Welche Buecher lest ihr momentan?

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    • Moin! Ich versuche das Spiel mal andersherum: Und zwar bin ich auf der Suche nach deutschen Büchern, bitte fernab von allem, was "Elfen" oder "Zwerge" im Titel trägt, stilistisch in Richtung Walter Moers, Frank Schätzing (seine frühen Zeiten wie etwa "Mordshunger") oder - gut übersetzten - Stephen King. Möglichst als günstige Kindle-Edition oder im Gutenberg-Projekt erhältlich, weil leerer Geldbeutel. Genre ist relativ wurscht, der Fokus sollte aber klar auf den Figuren und weniger der riesigen Story liegen. Dass der Autor ein Deutscher ist, ist ein Muss für mich - ins Deutsche übersetzte Exemplare bringen mir nichts (habe King nur als Beispiel für den Stil angeführt). Brauche einfach mal etwas Futter für meine eigene Schreiberei und möchte gern sehen, was der Deutsche so schreibt.

      Wenn mir da jemand ein paar Perlen empfehlen könnte, wäre ich dafür sehr dankbar. Tut mir leid, dass ich es nicht weiter spezifizieren kann. ^^

      "Heirs of Miraika"
      Fantasy, Steampunk, LGBT+

      "Dreaming of Dawn"
      Fantasy, Psychological, Depression
    • Also ich lese im Moment ein Buch darüber, wie man Geschichten entwickelt, dessen Titel ich gerade nicht im Kopf habe. Außerdem noch drei Bücher über das Enneagramm (von Helen Palmer, Eli Jaxon-Bear).
      Um mein Englisch frisch zu halten, lese ich außerdem gerade "The Return of the King"; den dritten Teil von Herr der Ringe.

      Und wenn ich verzweifelt bin, lese ich zum millionsten Mal "Die Unendliche Geschichte" oder "Das Drachentor".
      Entschuldigen Sie vielmals, dass ich zu spät zur Prüfung komme, aber Hyrule ist nicht gerade um die Ecke...
    • Um mich mal ein bisschen im rezensieren zu üben (und mal gelegentlich wieder hier vorbeizuschauen):

      - Gestern beendet: Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf.
      Das Buch findet man derzeit in jedem besseren Buchladen, ist aber auch für jeden online lesbar: Klick mich, ich bin ein Bestsellerautor-Online-Krebstagebuch

      Nicht gerade heitere Lektüre, ausgehend von seiner Einweisung in die Psychiatrie führt Herrndorf online Tagebuch bis zu seinem Selbstmord im August 2013.
      Über Rückblenden wird später die Hirntumor-Diagnose ergänzt und zahlreiche Kindheitserinnerungen und Träume eingestreut.

      Ich war am Anfang ein bisschen skeptisch, was den exhibitionistischen/voyeuristischen Faktor angeht (muss da immer an Schlingensief denken, dessen Krebserkrankung medial omnipräsent war, ohne dass ich damals eine einzige Arbeit von ihm näher kannte), aber der Blog hat mich tatsächlich unangenehm berührt. Gerade die erste Hälfte ist davon geprägt, sich mit Arbeit von der eigenen Angst abzulenken und vor dem Tod Tschick und Sand fertigzustellen, in der zweiten Hälfte kippt das Ganze dann in Verdruss über den zunehmenden körperlichen und geistigen Verfall. Anstrengend sind Herrnsdorfs gelegentliche Ausbrüche z.B. gegen Kirche oder Popkultur, manchmal wird's auch sehr medizinisch. Aber wenn er dann z.B. wiederum über die Absurdität spricht, zeitlebens kaum verdient zu haben und kurz vor seinem Tod Geld wie Heu zu haben, oder wie er systematisch seine Malereien und Tagebücher in der Badewanne vernichtet, geht das schon sehr an die Substanz.

      Let's get out of here while there's still time to walk. Running for your life is SO geeky.
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      LiveJournal // Gästebuch // last.fm
    • Ich lese gerade "Das rote Kornfeld" von Mo Yan und bin ein wenig sprachlos darüber. Ich kann nur sagen: Der Mensch hat den Literaturnobelpreis absolut verdient.

