Konzerte?

    • Ich muss hier kurz meine Freude kundtun, dass ich den allerobersten Eintrag auf meiner "Must see"-Liste in ein paar Monaten wegstreichen kann. Denn Portal spielen auf dem Hell's Pleasure 2013.

      Ich weine innerlich vor Freude.

      Ansonsten hab ich mir heut Nacht eine Karte für Sunn O))) gekauft und ansonsten stehen nur diverse Veranstaltung von Death#Disco an.
      Top 4™ Agathe
      Oder: Who the fuck is Team Rocket?
    • Original von Headshrinker
      Das nächste, nach längerer Konzertabstinenz:
      Long Distance Callin(!) mit Solstafir(!!!), Audrey Horne(!) und Sahg. In Hamburg.
      Wird geil.


      Sahg haben nicht gespielt. Dadurch, da wir uns Zeit ließen weil Sahg uns nicht interessierten, haben wir Audrey Horne verpasst. Das erzürnt mich. Solstafir hatten dann nur ne halbe Stunde Spielzeit, erzürnt mich ebenfalls.
      Aber Long Distance Calling waren geil.
      Don't smell the flowers
      They're an evil drug to make you lose your mind

      __________________

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Headshrinker ()

    • Yeah, wollte ich mir heute auch geben.
      Aber ich hasse Long Distance Calling, speziell live.
      Audrey Horne und Sahg fahren einen Sound, der mich absolut Steine interessiert.
      Und 30 bis 40 Minuten Spielzeit für Sólstafir ist schlichtweg n Witz. Dafür dann noch nen Zwanziger hinlegen? Muss echt nicht sein, auch wenn ich die Isländer gerne mal live gesehen hätte (am Roadburn zu zaach gewesen und beim letzten Headlinergig hier musste ich arbeiten).
      Die kommen wieder, bestimmt.
      Top 4™ Siegfried

      established 2007

      Ich bin wirklich viel, aber nicht euer Freund.
    • Bin generell so gar nicht der Konzertgänger, was wohl vor allem daran liegt, dass mich die meisten von mir frequentierten Auftritte eher hart enttäuscht haben, seit ein paar Jahren geht's aber doch wieder bergauf.
      Mein letztes Konzert ist trotzdem schon wieder 3 Monate her. Zu sehen gabs Spiritual Front, Dernière Volonté und... ehrm... Golden Apes oder so.
      Den Anfang machten Golden Apes mit ziemlich stark nach 80ern riechendem Gothic Rock, der zwar anhörbar, aber nicht wirklich mein Fall war, dafür ließ sich aber ganz gut mit den Typen reden, auch wenn der Sänger auf der Bühne einen arg gelangweilten Eindruck machte. Kollege war von dem Kram aber tatsächlich so angetan, dass er sich deren letztes Album zulegte.
      Danach betrat Dernière Volonté die Bühne, leider war der Auftritt aber schon im Voraus zum Scheitern verurteilt gewesen, denn Geoffroy war bereits vor dem Auftritt böse in die Menge stierend durch den Laden gelaufen. Ganz nüchtern wirkte er auch nicht mehr, aber das Glas in seiner Hand enthielt auch wohl kaum Wasser. Interessanterweise scheints der Kerl auch ständig mit den Tontechnikern zu haben, denn auch dieses mal kam es zu einigen Aussetzern und Ausrastern seitens Geoffroy, der zweimal einfach verschwand. Dafür war der Trommler etwas engagierter und überbrückte die Zeit mit ritualistisch anmutendem... Getrommel.
      War alles in Allem trotzdem ein guter und vor Allem unterhaltsamer Auftritt mit viel aktuellem und einigen wenigen, dafür aber nur den guten, alten Nummern.
      Zum Schluss gabs dann Spiritual Front, die ich so aber auch nur aus dem Hintergrund beobachtet habe, weil keine Ahnung wieso. Jedenfalls hat der gute Sirius ne Seite zuvor bereits alles wichtige zur Band gesagt. Und auch dieses Mal gabs haufenweise Songs von der "Armageddon Gigolo" zu hören, was ich als sehr positiv empfand und die Stimmung, die durch Geoffroys eher schlechtes Benehmen merklich gedrückt worden war, hob sich plötzlich wie von selbst. Gute Männer!

