Dialekte - peinlich oder Kulturerbe?

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    • Naja für mein Hochdeutsch schäme ich mich nicht, aber für den Dialekt an sich, da der schwer zu verstehen ist. By the way gibts bei uns kein Präteritum. das Beispiel ist eigentlich verkehrt herum :P

      VIelleicht schämen sich andere Schweizer, weil sie mit Deutschland nichts am Hut haben wollen? Kenne viele, die behaupten: "Alle Deutschen sind Nazis" (Natürlich Humbug, aber die Schweizer eben *seufz*)

      Und ohoh, Englisch mit Schweizer Färbung ist lustig. Sehr lustig! :D
    • Hab mal eine ältere Freundin in der Schweiz besucht und ihr Sohn spricht mit Absicht nur Schweizerdeutsch, weil er den gern erhalten möchte. Sie und ihr Mann haben sich dann sehr bemüht verständlich für mich zu sprechen und ich natürlich auch. Den Moderator im Fernsehen habe ich kein Stück verstanden.

      Zum arabischen kann ich durch Erfahrungen in der Verwandtschaft beitragen, dass mein Stiefvater Marokkanisch spricht und mit dem ägyptischen Schwager irgendein Hocharabisch, wobei beide dann trotzdem Teils andere Wörter benutzen. Marokkanisch hat übrigens französische Einflüsse.
      forever alone
    • Gamer-Beast schrieb:

      Naja für mein Hochdeutsch schäme ich mich nicht, aber für den Dialekt an sich, da der schwer zu verstehen ist. By the way gibts bei uns kein Präteritum. das Beispiel ist eigentlich verkehrt herum :P

      VIelleicht schämen sich andere Schweizer, weil sie mit Deutschland nichts am Hut haben wollen? Kenne viele, die behaupten: "Alle Deutschen sind Nazis" (Natürlich Humbug, aber die Schweizer eben *seufz*)

      Und ohoh, Englisch mit Schweizer Färbung ist lustig. Sehr lustig! :D
      Ja, aber warum? ;( Da müssten wir Deutschen uns ja auch ganz arg schämen. Schwiizerdütsch weicht vom Standardeutschen genauso ab, wie alle anderen deutschen Dialekte. Nicht mehr und nicht weniger. Da müssten sich ja auch die Norddeutschen schämen. Stop it! You're awesome. :love:

      Die, die ich traf (war Unimilieu), meinten eher, dass sie Komplexe hatten, ausgelacht zu werden. Das Nazibild ist ja leider immer noch verbreitet. :ugly:
      Ihr Englisch war sogar recht gut, man hörte da keinen Dialekt raus. Ich fand es nur irgendwie seltsam, mit jemandem in einer Fremdsprache zu sprechen, der mit mir die Muttersprache teilt...
    • CAMIR schrieb:

      Juandalyn schrieb:

      Hey, in Deutschland ist der entscheidende Unterschied zwischen Pension und Rente, dass nur Beamte in Pension gehen können - und Beamte taugen eben nur als Witzmaterial :ugly: :D
      Hey! Lehrer sind auch Beamte! Ich fühl mich beleidigt. ._.
      Du wurdest als Lehrer noch verbeamtet? 8| Ich dachte das ist gar nicht mehr üblich...
      That being said... sorry? :'D
      >:3c
    • @Juandalyn: Ja sogar als Referendarin für 18 Monate begrenzt. Weil dann muss man uns hinterher kein Alg I zahlen und wir dürfen nicht streiken. Es kommt den Staat soviel mehr billiger, Lehrer zu verbeamten, als wenn sie es nicht tun. :) Das haben sie aber auch erst gemerkt, als sie es mal versuchsweise gelassen haben.
    • Luffel schrieb:

      CAMIR schrieb:

