Welche Buecher lest ihr momentan?

    • Meine Lektüre besteht momentan zur Hälfte aus dem Literaturkanon Dänemarks, Norwegens und altnordischen Texten wie den Eddas und Isländersagas (freiwillig) und zum anderen aus gängigen Schullektüren, die man irgendwie als Schülerin nie las und sich nun in der Situation sieht, sie plötzlich können zu müssen. Auf die Art komme ich zu "Tschick", "Der zerbrochene Krug" und "The Graduate".
    • Original von HeyDay
      Während ich am gestrigen Abend so vor mich her blättere, stoße ich auf das Buch "Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué. Der Titel kommt mir gleich bekannt vor, hatte ich ihn mir doch rausgeschrieben als eine Empfehlung aus einer Essay von Lovecraft himself, was europäische Literatur des Übernatürlichen betrifft

      Ich habe gerade in meinem Schrank nachgesehen, und genau das steht dort tatsächlich, gedruckt 1908 und wohl irgendwann bei einem Flohmarkt für wenig Geld mitgenommen, nur weil es mir so kurios erschien. Vielleicht werde ich mich da auch mal dran begeben, und hoffe, das Buch dabei nicht zu beschädigen.

      Ich habe mich verletzt und zu meiner Morgenroutine gehört es derzeit, meine beiden Waden morgens, während ich meinen Tee trinke, mit Eispacks zu kühlen. Währenddessen lese ich Bücher, die ich mir zum größten Teil irgendwann bei Amazon mitbestellt hatte, damit ich keinen Versand zahlen muss.

      Darunter waren in letzter Zeit:
      Stanislaw Lem - Solaris: Die erste Hälfte war extrem spannend, die zweite Hälfte dann nervig geschrieben und antiklimaktisch.

      George Orwell - 1984: Da es so oft erwähnt wird habe ich es gemieden, aber wollte es dann doch mal gelesen haben. Ich fand schon Animal Farm sehr gut, aber ich habe es vor so langer Zeit gelesen dass es für mich dann irgendwie ganz überraschend kam, dass ich 1984 ebenfalls sehr gut finde. Aber ich muss dazusagen, dass ich mich in meiner Vermutung bestätigt fühle, dass die ganzen 1984-Vergleiche meistens unangebracht sind, da Überwachung hier zwar Teil der Welt, aber eigentlich nicht so wichtig ist.

      Erwin Rommel - Infanterie greift an: Ein Sachbuch, in dem er seine Erlebnisse als junger Offizier im 1. Weltkrieg schildert und welche Lektionen man daraus für die Kriegsführung lernen kann. Wer sich für sowas interessiert, wird es ganz spannend finden, gibt auch viele Skizzen. Ist noch ein Überbleibsel von letztem Jahr, als ich anlässlich des 100-jährigen einige Bücher über den 1. WK gelesen habe. Falls es jemand hören will, kann ich ja noch was dazu schreiben.

      Im Moment lese ich "Der Steppenwolf" von Herrmann Hesse, und ich habe dieses Buch ziemlich gemieden weil meine Eltern mich gezwungen haben es zu lesen als ich 11 war und ich fand es natürlich total langweilig. Heute finde ich es ganz interessant, aber ziemlich anstrengend geschrieben. Ich weiß nicht genau was es ist, aber im Vergleich zu den anderen hier aufgelisteten Büchern verliere ich mich wirklich oft in Gedanken und muss ganze Seiten mehrmals lesen.