      Öhm, ja. Antifa gabs dieses Mal auch keine, was mich in Wuppertal doch sehr überrascht hat.
    • Original von Infinite
      Yeah, wollte ich mir heute auch geben.
      Aber ich hasse Long Distance Calling, speziell live.
      Audrey Horne und Sahg fahren einen Sound, der mich absolut Steine interessiert.
      Und 30 bis 40 Minuten Spielzeit für Sólstafir ist schlichtweg n Witz. Dafür dann noch nen Zwanziger hinlegen? Muss echt nicht sein, auch wenn ich die Isländer gerne mal live gesehen hätte (am Roadburn zu zaach gewesen und beim letzten Headlinergig hier musste ich arbeiten).
      Die kommen wieder, bestimmt.


      Hab Solstafir jetzt zum zweiten mal gesehen, das erste mal letzten Sommer aufm Party.San. Und der Auftritt aufm San war schon n bisschen atmosphärischer. Was mich doch n bischen wundert.
      Egal, mir hat LDC gut gefallen und Audrey Horne kann ich ja im Sommer nochmal gucken.
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    • Judas Priest

      ...war leider nie wirklich bei denen aufm Konzi, aber Gestern fand etwas ähnliches von denen statt. Gestern 20 Uhr (und nur zu dem Zeitpunkt) lief ein Konzertmitschnitt aus London letztes Jahr (ihr Abschiedskonzert) weltweit in ausgewählten Kinos. Auch bei uns im Elbe Park in Dresden, und das hab ich mir als eiserner Priest-Fan natürlich nicht entgehen lassen.

      Was mich arg enttäuscht seitdem Robbie wieder zurückgekehrt ist, ist daß kein Song aus den beiden Ripper-Alben (Jugolator und Demolition) gespielt wurde, und zwar nie seitdem. Ansonsten kam mindestens ein Titel aus jedem Studioalbum von Rocka Rolla bis Nostradamus. Angefangen hat das Konzert mit "Rapid Fire" und beendet wurde dieses mit "Living After Midnight".

      Zu den Bandmitgliedern: Trotz deren biblischen Alters lassen die nie nach. Nur der neue Gitarrist Richie Faulkner (seit 2012 dabei) ist mir ein wenig zu Helloween-lastig vom Bühnenauftritt her, aber er ist trotzdem ein sehr guter Gitarrist.

      Gutes Konzert, aber es gab zumindest ein viel besseres Konzert: Memphis 1982.
    • War gerade eben bei nem Rush Konzert in Köln in der Lanxess Arena.
      Ich war 2011 schon in der Frankfurter Festhalle und ich muss sagen, dass die drei sich wirklich kein bisschen verschlechtert haben :)
      Rush live ist sowieso einfach nur ne Wucht... Einfach nur einzigartige Musik in Perfektion, aber ich denke, das ist allgemein bekannt...

      Was mir allerdings negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Setlist heute Abend extrem einseitig war. In der ersten Hälfte gab es bis auf 2 Songs (davon ein instrumental, das zur Hälfte aus Drumsolo bestand) ausschließlich 80s Songs aus der "sanften" Phase zu hören (Signals-Presto) und in der zweiten Hälfte fast nur Songs vom neuen Album, die zwar größtenteils echt gut sind, aber halt nicht ALLE so gut sind, dass ich sie jetzt anderen Songs vorziehen würde...

      Versteht mich nicht falsch, ich liebe die 80er-Alben von Rush und hab mir ein Loch in den Bauch gefreut, als vier 80s Songs direkt zum Anfang kamen, aber irgendwann war es einfach ein wenig... eintönig...