      Worum geht's? Inhaltlich lässt sich gar nicht so viel darüber schwafeln. Die Geschichte handelt von der verworrenen und verwobenen Geschichte einer einzigen Familie inmitten des sinojapanischen Krieges. Und diese Geschichte ist durchzogen von inniger Liebe, grenzenloser Verzweiflung, Intrigen, Lügen, Verrat und dergleichen mehr. Die Schrecken des Krieges werden in ihrer ganzen "Pracht" unumwunden dargelegt. In einem stetigen Wechsel zwischen blutigen Kriegsgrauen und sanften Naturbildern beschreibt Mo Yan in aller Ausführlichkeit, was an diesem einen schicksalhaften Tag im Hirsefeld der Gemeinde Gaomi geschah. Das Buch zeigt aber nicht nur die chinesische Opferseite und die japanische Mörderseite als schwarz-weiße Tatsache, sondern regt auch zu neuen Denkweisen und zum Mitfühlen an. Es zeichnet sich meiner Meinung nach vor allem durch den wunderschönen, poetischen Schreibstil aus. Kann's nur weiterempfehlen.

      ____

      Wieso schreibt hier niemand außer mir? Egal.^^'

      Gerade fertig geworden mit "Das schwarze Blut" von Jean-Christophe Grangé und ich muss sagen: Puh. PUH.
      Ein offensichtlich reichlich gestörter Tauchlehrer geht in den Ländern Südostasiens seinem grausamen Tötungstrieb nach und richtet mit hübschen jungen Frauen entsetzliche Blutbäder an. Mark Dupeyrat, ein Journalist, der seit jeher vom Tötungstrieb der Serienmörder fasziniert ist, will das Geheimnis des Mörders ergründen und geht mit einer gefälschten Identität - Elisabeth - einen Briefkontakt mit jenem ein. Der Mörder führt Mark auf seine Spur und lässt ihn hautnah erleben, was er seinen Opfern angetan hat - und lässt ihn wissen, dass man ihn besser niemals verraten sollte. Zu blöd nur, dass Mark das ja schon längst getan hat.~
      Okay, ich gebe zu: Das Ende ist plump. Aber bis dahin: Grandios. Wirklich nett geschrieben und sau spannend, salopp gesagt. Und einige Mordideen sind einfach nur... eww. Ich bin leicht zu beeindrucken, sollte ich hier noch anmerken. Für abgehärtetere Leute ist es vielleicht harmlos?
      Jedenfalls ein lesenswertes Buch, wie ich finde. Und da ich die nächsten Monate ja eh nicht vorhatte, nachts zu schlafen, sei's drum. Haha.
    • Ich hab mir vor knapp zwei Wochen die gesammelten Werke von H.P. Lovecraft ausgeliehen.
      Meine Meinung dazu ist immernoch sehr gespalten. Hab etwa die ersten 20 Kurzgeschichten gelesen, bin angeblich also noch längst nicht bei dem guten Stuff angekommen, aber bisher hats mich noch nicht so gefesselt, wie ich gehofft hatte. Horror-Fiction, Science-Fiction, ja, das ists irgendwie alles. Man sagte mir, Lovecraft hätte sich von Poe inspirieren lassen. Man merkts auch, aber es ist längst nicht so gut wie erwartet. Die Geschichten sind bisher alle recht kurz, was wohl dazu beiträgt, dass es recht schwierig ist in so einer kurzen Zeit ausreichend Spannung aufzubauen. Vielleicht jede dritte Geschichte finde ich persönlich gut. Oft kommen die Geschichten sehr schwer in fahrt, schaffen aber dann ein gutes Ende. Aber ich werd mal weiter lesen. Habe The Shunned House (eins seiner späteren Werke) als aller erstes gelesen und das hat mir recht gut gefallen. Hab also die Hoffnung, dass es noch besser wird.
    • Original von HeyDay
      Ich hab mir vor knapp zwei Wochen die gesammelten Werke von H.P. Lovecraft ausgeliehen.
      Meine Meinung dazu ist immernoch sehr gespalten. Hab etwa die ersten 20 Kurzgeschichten gelesen, bin angeblich also noch längst nicht bei dem guten Stuff angekommen, aber bisher hats mich noch nicht so gefesselt, wie ich gehofft hatte. Horror-Fiction, Science-Fiction, ja, das ists irgendwie alles. Man sagte mir, Lovecraft hätte sich von Poe inspirieren lassen. Man merkts auch, aber es ist längst nicht so gut wie erwartet. Die Geschichten sind bisher alle recht kurz, was wohl dazu beiträgt, dass es recht schwierig ist in so einer kurzen Zeit ausreichend Spannung aufzubauen. Vielleicht jede dritte Geschichte finde ich persönlich gut. Oft kommen die Geschichten sehr schwer in fahrt, schaffen aber dann ein gutes Ende. Aber ich werd mal weiter lesen. Habe The Shunned House (eins seiner späteren Werke) als aller erstes gelesen und das hat mir recht gut gefallen. Hab also die Hoffnung, dass es noch besser wird.



