei ihnen, was bei uns Fanta ist. (Und wie man merkt, benutze ich das Wort "Limo" nicht, sondern sag zu allem einfach Fanta. :ugly: Genauso wie Taschentücher auch Tempos sind. Egal.)

      Da ich Freunde in vielen verschiedenen Bundesländern habe, passiert mir sowas oft, aber ich finde so Unterschiede unglaublich spannend. (Und niemand wir mir nehmen, Berliner, Muzen und Pfannkuchen zu sagen, niemand!)

      ETA @ CAMIR: Jo, klar. :> Das ist einer der unbedeuterenden Gründe, warum ich dänisch gewählt habe, es ist die Grundlage der anderen skandinavischen Sprachen, da die sich davon ja entwickelt haben. Ich lern quasi den Ursprung. %D Aber meine Liebe zur Sprache war natürlich Hauptgrund.
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    • Original von V-K
      aber sprechen tu ich nur dialektfreies Deutsch.

      Sofern das kein Sarkasmus war, hast du dir damit eigentlich schon ins eigene Fleisch geschnitten...

      Ich find's erstaunlich, dass so viele behaupten, sie wären dialektfrei. Wahrscheinlich konnt ihr nicht gut reflektieren, denn so wirkliches Hochdeutsch spricht wahrscheinlich kaum jemand. Klar, es heißt, Hochdeutsch existiere nur um Hannover herum, aber Mundarten jibbet immer und da kannse ooch nix jejen maache.
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    • "nix" statt "nichts", "hob" statt "habe" und "jejen" statt "gegen" sind doch nur andere Aussprachen. Und die Aussprache allein macht - laut Camir - noch keinen Dialekt aus.


      Außerdem gehört es mMn zu einer guten Erziehung/Ausbildung, die Hochsprache beherrschen zu lernen. Kenne jedenfalls keinen, der ernsthaft einen Dialekt spricht, wenn er sich unter Leuten befindet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Colt ()

    • Die Frage ist einfach, wo fängt genau ein Dialekt an. Ich bin durchaus hessisch beeinflusst, kann och ohne weiders a bissele hessisch babbele, aber im Alltag äußert sich das soweit ich bisher bemerkt hab nur in wenigen Vokabeln ("net" statt "nicht" und sowas). Außerdem unterscheiden sich die Dialekte gerade in etwas abgeschiederen Gegenden ja so extrem, dass es audiophonetisch möglich ist, Sprecher einer bestimmten Ortschaft zuzuordnen. Auf der anderen Seite rutscht der Dialekt in Richtung Großstädte tendentiell immer mehr ins Hochdeutsche, also - ab welchem Punkt ist man dialektfrei, ab welchem Punkt hat man nen leichten Akzent, ab wann ist es Dialekt... aber es stimmt sicherlich, selbst fällt einem das nie auf. Sach isch ma so, gell.
    • Jut, det mach ja sein, aber ich sach ma, wenn einer "ikke" statt "ich" sacht, weiß auch jeder, woher derjenige kommt, oder? Jut, vielleicht is dat noch nicht unbedingt 'n Dialekt, aber wie jesacht, so 'ne Färbung hat, denk ich ma, jeder. :> Dat is, wat ich sajen wollte.
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    • Ich wohne ein paar Kilometer nördlich von Stuttgart, wo ich auch geboren wurde. Mein Vater und meine Oma sprechen schwäbisch, die sind ausm Ländle. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen dass ich wesentlich besser bayrisch als schwäbisch kann... ist ja auch gar nich mal so einfach.
      Dementsprechend spreche ich relativ dialektfrei.