      Dasselbe für die neuen Songs von Clockwork Angels. Hätt man das alles ein wenig vermischt, wär es viellecht noch ganz cool gewesen, aber die haben da echt fast das ganze Album runtergespielt (9 von 11 Songs). Sogar die Songs, die jetzt echt nicht sooo der Oberbringer sind. Schon etwas schade. Was mich ebenfalls überrascht hat, war, dass es zwar die üblichen Gassenhauer Tom Sawyer, YYZ, 2112 und Spirit of Radio zu hören gab, allerdings kein Limelight oder Working Man. Ist zwar zu verschmerzen, aber grad Limelight ist doch wirklich schon seit 1981 bei jeder Tour fest in der Setlist verankert. Hat mich ein wenig geschockt, dass das dann nicht kam :ugly:

      Naja, alles in allem hat es sich schon mehr als gelohnt, ich bin grad auch immer noch ein wenig berauscht, wie man es vielleicht merkt und sollte mich mal schlafen legen... Aber irgendwo musste ich mich jetzt einfach mal über diese höchst sonderbare Setlist auslassen :ugly:
    • @White Link
      Da mein Freund auch gestern auf dem Konzert war, hab ich ihm mal deine Einschätzung gezeigt :)
      Seine Meinung sieht so aus:
      Also ich fand die Setlist perfekt, gerade weil so viel aus den 80ern gespielt wurde, das war nämlich deren beste Phase. Und die neue ist eins der besten Rush-Alben überhaupt, von daher fand ich das nicht schlimm, dass so viel davon gespielt wurde. Vor allem weil das mit den Streichern nochmal anders klang. Und ich finde es auch gut, dass die nicht bei jeder Tour das gleiche spielen. Bei so vielen geilen Songs kann man halt auch nicht alles spielen.

      Er ist allerdings auch ein paar Jahre älter als du.
      forever alone
    • Ja, die 80er Phase war schon echt stark. Power Windows ist auch neben Moving Pictures und Hemispheres mein Lieblingsalbum von Rush, allerdings find ich, dass die das nicht alles so aneinanderklatschen hätten müssen. Halt mal ein paar Songs vom neuen Album, dann wieder ein paar ältere usw...

      Und wenn sie schon so viele seltene Live-Songs spielen müssen, hätten sie sich vielleicht auch noch bei anderen Alben bedienen sollen. Die Menge wär sicher ausgerastet, hätten sie plötzlich Jacob's Ladder oder Xanadu (letzteres ist zwar nicht sooo selten, aber nichtsdestotrotz...) angestimmt.

      Und Clockwork Angels ist wirklich grandios, allerdings nicht so grandios, dass ich Songs wie The Anarchist, Halo Effect oder Carnies anderen Stücken wie z.B. Limelight oder Red Barchetta vorziehen würde.

      Aber naja, so im Nachhinein war die Setlist schon ganz cool, weil es kaum Schnittmengen zur Setlist der letzten Tour gab und viele Songs von Power Windows und am Ende sogar noch Red Sector A gespielt wurden :)
    • Man kann Künstlern auch mal ne Auszeit gönnen.
      Mal abgesehen davon dass z. B. Limelight sowieso seit Jahren immer und überall gespielt wird, haben sie noch dazu vor 2 (?) Jahren jeden Gig die komplette Moving Pictures gespielt.
      Kann irgendwie verstehen, dass man dann für die nächste Tour etwas Abwechslung reinbringen möchte.