      ... bist du mittlerweile auch mti dem guten Stuff durch? Ich hab irgendwo gelesen, dass Spannungsaufbau durchaus Lovecrafts Sache gewesen sein soll, aber die Dialoge himmelschreiend scheiße hingegen. Bin gerade mit meiner aktuellen Lektüre durch und überlege, was ich mri mal so geben sollte.


      @veenhaft: hi :)
      I wasn't playing baseball, no!
      I wasn't playing football, no!
      I wasn't playing basketball, noo!
      I was playing Class War!
    • Hach, wird Zeit das ich auch wieder was schreibe.
      Zur Zeit lese ich Stephen King - Es und es ist so gut. Meine Lieblingscharaktere sind Stotter-Bill, Ben und Richie. Nur leider lese ich die Ausgabe von 2003, sprich die gekürzte Fassung. Die komplette gibt es erst seit 2011. Wahrscheinlich schaue ich nach dem Buch auch den Film dazu. Mir gefiel ja schon Misery.. Aber da leider nur das Buch. Mir fehlte das "Üble".
      Walle, Regen, walle nieder,
      Wecke mir die Träume wieder,
      Die ich in der Kindheit träumte,

      Wenn das Naß im Sande schäumte..
    • Original von Kamuikyojin
      Meine Lieblingscharaktere sind Stotter-Bill, Ben und Richie.


      Das sind ja auch die insgeheimen Spielmacher. Wobei ich die Tagebuchaufzeichnungen von Mike auch extrem gern gelesen habe. Mir gingen in dem Buch einzig die doch relativ häufigen Wiederholungen auf den Keks; insgesamt ist es aber ein fantastisches Buch. Fantastisch. Ich hab's inzwischen auch sicherlich schon viermal gelesen.


      Ich lese gerade Thomas Brussigs "Das gibt's in keinem Russenfilm". Lässt sich sehr locker-flockig lesen und ist dabei ziemlich amüsant. Empfehlenswert (zumindest bis zur Hälfte, da bin ich gerade), wenn man im leichteren Stil ein bisschen Lust auf DDR-Alltag als Thema hat.
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    • Original von pondo
      Das sind ja auch die insgeheimen Spielmacher. Wobei ich die Tagebuchaufzeichnungen von Mike auch extrem gern gelesen habe. Mir gingen in dem Buch einzig die doch relativ häufigen Wiederholungen auf den Keks; insgesamt ist es aber ein fantastisches Buch. Fantastisch. Ich hab's inzwischen auch sicherlich schon viermal gelesen.