      Ich mag "Three Men On A Boat" sehr gerne, und als ich letztens das Haus verließ lag es in deutscher Version, 1937 gedruckt, in der Ramschkiste des neuen Antikhandels um die Ecke. Vielleicht werde ich es mal in dieser Version lesen, kann mir aber vorstellen dass es etwas an Charme verliert. Nicht dass ich das bemerken würde, denn es ist schon eine Weile her, dass ich es gelesen habe.
    • Ich hole derzeit die Werke von Thomas Ligotti nach. Ging leider viel zu lange komplett an mir vorbei, aber dafür habe ich jetzt einiges an Material nachzuholen.
      Zumindest theoretisch. Denn von dem Typen was zu finden, ist doch eher schwer. Fast alles ist out of print und, zumindest in physischer Form, nur zu horrenden Preisen zu bekommen.
      Daher ist mein Kobo jetzt auch wieder in reger Verwendung, gerade bin ich bei Songs For A Dead Dreamer ziemlich genau bei der Haelfte.
      Ich habe zuvor The Conspiracy Against The Human Race, sein Sachbuch über existenziellen Horror, und Teatro Grottesco, eine Kurzgeschichten-Sammlung mit existenziellem Horror als roten Faden, gelesen und da merkt man Songs Of A Dead Dreamer einfach an, dass es seine ganz fruehen Werke zusammenfasst. Es sind ein paar echt gut konstruierte Konzepte dabei, die starke Lovecraftian Overtones haben und eine schoene Art von Horror verbreiten die nur Wenige in der Form rueberbringen koennen. Andererseits gab's auch ein paar echt 'flache' und leider uninteressante Geschichten ('Dream Of A Manikin', z. B. fand ich echt einschlaefernd), die man (zumindest wenn man seine spaeteren Werke kennt) aus heutiger Sicht kaum noch lesen kann. Andererseits eroeffnet das Buch mit 'The Frolic', einer Geschichte die zwar simpel ist, einem aber trotzdem einige Schauer ueber den Ruecken laufen laesst.
      Was ich wirklich mochte war 'Notes On The Writing Of Horror', in dem er eine nie zu Ende gebrachte Geschichte kurz zusammenfasst, die darin verpackten Themen noch kurz genauer analysiert und dann in verschiedenen Stilen kurz weiter ausarbeitet. Ein sehr interessanter Einblick in das Denken und den Schaffensprozess dieser wirklich interessanten Person.
      Mal schauen, was da noch kommt.

      Teatro Grottesco duerfte wohl direkt nach Konsum zu einem meiner liebsten Horrorbuecher ever aufgestiegen sein. Ist auch in physischer Form noch zu nem fairen Preis zu haben.
      Wer Lovecrafts Schaffen mag, wird Ligotti lieben.
      Ich lese derweil Songs Of A Dead Dreamer zu Ende und hab dann noch Grimscribe und Noctuary da, waehrend ich auf My Work Is Not Yet Done und ein anderes Weird Horror Buch warte, das ich mal aus reinem Interesse ohne jegliches Vorwissen zu dem Autor bestellt habe. Ich bin gespannt.
      Top 4™ Siegfried

      established 2007

      Ich bin wirklich viel, aber nicht euer Freund.
    • Zur Zeit lese ich "Боб - необычный кот" von Джеймс Боуэн.
      Darin geht es um Джеймс, der am Anfang des Buches seinen Lebensunterhalt als Straßenmusiker verdient. Eines Tages begegnet er einem Kater in einem schlechten Zustand und nimmt ihn irgendwann bei sich auf. Er pflegt ihn gesund und das Band zwischen den beiden wird immer stärker. Im Verlauf der Geschichte erfährt man etwas aus der Vergangenheit von Джеймс und seinem Drogenproblem. Mit der Zeit lernt er immer mehr, Verantwortung für den Kater, den er Боб genannt hat, zu übernehmen. Und Боб hilft ihm dabei, mit seinen Problemen besser umzugehen. Nach einigen Monaten hat Джеймс eine legale Arbeit und es fällt ihm leichter, Positives in den Menschen zu sehen. Soeben habe ich das Kapitel gelesen, in welchem er seine Mutter im Ausland besucht hat, was für ihn eine Herausforderung war.
      Das Buch habe ich von einer Verwandten ausgeliehen. Ich bin mit Tieren aufgewachsen und wollte es mal lesen. Bisher ist das Buch in Ordnung. Nur bei der Stelle, in welcher Боб etwas zum Anziehen bekommen hat, habe ich mich gefragt, ob das denn nun wirklich sein muss.
    • Marsch aus dem Untergang

      Einfach Wahnsinn was die Deutschen Soldaten damals erlebt haben. Über 100 Kilometer hinter der Front sich wieder zu den deutschen Linien zurück zurück zu kämpfen.
      Erst als größere Gruppe von ca 1000 man mit noch Panzern und Gerätschaften, dann nur noch 100 bis am Ende nur noch 2Mann.

      Erstaunlich wie hilfsbereit viele Zivilisten den deutschen Soldaten gegenüber waren.

      Grüße: ~Kaze~, Nayru12, Maybe, Geda
    • Ich lese zur Zeit "Японская лирика".
      Dies ist eine Zusammenstellung von verschiedenen japanischen Autoren. Ich habe bis jetzt knapp über 200 Seiten gelesen, was etwa der Hälfte entspricht. Das Buch liest sich insgesamt sehr schnell, weil es wenig Text enthält und auf einer Doppelseite immer ein Bild vorhanden ist.
      Der Inhalt befasst sich oft mit der Natur, den Jahreszeiten und der Liebe.