      Oder überhaupt habe ich Verständnis dafür, wenn Künstler sagen dass sie bestimmte Songs ganz einfach nicht mehr live spielen können/möchten, auch wenn das heißt dass vielleicht meine Lieblingsära einer Band komplett aus den Livesets wegfällt.
      Streng genommen gäb's sogar viele Bands, bei denen ich mir wünschen würde sie würden sich auf neueres Material konzentrieren und nicht dauernd nur des Fanservice willen irgendwelche alten Songs auspacken, die nun so absolut garnicht mehr zum Gesamtsound und Image der Band passen.
      Und damit meine ich jetzt nichtmal unbedingt Bands der Marke Metallica, die seit Mitte der 90iger auf jeder Tour mit möglichst wenig Variation 'Best Of + aktuelle Songs' ins Publikum feuern. Wobei das natürlich auch ziemlich furchtbar ist. Ich meine, wie lange ist Seek and Destroy jetzt z. B. schon der letzte Song der letzten Zugabe? Seit 2003? Üach.
      Top 4™ Siegfried

      established 2007

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    • *ausgrab*

      Konzerte für den Rest von 2013
      Samsas Traum - 27. & 28. Oktober, Bochum, Matrix
      Distemper - 4. Oktober, Aachen, AZ
      Sunset Steel - 22. Oktober, Köln, MTC
      In Extremo - 25. Oktober, Köln, E-Werk
      Amanda Palmer - 1. November, Köln, Gloria
      Pascow - 7. Dezember, Köln, Bürgerhaus Stollwerck
      Coppelius - 8. Dezember, Köln, Luxor

      Zu InEx möchte ich eigentlich gar nicht hin, weil die ihre besten Tage hinter sich haben. Aber um der Gruppendynamik und des lieben Friedens willen komme ich eben doch mit. Wenigstens bekommen wir die Tickets wieder geschenkt.

      Am meisten freue ich mich allerdings auf den 1. November, ganz klar.


      I hate the word "fate". Birth, encounters, partings, success and failure, fortune and misfortune in life.
      If everything is caused by fate, then God must be incredibly unfair and cruel.


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      The only thing we knew was that we would never amount to anything.
    • Weil's mir sonst keine Ruhe ließe:
      [spoiler=Death DTA, Obscura, Darkrise - (((szene))), 11-16-2013]Da war er also, der Tag an dem sich die große Chuck Schuldiner Tribute-Tour auch nach Wien begeben hat.
      Man konnte sich ja von der USA-exklusiven 2012er Ausgabe schon den Mund wässrig lesen. 9 Ex-Mitglieder von Death, viele Gastars und eine 20+ Song Setlist mit etwa zweieinhalb Stunden Spielzeit.
      'Ernüchterung' machte sich beim Blick auf Line-Up und Setlist für die 2013-Asugabe dann schon ein bisschen breit. Zwar besteht die Band weiterhin aus Ex-Death Mitgliedern in der Form von Sean Reinert und Paul Masvidal (Cynic) und Steve DiGiorgio aber es gibt keine Gastauftritte, die Rolle von Chuck übernimmt der sonst eher unbekannte Cynic-Live-Gitarrist Max Phelps.
      Auch die Setlist wurde auf etwa anderthalb Stunden runtergekürzt. Aber auch verständlich, wenn man bedenkt dass man jetzt Musiker hat die auch tatsächlich das komplette Set spielen müssen.
      Also im Endeffekt 'nur' Cynic + SDG die Bock haben, ein paar Death Songs zu jammen? Nein. Soviel kann ich gleich vorweg sagen.