      Kann es sein, das Mike eigentlich der Hauptcharakter ist? Das wirkt zumindest so, wenn man die Buchbeschreibung liest. ,,Mike Hanlon und seine Freunde [...]", ich bin gerade mit der Geschichte um ,,Black Spot" fertig geworden, und Mike ist mir zumindest in den Rückblenden in die Vergangenheit noch nie aufgefallen. (Nur Stan, Ben, Beverly, Richie, Bill, etc.) ... Ist für mich also total unrealistisch, das er der Hauptcharakter ist. xD Einige Textstellen ziehen sich wirklich wie Hechtsuppe..
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      Wenn das Naß im Sande schäumte..
    • Meine bis dato letzte Lektüre war Haruki Murakamis "Underground". Ein Sachbuch, das die Giftgasangriffe in der U-Bahn von Tokyo, verübt von Anhängern des Kults Aum Shinrikyo am 20. März 1995, näher beleuchtet. Sowohl aus Sicht der Zivilisten als auch aus Sicht der Sektenmitglieder ("The Place That Was Promised", im Original als eigenes Buch veröffentlicht, für den internationalen Release zusammengefasst). Das Ereignis hat, zusammen mit dem Kobe-Erdbeben im selben Jahr, ein tiefes Loch in Japans bis dahin eher sorgenfreie Nachkriegsgeschichte gerissen und es ist bis heute faszinierend.

      Ich kam über Ikuharas Mawaru Penguindrum (siehe Signatur) überhaupt erst auf das Thema und habe mich dann näher informiert, weil mich das Thema interessiert hat. Aus demselben Grund habe ich vor sieben, acht Jahren auch endlos Bücher zum Thema RAF gelesen. Jüngere und jüngste Geschichte wird so oft ausgespart, in Schule und Studium gleichermaßen, deswegen ist es umso wichtiger, sich da selbst zu informieren.

      Ebenfalls Murakami: ich sitze derzeit noch an "Hard-Boiled Wonderland and the End of the World", komme aber eher selten zum Lesen. Macht aber nichts. Bin zu zwei Dritteln durch und kann's bereits wärmstens empfehlen.


      In der nahen Zukunft werde ich wohl erstmal nur geschäftliche Unterlagen lesen, also sollte ich mich vielleicht an dem erfreuen, was derzeit noch vorliegt.

      dead girls dry each others eyes
      and pretend for a while
      that we're still alive.


      ________

      Twitter | DIE BASIS
    • Original von pondo
      ... bist du mittlerweile auch mti dem guten Stuff durch? Ich hab irgendwo gelesen, dass Spannungsaufbau durchaus Lovecrafts Sache gewesen sein soll, aber die Dialoge himmelschreiend scheiße hingegen. Bin gerade mit meiner aktuellen Lektüre durch und überlege, was ich mri mal so geben sollte.


      Verzeih! Erst jetzt gelesen. Seit ein paar Tagen bin ich durch mit seinen gesammelten Werken. Ich habs nicht bereut alles zu lesen, auch wenn das eine oder andere doch ein wenig an meiner Substanz gezehrt hat. Wie erwartet: Gegen Ende hin wird es immer besser. Ich bin mir nur nicht sicher, wie man hier eine Empfehlung aussprechen soll...

      Prinzipiell könnte man seine Geschichten in zwei verschiedene Kontexte einordnen: Zum einen findet ein Großteil der Geschichte zu seiner Zeit (oft in der fiktiven Stadt Arkham und anderen wiederkehrenden Orten wie Kingsport oder Innsmouth) statt, zum anderen entwickelt er eine eigene Dream World, in der er eigene Figuren und Orte erfindet. Durch seine gesamten Werke verknüpft er verschiedene Geschichten und einzelne Elemente zunehmend miteinander, sodass sich die einzelnen Geschichten erst richtig entfalten, wenn man die vorherigen gelesen hat. Das Problem dabei ist, dass manches einfach recht zach zu lesen ist.
      Ein gutes Beispiel ist wahrscheinlich "The Dream-Quest for Unknown Kadath" - wenn ich das richtig eingeschätzt habe Lovecrafts längste Geschichte - verbindet sämtliche andere Dream World Geschichten zu einer großen und durchaus sehr interessanten und spannenden, doch um sie im vollen Ausmaß verstehen zu können, sollte man eben die anderen Geschichten der Dream World auch gelesen haben.
      Später stellt Lovecraft dann auch Verbindungen zwischen der Dream World und seiner "Real World" auf. Und schließlich kommen dann die Geschichten die sich mit dem "cosmic horror", für die Lovecraft wohl am bekanntesten ist, auseinandersetzen. Und auch hier verknüpft er wieder mit viel Geschick altes mit neuem.