      Schwiizerdütsch weicht vom Standardeutschen genauso ab, wie alle anderen deutschen Dialekte. Nicht mehr und nicht weniger.
      Halte ich mal für fragwürdig. Jedoch kann der Süden ja nun wirklich nichts dafür, dass man irgendwo weiter im Norden das Hannoveranische zum Standarddeutsch erhoben hat.
      Magst du belegen, warum? Ich möchte dabei nochmals eindeutig unterscheiden zwischen Hochdeutsch mit dialektaler Färbung und wirklichem Dialekt sprechen.
      Sicher, das Hannoveranische (und alle verwandten Dialekte) offensichtlich nicht, weil es ja zum "Standard" erklärt wurde, aber ansonsten hat jeder Dialekt sowohl phonologische, morphologische als auch lexikalische Abweichungen vom "Standard". Und je nachdem wie sehr man sich selbst in dieser Ecke verortet, fällt es einem halt mehr oder weniger auf.
      Ich denke dabei nicht mal unbedingt nur an süddeutsche Dialekte. Als Beispiel sei hier für den Norden ganz explizit Plattdeutsch/Niederdeutsch genannt, für den Westen Kölsch/Ripuarisch, worunter auch Luxemburgisch fällt, das als eigene Sprache gehandelt wird.
    • CAMIR schrieb:

      @Juandalyn: Ja sogar als Referendarin für 18 Monate begrenzt. Weil dann muss man uns hinterher kein Alg I zahlen und wir dürfen nicht streiken. Es kommt den Staat soviel mehr billiger, Lehrer zu verbeamten, als wenn sie es nicht tun. :) Das haben sie aber auch erst gemerkt, als sie es mal versuchsweise gelassen haben.
      Oha, da bin ich nicht auf dem neuesten Stand 8| Dann, öh, Glückwunsch? :'D
      >:3c
    • CAMIR schrieb:

      Luffel schrieb:

      CAMIR schrieb:

      Schwiizerdütsch weicht vom Standardeutschen genauso ab, wie alle anderen deutschen Dialekte. Nicht mehr und nicht weniger.
      Halte ich mal für fragwürdig. Jedoch kann der Süden ja nun wirklich nichts dafür, dass man irgendwo weiter im Norden das Hannoveranische zum Standarddeutsch erhoben hat.
      Magst du belegen, warum? Ich möchte dabei nochmals eindeutig unterscheiden zwischen Hochdeutsch mit dialektaler Färbung und wirklichem Dialekt sprechen.Sicher, das Hannoveranische (und alle verwandten Dialekte) offensichtlich nicht, weil es ja zum "Standard" erklärt wurde, aber ansonsten hat jeder Dialekt sowohl phonologische, morphologische als auch lexikalische Abweichungen vom "Standard". Und je nachdem wie sehr man sich selbst in dieser Ecke verortet, fällt es einem halt mehr oder weniger auf.
      Ich denke dabei nicht mal unbedingt nur an süddeutsche Dialekte. Als Beispiel sei hier für den Norden ganz explizit Plattdeutsch/Niederdeutsch genannt, für den Westen Kölsch/Ripuarisch, worunter auch Luxemburgisch fällt, das als eigene Sprache gehandelt wird.
      Im Dialektkontinuum ist es von Hannover bis zum Oberdeutschen eine weite Strecke; schon dadurch weicht es deutlich vom definierten Standard ab. Es gibt auch einige Dialekte, die generell dem Außenstehenden schwerer zugänglich sind als andere. Dazu gehört sicher Platt, aber eben auch Bairisch und das Hardcore-Alemanische. Für die Schweiz speziell ist der Dialekt ja auch ein Stück nationale Identität, die stärker gepflegt wird, als einzelne Bundesländer oder Orte es in Deutschland tun würden. Sie haben wenig Anreiz, sich dem Deutsch der Nordlichter zuzuwenden. Von daher würde ich schon sagen, dass das Schweizerdeutsch weiter entfernt ist.
    • Ich glaube, das kommt uns nur so vor, weil sie entweder in unser eigenes Dialektkontinuum fallen, wir nicht den allertiefsten Dialekt hören, sondern eine "abgeschwächte" Form, oder sie in das Dialektkontinuum des Hannoveraner Standard fallen, den wir auch gewöhnt sind.