      Den Opener machte die österreichische Band Darkrise, die ich noch nie gehört habe. Auch nicht an dem Abend, denn die Set-Zeit war von 20:00 bis 20:30 sehr schlecht gewählt.
      Als ich ankam war dann also schon Umbau für die mächtigen Obscura, die ich trotz prominenter Live-Präsenz hier im Lande aufgrund ungünstiger Umstände noch nie live erlebt habe.
      Ein Fehler, wie sich herausstellte. Ich bin allgemein kein großer Fan von zu vertracktem technischen Death Metal, da ich allgemein der Meinung bin dass dabei im Normalfall die Emotion und Seele auf der Strecke bleiben (Case in point: Necrophagist).
      Aber innerhalb von etwa fünf Sekunden des (überraschenden) Openers Anticosmic Overload waren jegliche Zweifel verworfen. Die Band killt live. Auch ohne Jeroen Paul-Thesseling.
      Trotz hohem technischen Anspruch war die Liveshow alles andere als statisch. Besonders Steffen Kummerer hatte das gesamte Set über ein breites Grinsen im Gesicht und ließ keine Chance aus, mit dem Publikum (nonverbal) zu kommunizieren.
      Gespielt wurde viel von Cosmogenesis - kaum überraschend inklusive dem (mehr oder weniger) Death-Tribute Song Incarnated - die aktuellere Omnivium wurde fast komplett außen vor gelassen (mit Ausnahme von dem albumeröffnenden Septuagint und der Mid-Tempo Walze Ocean Gateways - unbeschreiblich heavy), vom Debüt-Album gab's garnichts zu hören. Dafür wurde ein neuer Song präsentiert, der auf dem kommenden Album enthalten sein soll. Vielversprechend, aber was kann man nach einmaligem Hören in einer Live-Umgebung schon sagen.
      Irgendwie schade, dass Omnivium vernachlässigt wurde, aber angesichts der Performances von Incarnated und (ganz besonders) Centric Flow auch zu verzeihen. Vielleicht wurde aber auch einfach ein Song aufgrund technischer Probleme - kompetent überspielt durch ein Bass-Solo - vom Set gestrichen. Vortex Omnivium wurde nämlich in anderen Städten auch noch gespielt.
      Jederzeit gerne wieder. Das deutsche Quartett lässt viele andere Death Metal Bands im direkten Vergleich alt aussehen. Und ist noch dazu humorvoll und sympathisch auf der Bühne.

      Anticosmic Overload
      Incarnated
      Choir Of Spirits
      Imaginative Soul
      Septuagint
      Ocean Gateways
      Centric Flow