      Von daher würde ich fast sagen, wenn man Zeit hat und Lovecrafts Literatur in vollen Zügen genießen möchte, dann sollte man seine gesamte Fiktion in chronologischer Reihenfolge lesen, auch wenn die ein oder andere Geschichte vielleicht anstrengender ist.
      Wenn man nur mal reinlesen möchte, dann sollte man die ein oder andere seiner späteren Geschichten lesen, sich aber bewusst sein, dass sie unter Umständen nicht die volle Wirkung entfaltet.


      ____________

      Bei mir wird nun etwas ganz anderes gelesen: Goethes Faust (Der Tragödie erster Teil). Gestern angefangen und schon halb durch. Fühle mich noch recht rastlos, was meine nächste Literatur-Wahl betrifft. Würde der Abwechslung halber gerne mal wieder was ursprünglich Deutsches lesen. Was leichtes, etwas was ein bisschen mehr Text hat. Vielleicht einen Roman oder eine Novelle. Ich werde ausschau halten
    • Original von HeyDay
      Fühle mich noch recht rastlos, was meine nächste Literatur-Wahl betrifft. Würde der Abwechslung halber gerne mal wieder was ursprünglich Deutsches lesen. Was leichtes, etwas was ein bisschen mehr Text hat. Vielleicht einen Roman oder eine Novelle. Ich werde ausschau halten


      Wie wärs mit nem Klassiker? Ich hatte vorhin seit langem mal wieder "Momo" in der Hand. Nach wie vor ein tolles Buch. :)


      In Lovecraft werd ich mich demnächst mal einlesen, denk ich.
      I wasn't playing baseball, no!
      I wasn't playing football, no!
      I wasn't playing basketball, noo!
      I was playing Class War!
    • Ich war schon kurz davor Clemos unsichtbarem Geheim-Tipp nachzugehen, aber dann kam mir ein seltsamer Zufall dazwischen.

      Es gibt da so ein DS-Spiel namens Bibliothek der klassischen Bücher, welches im Endeffekt deutsche Klassiker auf dem DS "zeigt". Ein nettes Feature, sind die sehr kurzen Beschreibungen von Autor und Inhalt des Buchs. Während ich am gestrigen Abend so vor mich her blättere, stoße ich auf das Buch "Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué. Der Titel kommt mir gleich bekannt vor, hatte ich ihn mir doch rausgeschrieben als eine Empfehlung aus einer Essay von Lovecraft himself, was europäische Literatur des Übernatürlichen betrifft. Aufgrund des Namens des Autors bin ich aber nicht davon ausgegangen, dass es sich um ein deutsches Werk handelt. Aber wer hätte das gedacht: Das Büchlein trifft in etwa meine Kriterien und wurde sogleich begonnen
    • Ich stecke (mehr oder weniger dank HeyDay und meiner älteren Schwester) mitten in "Krieg und Frieden" von Tolstoi.
      Bin nicht so der Fan von dicken Wälzern und vor allem der Einstieg war nicht so einfach aufgrund der vielen russichen Namen und Beziehungen,
      mit denen man ohne jegliche Vorwarnung/Vorgeschichte konfrontiert wird. Ich brauchte zudem etwas um mich an Tolstois Schreibstil zu gewöhnen,
      aber mittlerweile muss ich sagen, dass er mir wirklich zusagt!

      Original von HeyDay
      Bei mir wird nun etwas ganz anderes gelesen: Goethes Faust (Der Tragödie erster Teil). Gestern angefangen und schon halb durch.