      Und dann erstmal 25 Minuten Umbaupause in der ich merken durfte, dass die Szene in ausverkauftem Zustand ein Horror ist. Weg zur Bar für ein Bier? Kaum möglich. Kurz pissen gehen? Schlange stehen. Kurz Merch anschauen? Vergiss es.
      Ich habe zum Glück die ersten Beiden in der Pause unterbekommen, bevor ich mich wieder in die Halle begeben habe. Standort ziemlich weit hinten in erster Linie aus sound- und publikumstechnischen Gründen.
      Licht aus, Intro an. Sean Reinert und Steve DiGiorgio jammen sich langsam ein und dann geht's auch schon los. Max Phelps ist nicht Chuck Schuldiner aber wenn man seine Augen schließt oder schlecht sieht könnte es einem kaum auffallen. Der optische Unterschied ist sehr gering, er spielt dieselbe Gitarre wie Chuck. Beinahe uncanny.
      Der Fokus des Abends liegt (wahrscheinlich Line-Up-bedingt) auf Human. Auf dem Album waren vor 22 Jahren schließlich Schuldiner, Masvidal, Reinert und DiGiorgio gemeinsam zu hören. Einerseits verständlich, andererseits hätte ich mir aber von den anderen Werken durchaus mehr als ein 2-Song-Medley gewunschen.
      Ich war mir ja lange Zeit nicht sicher ob diese Tribute Shows reine Geldmache oder 'celebrating the legacy of Chuck' sind. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, aber allein wegen der grandiosen Atmosphäre die herrschte ist es mir ehrlich gesagt auch vollkommen egal.
      SDG gab's in einer der wenigen Ansagen als Letzteres aus. Wirkte auch die meiste Zeit echt so. Überhaupt die Tatsache, dass diese 3 Personen wieder gemeinsam auf der Bühne stehen und sich scheinbar so gut vertragen ließ es einem ein bisschen warm um's Herz werden. Paul Masvidal zu sehen, wie er headbangend und über die Bühne springen Death Metal Klassiker zum besten gibt wirkt beinahe befremdlich angesichts seiner meditativen Bühnenshow bei Cynic.
      Auch das Publikum ist (irgendwie befremdlicherweise, wenn man bedenkt wie Chuck selbst zu der Idolisierungssache stand) in diesem Tribute voll darauf eingestiegen und hat die vorhandenen Pausen mit 'Chuck!' und 'Death!' Sprechgesängen untermalt. Ich bin eigentlich kein großer Fan von sowas aber mein Gott, irgendwie hat's doch auch gepasst.
      In der Mitte des Sets wurde vor der Bühne eine Leinwand heruntergefahren und man zeigte ein Chuck Schuldiner Tribute Video mit musikalisch untermalten Fotomontagen, Interviewsnippets aus den 90igern und mehr. Und sogar da herrschte einigermaßen respektvolles Schweigen. Ich war sehr überrascht.
      Besonders herzerwärmend war der Interviewteil in dem Chuck davon sprach, dass es ihn getroffen hat, nach Spiritual Healing keine Band mehr zu haben und er sich deswegen an Leute wandte die nicht nur gute Musiker sondern auch nahe Freunde von ihm sind. Sprich Reinert, Masvidal und SDG. Awww.
      Und wo wir gerade bei Highlights waren... Kurz darauf folgte eine weitere Ansage, wer sich denn auch Obscura angesehen hat. Und dass einem dann ja der Gastmusiker auf der Bühne bekannt vorkommen sollte.
      Steffen hatte die Ehre, für Spirit Crusher den Part von Chuck zu machen. Song des Abends? Song des Abends! (Unrelated sidenote: er war auch für die 2012er DTA Tour in den USA als Gastsänger/Gitarrist geplant, musste aber aufgrund von Einreiseschwierigkeiten absagen.)
      Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein muss wenn man mit seinen Idolen auf der Bühne stehend die Musik spielt, die einen selbst maßgeblich beeinflusste (Obscura coverten auf ihrem ersten Album Lack of Comprehension und auf einer Compilation Flesh And The Power It Holds)... aber wenn ich nach Steffens Gesichtausdruck gehen müsste würde ich als Understatement sagen 'verdammt gut!'.
      Den Abschluss bildete Pull The Plug. Warum? Weil der Song traditionell Death Shows beendet hat. Ob es jetzt allerdings in good spirit ist, denselben Song zu verwenden den Chuck gespielt hätte oder ob es einen fahlen Nachgeschmack hinterlässt, wenn man 'the celebration of Chuck Schuldiner' mit den Worten 'pull the plug / let me pass away / pull the plug / don't want to live this way' beendet muss jeder für sich entscheiden.
      Fakt ist, dass der Song nochmal eine ordentliche Stimmung erzeugt hat. Und damit endete der Abend für mich in Obscura Merch (leider nur hässliche Shirts, Leute!) und einem Chuck Tribute Shirt. Ja, mich hat die allgemeine Atmosphäre etwas mitgerissen.
      War's das Geld wert? Oh ja.
      Würde ich's mir nochmal geben? Vielleicht nur mit anderem Line-Up bzw. anderer Setlist. Aber wahrscheinlich würde ich auch nachgeben wenn die Tour 'nur so' nochmal hier vorbeikäme. Wobei man da dann wohl schon nurnoch von Geldmache sprechen kann...

      [size=7]Ich bin mir zu 90% sicher, dass dies die Setlist war.

      Flattening of Emotions (Human)
      Leprosy / Left to Die (Leprosy)
      Suicide Machine (Human)
      In Human Form (Individual Thought Patterns)
      Spiritual Healing / Within the Mind (Spiritual Healing)
      Cosmic Sea (Human)
      Chuck Schuldiner Tribute Video
      Zombie Ritual / Baptized in Blood (Scream Bloody Gore)
      Together as One (Human)
      Crystal Mountain (Symbolic)
      Spirit Crusher (The Sound Of Perseverance)
      Lack of Comprehension (Human)

      Pull the Plug (Leprosy)
      [/size][/spoiler]
      Top 4™ Siegfried

      established 2007

      Ich bin wirklich viel, aber nicht euer Freund.
    • Da die Veranstalter des Amphi Festivals langweilige Geier sind, die so ziemlich jedes Jahr die gleichen fünf Bands bzw. Headliner einladen (was das vollkommen anspruchsvolle Publikum anscheinend supergut findet), wollten wir ab diesem Jahr eigentlich nicht mehr hingehen, "vor der Haustür" hin oder her. Es wird ja nix geboten.

      Allerdings mussten wir uns für den Sonntag noch eine allerletzte Tageskarte kaufen, um endlich einmal Janus live gesehen zu haben. Der einzige Grund hinzugehen und meine Güte, was hat sich das gelohnt. Das sind 90 Minuten, die ich so schnell nicht vergesse.
      (Als Über-Drüber-Meta-Bonus: Daniel Schröder an den Blechblasinstrumenten.)


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    • Original von Sirius
      Da die Veranstalter des Amphi Festivals langweilige Geier sind, die so ziemlich jedes Jahr die gleichen fünf Bands bzw. Headliner einladen (was das vollkommen anspruchsvolle Publikum anscheinend supergut findet), wollten wir ab diesem Jahr eigentlich nicht mehr hingehen, "vor der Haustür" hin oder her. Es wird ja nix geboten.

      Allerdings mussten wir uns für den Sonntag noch eine allerletzte Tageskarte kaufen, um endlich einmal Janus live gesehen zu haben. Der einzige Grund hinzugehen und meine Güte, was hat sich das gelohnt. Das sind 90 Minuten, die ich so schnell nicht vergesse.
      (Als Über-Drüber-Meta-Bonus: Daniel Schröder an den Blechblasinstrumenten.)


      Ausführliches Review bitte. ;(
      Top 4™ Agathe
      Oder: Who the fuck is Team Rocket?
    • Uff, ausführlich ist schwer. Mich hat's die ganze Zeit über so in den Sitz gedrückt, dass ich hinterher wie in Trance aus dem Theater gestolpert bin. Große wirre Eindrückewolke.

      Die Bühnenpräsenz war jedenfalls enorm, neben Toby am Klavier und Rig am Gesang waren noch vier weitere Musiker dabei, die Bühne war also gut gefüllt. Details hier. Den Herrn, der das Marimbaphon und noch gefühlte dreiundvierzig weitere Percussioninstrumente gespielt hat, muss ich da besonders lobend hervorheben. Die Arrangements der Songs waren durchgehend perfekt. Sogar "Isaak", das ich auf CD nicht besonders mag, klang in aufgemöbelter Fassung wahnsinnig schön. Neben den Nachtmahr-Stücken habe ich mich besonders darüber gefreut, dass Schlafende Hunde recht ausgiebig gespielt wurde. Obwohl ich "Kommt herunter" vielleicht nicht einfach so mitten ins Set gesetzt habe, sondern logischerweise eher an den Anfang. Aber was soll's, Meckern auf hohem Niveau. ¯\(°_o)/¯

      Fand's außerdem super, dass Janus mal wieder ihrem Perfektionsdrang nachgekommen sind und für diesen Auftritt eine nahezu komplett neue Setlist zusammengestellt haben. Sie hätten auch einfach ihr "Auf Winterreise"-Set mit k(l)einen Änderungen übernehmen können, aber nein, sie haben sich hingesetzt und bewusst all die Stücke ausgewählt, die sie damals nicht gespielt haben. Man merkte dem Auftritt in jeder Sekunde die Liebe zum Detail an, das war für sich schon ein enormer Mehrwert.

      Dass bei einigen ruhigen Songs der halbe Saal sehr leise und andächtig mitgesungen hat, kann und darf man kitschig und/oder unangebracht finden, aber in dem Moment empfand ich es als sehr positiv und insgesamt schön.