      Deine erste Begegnung mit der Faust-Materie (was ich nicht hoffen will) oder wieder aufgenommen weil's spaß macht und schmeckt?
    • Original von Dr. Faunus
      Ich stecke (mehr oder weniger dank HeyDay und meiner älteren Schwester) mitten in "Krieg und Frieden" von Tolstoi.
      Bin nicht so der Fan von dicken Wälzern und vor allem der Einstieg war nicht so einfach aufgrund der vielen russichen Namen und Beziehungen,
      mit denen man ohne jegliche Vorwarnung/Vorgeschichte konfrontiert wird. Ich brauchte zudem etwas um mich an Tolstois Schreibstil zu gewöhnen,
      aber mittlerweile muss ich sagen, dass er mir wirklich zusagt!

      Deine erste Begegnung mit der Faust-Materie (was ich nicht hoffen will) oder wieder aufgenommen weil's spaß macht und schmeckt?


      Schön, dass du immernoch dran hängst :D Wie gesagt: Krieg und Frieden hätte kein passenderer Titel sein können. Auf persönlicher Ebene versteht sich!

      Und von Faust ist mir doch allzuviel noch bekannt,
      uns einer abgespeckten Version zugewandt
      aus meinen jungen Jahren,
      als wir im Literaturkurs waren
      Doch freilich nicht alles gelesen hatte ich
      war mir schreibstil und -form eher bitterlich
      Heut siehts wahrlich ganz anders aus
      bietet mir der stoff einen wahren schmaus!

      Aber genug der Dichterei :D
      Faust ist ja schon sicher seit mehr als einer Woche beendet und ich hatte äußerst viel Spaß damit. Auch wenns keine sechs Stunden Lesezeit gebraucht hat.
      Mittlerweile hab ich Undine beendet, ebenso Nußknacker und Mausekönig von E.T.A. Hoffmann (was ich tatsächlich noch nie gelesen habe und dass, obwohl ich als Kind die Zeichentrick-Verfilmung geliebt und heut noch Tschaikowskys Ballett)

      Jetzt hat mich Hoffmann gepackt und ich denke, ich werde noch das ein oder andere Geschichtlein lesen
    • Original von HeyDay
      Aber genug der Dichterei :D
      Faust ist ja schon sicher seit mehr als einer Woche beendet und ich hatte äußerst viel Spaß damit. Auch wenns keine sechs Stunden Lesezeit gebraucht hat.


      NIEMALS!! Wenn's nach mir ginge sollten sich Menschen nur noch in lyrischer Sprache untereinander verständigen, haha..
      Hmm, klingt bei dir so als würdest du Bücher nahezu verschlingen, beschäftigst du dich denn gar nicht genauer damit?
      Mich hat der Fauststoff bis heute nie wirklich losgelassen und so befasse ich mich mindestens einmal im Jahr genauer mit ihm und seinen Hintergründen.

      Noch so ein Original von HeyDay
      Jetzt hat mich Hoffmann gepackt und ich denke, ich werde noch das ein oder andere Geschichtlein lesen


      Worunter sich hoffentlich "Der Sandmann" befindet?!
      Was hältst du eig. so von österreichischen Autoren wie "Grillparzer" (Der Traum, ein Leben), "Nestroy" (Der Talisman),
      "Raimund" (Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär), um nur einige wenige zu nennen..?
    • Verschlingen triffts in den meisten Fällen ganz gut. Derzeit lese ich einfach viel und gern (lesen > zocken, wer hätte es je für möglich gehalten). Und hab keine Angst: Wenn ich lese, dann lese ich auch. Überlesen ist nicht drin! (Ich bin dem Mephistopheles sehr zugewandt. Ein feiner und kluger Kerl ist er. So aufgeklärt und Menschennah).

      Generell schätze ich es einfach, wie die Menschen damals Literatur und Fiktion verwendeten, um Gesellschaftskritik zu üben, ihr Innerstes nach Außen zu tragen und aus dem Alltag auszubrechen.
      Die meiste Fiktion heute scheint mir bloß der Unterhaltung des Lesers zu dienen.

      Beim Sandmann bin ich grade dran. Und vielen Dank für die Empfehlung der Österreichischen Autoren. Zu denen werde ich dich bei Zeiten noch genauer ausfragen.