      Setlist:

      Erste Abteilung: mit Band
      01 Hotel Eden
      02 Gescheitert
      03 Reptil
      04 Verflucht
      05 Wehrlos

      Zweite Abteilung: ohne Band
      06 Dorinas Bild
      07 Isaak

      Dritte Abteilung: mit Band
      08 Kommt herunter
      09 Mein krankes Herz
      10 Die Ballade von Jean Weis
      11 Die letzte Tür

      Erste Zugabe: mit Band
      12 Die Ruhe selbst
      13 Ich will seinen Kopf

      Zweite Zugabe: ohne Band
      14 Exodus
      15 Anita spielt Cello
      16 Neunundachtzig

      Einen Song, der mittendrin kam, kannte ich überhaupt nicht. Schien aber auch keine Coverversion zu sein. Textlich irgendwas mit Schiffen und Ozean, eher leises Stück. Sagt dir das zufällig was?

      EDIT: Jetzt mit kompletter Setlist, dank der offiziellen Facebook-Seite. Hurra! "Wehrlos" ist das betreffende Stück, das ich nicht kannte. Spekulationen, es handele sich um einen Song für ein kommendes Album, blieben mehr oder minder unbeantwortet. (Meine ursprüngliche Reihenfolge war sogar einigermaßen korrekt. Yay brain.)


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    • Seit ich vor einer Stunde wieder in mein Apartment gestolpert bin, habe ich versucht darauf klarzukommen, wie endgut die letzten zwei Stunden waren. Die Nerven sind live eine Wucht, so richtig geiler Druck, da haut's dir die Birne weg. Geniales Publikum, geniale Band, ausgelassene Stimmung und eine gute Location (ich war zum ersten Mal im Gebäude 9, aber es soll nicht das letzte gewesen sein). Wenn ich wirklich meckern müsste, würde ich fragen, warum "Nie wieder scheitern" nicht gespielt wurde, aber okay, das Set war halt so oder so erste Sahne. Man kann nicht mehr verlangen. So geht Minimalismus live. Wenn ihr annährend was mit der Mucke anfangen könnt: Hingehen, hingehen, hingehen.

      ...jetzt bin ich jedenfalls abgesichert für den Fall, dass die nächste Platte den Bekanntheitsgrad weiter potenziert und die Jungs in zwei Jahren nur noch in ausverkauften Stadien rumshredden. "Ich hab's noch vor halbvollem Haus in cooler Atmosphäre gesehen!" /hipper typ


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    • Hab' letzten Samstag Mastodon live gesehen. War eher eine Enttäuschung, stellt sich nämlich heraus, dass sie live eher nichts drauf haben. Ich war aber darauf vorbereitet.

      Wo beginn ich: Der Drummer war öfters untight. Angesichts ihrer Größe und ihrem Bekanntheitsgrad sollte man imo dann schon irgendwann live mit Klicktrack spielen. Der Bassist hat den Gesang zwar am ehesten noch CD-getreu rüberbringen können, aber der Lead-Gitarrist (der mit dem Tattoo am Gesicht, Freak) hat sowohl seine Gesangparts als auch seine Gitarrenparts verhaut (inkl. sein Solo bei Tread Lightly, was sie als Opener gespielt haben. Das ist peinlich). Das Set war zwar ok (Blood and Thunder als letzter Song war schon fett), wurde aber ohne Ambition runtergeschreddert. Die ganzen Intros zu den Songs (z.B. Gitarrenintro von Tread Lightly, Drumintro bei Crystal Skull) wurden nicht live sondern über die PA eingespielt. Warum?

      Das sind in den Augen anderer vielleicht Kleinigkeiten, aber ich stoße mich ungemein daran. Wenn ich 25£ für ein Konzertticket zahle, erwarte ich mir eine gute Performance. Noch dazu haben sie für ein Tourshirt 25£ verlangt. Das sind 30€.

      Also ich kann mir nicht wirklich erklären, warum Mastodon den Sludge-Thron für sich beanspruchen. Da habe ich für 15€ von The Ocean schon eine deutlich bessere Performance gesehen, und das im Viperroom.

      Mastodon auf CD >>>>>>>>>> Mastodon live

      Team Rocket Rüpel



      last.fm | Ava taken from C&H




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